DHB empfiehlt Landesverbänden vorzeitiges Saisonende

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Handball: Der Handballverband Westfalen (HVW) hat sich, wie auch seine elf Handballkreise und der Deutsche Handballbund (DHB), in den vergangenen Wochen intensiv mit den Folgen der Corona-Pandemie für den Spielbetrieb auseinandergesetzt.

Der Spielbetrieb bleibt – wie bereits am 12. März beschlossen – bis einschließlich 19. April ausgesetzt. Inzwischen hat der DHB allen Landesverbänden die Beendigung des Spielbetriebes der Saison 2019/20 empfohlen. Die Bundes- und Landesregierung, sowie in der Folge Kreise, Städte und Gemeinden werden nach Ostern über den weiteren Fortgang des Alltags und des gesellschaftlichen Lebens entscheiden. Dem will der HVW nicht zuvorkommen und bleibt daher bei dem ursprünglich veröffentlichten Terminplan, dass eine Entscheidung über die Fortführung oder den Abbruch der Saison frühestens in der Woche nach Ostern getroffen wird. Das reguläre Saisonende ist der 30. Juni. Alle relevanten Spielordnungsregelungen stellen auf diesen Termin als Saisonende ab.

Bei Saisonabbruch soll es keine Absteiger geben, sondern lediglich Aufsteiger

Für den Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen wurde beschlossen, dass es auch bei Saisonabbrüchen keine Absteiger (mit der Ausnahme von bereits zurückgezogenen Mannschaften oder freiwilligen Absteigern), sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll. Dies gilt gemäß der Information des DHB entsprechend auch für die 3. Ligen. Eine Übernahme dieser Regelung wird im Sinne der Einheitlichkeit für die Umsetzung auf Kreisebene empfohlen.

Bezüglich der Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Beim DHB wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Auswirkungen befasst. Diese Arbeitsgruppe erarbeitet in Abstimmung mit dem Bundesrat einen Vorschlag, wie eine Wertung erfolgen kann. Unabhängig von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe beim DHB hat sich eine Arbeitsgruppe beim HV Westfalen ebenfalls mit dem Thema befasst. Hierzu wurden im Vorfeld die Vereine informiert und um Beteiligung gebeten. Es wurden die von den Vereinen und vom DHB übermittelten Gedankenmodelle durchdacht, diskutiert und bewertet. Der Handballverband Westfalen hat seine Entscheidung dem Deutschen Handballbund übermittelt, so dass dieses bei den zu treffenden Beschlüssen Berücksichtigung finden wird.

Im Jugendbereich wurde die Saison schon für beendet erklärt. Für die Jugendqualifikation unterbreitet der Jugendspielausschuss Vorschläge zum weiteren Vorgehen.

Bild: Gehört der Arbeitsgruppe im Handballverband Westfalen an – KSV-Handball-Abteilungsleiter Bernd Kuropka.

Bernd Kuropka gehört zur Arbeitsgruppe im Handballverband Westfalen

„Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Gesundheit und eine bestmögliche Bekämpfung des Coronavirus absoluten Vorrang. Ich bin froh, dass in bisher nie dagewesener Einigkeit der deutsche Handball zusammensteht, um gemeinsam eine rechtssichere und zukunftweisende Lösung im Umgang Situation zu finden“, sagt Willi Barnhusen, Präsident des Handballverbandes Westfalen. Andreas Tiemann (Vize-Präsident Spieltechnik) ergänzt „im Namen der Arbeitsgruppe möchte ich mich für die zahlreichen Rückmeldungen und Anmerkungen bedanken! Wir haben uns alle Gedanken und Vorschläge angesehen und ein erstes Stimmungsbild erhalten. Den weiteren Weg können wir nur gemeinsam gehen und jeder Verein ist beteiligt“.

Die Arbeitsgruppe im Handballverband Westfalen besteht aus den Präsidiumsmitgliedern Andreas Tiemann (VP Spieltechnik), Patrick Puls (VP Jugend), Jan Gerth (VP Recht), sowie den spielleitenden Stellen Gundula Bembom-Schoof (Jugendspielausschuss), Bernd Kuropka (Technische Kommission) und den Kreisvorsitzenden Holger Kück (Handballkreis Industrie) und Daniel Hooge (Handballkreis Münsterland) als Vertreter der Handballkreise.

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