Die Konter des HSV sitzen

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Fußball-Westfalenliga 2

Borussia Dröschede – SV Holzwickede 1:3 (0:1). Mit einem überaus wichtigen und auch in dieser Höhe verdienten Sieg gelang dem SV Holzwickede bei den mitgefährdeten Dröschedern nach vier mehr oder weniger unglücklichen Niederlagen in Folge eine Art „Befreiungsschlag“ im Kampf um die weitere Zugehörigkeit zur Westfalenliga.

Von Anpfiff weg bestimmten die HSVer, die auf die erkrankten Ahmet Aktas und Norbert Kaczmarek verzichten mussten und im Tor dem jungen Kevin Loke eine abgesprochene Bewährungschance gaben, das Geschehen gegen die zunächst defensiv agierenden Gastgeber. Die Gäste forderten schon nach zwei Minuten einen Strafstoß, als Thanh Tan Tran (im Bild) geradezu „klassisch“ gelegt wurde, aber der Schiedsrichterpfiff blieb aus. Als die Dröscheder ein wenig mehr für die Offensive taten, wurden in der 35. Minute perfekt ausgekontert: Chris Haumer setzte Christopher Franz mit einem langen Ball in Szene, der HSV-Außenstürmer lief seinen Bewachern davon und spitzelte das Leder zur Holzwickeder Führung an Borussen-Keeper Julian Schmahl vorbei. Vier Minuten nach Wiederanpfiff zwang Sascha Ernst den Dröscheder Schlussmann mit einem Flachschuss zu einer Glanzparade, drei Minuten später aber war Schmahl erneut machtlos, als die Gäste über Franz und Ernst einen blitzsauberen Konter aus dem Mittelfeld vortrugen und Tran das Zuspiel von Ernst sicher verwandelte.

Dröschede gab sich jedoch nicht auf und witterte „Morgenluft“, als Edin Terzic in der 63. Minute einen Eckball aus kurzer Distanz einköpfte. Doch schon neun Minuten überlief Sascha Ernst abermals die Abwehrreihe der Gastgeber und stellte mit dem 3:1 nicht nur den alten Abstand wieder her, sondern die Partie endgültig in Richtung Auswärtssieg. Denn noch einmal ließ sich die HSV-Abwehr um den überragenden Michael Rothholz nicht mehr überwinden. Am Sieg der Gäste gab es keinen Zweifel. Borussias Trainer Alen Terzic sprach von einer reiferen Spielanlage der Gäste.

HSV-Trainer Ingo Peter: „Wir dominierten die Partie über weite Strecken. Wir hatten auch mehr Ballkontakte, von daher ist unser Sieg schon verdient. Vor dem Anpfiff hätte ich noch mit einem Auswärtszähler leben können, so aber sind es drei geworden. Umso schöner. Der Dreier ist insofern wichtig, dass er die Köpfe meiner Spieler freier macht.

Borussia Dröschede: Schmahl – Mecal (67. Davulcu), Petkovic, Liefermann, Eick (55. Tupalla), Et, Terzic, Öztürk, Acikel (87. Steinau), Jakubczyk, Borchmann.
HSV: Loke – Köhn (67. Hense), Rothholz, Kaiser, Suchy, Haumer, Senga, Hesse, Franz (76. Köhler), Tran, Ernst (83. Dündar).

Tore: 0:1 (35.) Franz; 0:2 (52.) Tran; 1:2 (63.) Terzic; 1:3 (72.) Ernst.

HSV-Bestnoten: Rotholz, Ernst, Franz.

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