Die HSC-Wunschliste: Platz 6, keine Verletzungen, weitere Spielsysteme und ein Innenverteidiger

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Fußball: Das Ziel: Schnell nichts mit dem Abstieg zu tun haben und idealerweise Platz 6 – wie in der letzten Saison. Das Personal: in erstaunlich guter Verfassung nach der wochenlangen Corona-Pause. Die Ansage: Mit neuen Spielsystemen unberechenbarer werden. Dreierkette. Der Wunsch: Vielleicht noch einen Innenverteidiger – oder einen Spieler für diese Position „umformen“. Das Lob: Wie sich lange schwerverletzte Spieler wie Marcel Duve, Enis Delija und Joshua Heinrich wieder herangekämpft haben, Ernährungsumstellungen und viele Physiostunden genommen haben, verdient alle Achtung.

Dieses Lob gab es vom HSC-Oberligatrainer Axel Schmeing beim ersten öffentlichen Training am Freitagabend im Montanhydraulik-Stadion nach der Corona-Pause. Der aktuell 24-köpfige Kader mit den beiden Torhütern präsentierte sich in durchweg guter körperlicher Verfassung. Noch wichtiger: Das Team hatte richtig „Bock“. Die gleiche Lust auf Fußball verspürten auch Fans, die ins Montanhydraulik-Stadion gepilgert waren, um die in diesem Jahr nur in wenigen Teilen neuformierte Mannschaft würdig mit Trommelwirbel und Anfeuerungsrufen zu empfangen.

Und da waren sie, die Neuzugänge. Dazu die Einschätzung zu jedem von Axel Schmeing. Philipp Gödde (kam von RW Oberhausen): im westfälischen Fußballsport schon eine Art Legende mit viel Erfahrung in der Regionalliga. Allerdings kommt auch er aus einer mehrmonatigen Verletzungspause (Rücken). Ist aber eine tolle Sache für Holzwickede und im Sturm für manche „Buden“ gut.
Ferdinand Franzrahe (Hombrucher SV): Seit zwei Jahren ist Axel Schmeing an dem Spieler dran, bekam aber auch „Körbe. Jetzt entschied er sich für den HSC. Er wird die Außenbahn beleben.
Firat Onar (U 19 Hombrucher SV): Ein Riesentalent als Innenverteidiger, physisch und kopfballstark. Beim ersten öffentlichen Training allerdings noch nicht da und in der Türkei. Til Busemann (U 19 Preußen Münster): Ein echter Holzwickeder Junge. Kann auf der 6 spielen und als Innenverteidiger.
Tim Finkhaus (A-Junioren HSC): Ein Spieler mit viel Potential. Er wird sich in den kommenden Spielen weiter empfehlen müssen, ist aber auf einem guten Weg.
Lavdrim Yusufi (U 19 Waltrop): Ein technisch sehr versierter Spieler.
Dario Biancardi (U 19, Hombruch): Den hat Axel Schmeing höchstpersönlich sehr oft beobachtet. „Alles ausnahmslos gute Spiele“. Er wird der HSC-Offensive richtig guttun und den vermeintlichen Stammspielern positives „Feuer machen“. Eine echte Offensiv-Verstärkung, der eine gute Fußball-Zukunft haben kann.
Robin Schultze (TuS Haltern): Er ist nach zweijährigem Engagement beim damaligen Regionalligisten TuS Haltern wieder da und zeigte bereits bei den ersten Trainingseinheiten, dass er Führungsspieler ist. Stürmer Nico Berghorst, auch bislang in guter Form, machte mit seinen Grätsch-Künsten schon unangenehme Erfahrung. Schultze kann das Team mitreißen – ganz wichtig in einer langen Saison, in der es auch Rückschläge geben wird.

Keine optimalen Bedingungen – aber Hoffnung auf Besserung

Nein, der Weg zur Fußball-Normalität ist für Oberligist Holzwickeder SC noch weit. Umziehen und Duschen weiterhin aufgrund gemeindlicher Vorgaben in den Kabinen im Montanhydraulik-Stadion untersagt, während die Dortmunder „Kollegen“ längst wieder die Brause in der Kabine nach dem Training genießen dürfen. Dennoch hofft der HSC, dass rechtzeitig zum Saisonbeginn und den anstehenden Testspielen weitere Lockerungen auch in Holzwickede in Kraft treten.

  1. September geht es wahrscheinlich los

Start in die Oberliga-Saison wird nach aktuellem Stand am Sonntag, 6. September sein. Immer vorausgesetzt, die Corona-Pandemie verschlimmert sich nicht. Starten wird die Liga mit 21 Teams und den „Neuen“, SpVg Vreden, Viktoria Clarholz, Finnentrop-Bamenohl sowie „von oben“ aus der Regionalliga der TuS Haltern und die SG Wattenscheid. Ob der RSV Meinerzhagen dabei ist, steht noch nicht fest. Die Sauerländer wollen den Aufstieg in die Regionalliga rechtlich und gerichtlich prüfen und entscheiden lassen. Bekanntlich standen sie bei Saisonabbruch an zweiter Stelle, hatten aber aufgrund der mehr absolvierten Spiele einen schlechteren Quotienten als RW Ahlen. Die Wersestädter und Meister SC Wiedenbrück stiegen dann auf.

Bildzeile: HSC-Chefcoach Axel Schmeing (4.v.l.) mit den Neuzugängen Robin Schultze, Philipp Gödde, Til Busemann, Lavdrim Yusufi, Tim Finkhaus, Ferdinand Franzrahe und Dario Biancardi (v.l.n.r.). Es fehlt First Cinar.

 

 

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