DFB gegen erneuten Lockdown im Amateurfußball – Fußball-Clubs haben die 50-Prozent-Regel vor Augen – Oberliga Westfalen kann gewertet werden –

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Fußball: Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) vertritt den Standpunkt, die Fußball-Saison 2021/2022 ohne Bedenken zu Ende bringen zu können und die 50-Prozent-Regel somit nicht zur Anwendung kommen muss. Die 50-Prozent-Regel ermöglicht es bekanntlich dem Verband,  Spielklassen mit Hilfe der Quotientenregel zu werten, in denen mindestens die Hälfte aller angesetzten Partien absolviert worden sind. Die bis zu einem möglichen Abbruch gesammelten Punkte einer Mannschaft werden dafür durch die Anzahl der jeweils absolvierten Partien geteilt.

Bei den Vereinen würde es auch aus Sicht des Deutschen Fußball-Bundes allerdings mehrheitlich kein Verständnis für einen erneuten Lockdown im Amateurfußball geben. Die momentane Verbandsspitze verwies auf eine entsprechende Umfrage und betonte, bei aller weiterhin gebotenen Vorsicht habe speziell der organisierte Fußball als Freiluftsport mit seinen Hygienekonzepten nachgewiesen, keine Risikoquelle zu sein.

Bei Abbruch der Fußball-Saison wird es in vielen Ligen eine Wertung geben

Sollte aufgrund von Corona-Maßnahmen die Fußball-Saison 21/22 jetzt doch abgebrochen werden, wird es in vielen Ligen eine Wertung geben, auch in der Oberliga Westfalen. Der FLVW hat vor der aktuellen Spielzeit 2021/22 festgelegt, dass es bei Hälfte der insgesamt auszutragenden Spielen Auf- und Absteiger geben wird. Für den heimischen Oberligisten Holzwickeder SC bedeuten die aktuellen Zahlen und Rechnungen eines: Druck. Die Oberliga Westfalen ist nämlich „wertungsreif“. 620 Spiele gibt es im Idealfall bei einer einfachen Hinrunde und anschließenden Aufstiegsrunde mit zehn Clubs und einem Abstiegs-Play-off mit elf Teams. 620 – das ist die Zahl, die in die Gesamt-Abrechnung hineinspielt. 314 Begegnungen, und damit über die Hälfte, sind mit den Nachholspielen der vergangenen Woche bereits absolviert. Damit kann die Spielzeit 21/22 in der Oberliga Westfalen gewertet werden.

Aber auch das bedeutet nicht automatisch, dass bei einem sofortigen Abbruch automatisch die beiden Ersten (heute SC Paderborn II (1.) und Kaan-Marienborn (2.) in die Regionalliga aufsteigen und die fünf Letzten, aktuell der Holzwickeder SC (17.), die SG Finnentrop/Bamenohl (18.), der TuS Haltern (19.), der RSV Meinerzhagen (20.) und Westfalia Herne automatisch bei einem Saison-Abbruch in die Westfalenliga abgestiegen wären. Da alle diese Teams eine unterschiedliche Anzahl von Spielen absolviert haben, müsste ein Quotient gezogen werden.

Mathematik pur – beim HSC wird der Quotient geringer

Mathematik pur – und doch ist ein Abstiegsplatz aktuell keine „gute Idee“, denn bei vielen absolvierten Spielen wie beim Holzwickweder SC, der bereits 16 Mal in dieser Saison gespielt hat, wird der Quotient natürlich geringer. Andere Mannschaften haben erst 14 oder 15 Begegnungen absolviert.

In de Landesligen 3 und 4 ist eine Wertung aktuell noch nicht möglich

In der Landesliga 4, eine 17erLiga, mit Spitzenreiter IG Bönen ist eine Wertung aktuell noch nicht möglich. Ebenso wenig in der Landesliga 3, wo der SuS Kaiserau im Spielbetrieb steht. Auch in der Bezirksliga 7 kann es noch keine Wertung geben. Ebenso in der Bezirksliga 8, wo die U23 des Holzwickeder SC, SSV Mühlhausen-Uelzen, TSC Kamen, SG Massen und Königsborner SV um Punkte spielen, kann auch noch nicht gewertet werden.

Anders sieht es in den Kreisligen im Fußballkreis Unna/Hamm aus: Die Kreisligen A2 und C2 haben die 50Prozent-Marke überschritten. In der B2 steht noch ein einziges Nachholspiel aus, um 50 Prozent erreicht zu haben. In der D1 fehlen noch drei Begegnungen. 16 Spiele müssen noch in der Kreisliga A1 absolviert werden. Alles vor dem Hintergrund, dass die Pandemie (Omikron) es zulässt.

Bildzeile: Viel zu oft wurden HSC-Spieler in der laufenden Saison 21/22 vom Ball getrennt – wie hier Robin Schultze. Der HSC muss alles versuchen, den aktuellen 17. Rang, den ersten Abstiegsplatz in der Oberliga Westfalen, schnellstens zu verlassen. Vor allem, da die Spielzeit nun aufgrund der über 50 Prozent erfolgten Spiele gewertet werden kann – auch bei einem Abbruch.

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