Der Karatesport trauert um Fritz Nöpel

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Karate: Fritz Nöpel, Träger des 10. DAN und Wegbereiter des Goju-Ryu-Karate hierzulande, ist im Alter von 85 Jahren in Kamen verstorben. Damit verliert nicht nur sein Karate-Do-Club Kamen/Bergkamen, den er 1978 gegründet hatte, eine herausragende Persönlichkeit, sondern der Karatesport in Deutschland trauert um einen der Größten seiner Zunft

Der Deutsche Karate Verbandes (DKV) würdigte Fritz Nöpel als ein Vorbild aller Karateka. Er war maßgeblich an der Entwicklung des DKV beteiligt. „Die Lücke, die er hinterlässt, wird nicht auszufüllen sein“, so DKV-Präsident Wolfgang Weigert in seinem Nachruf. Während des Yuishinkan-Sommerlehrgangs im Mai 2016 wurde ihm zum Anlass seines 60-jährigen Karate-Jubiläums der 10. DAN zusammen mit der Ehrennadel in Platin verliehen. Obwohl er mit dem 10. DAN die höchstmögliche Graduierung erreichte, blieb er sich selbst immer treu und vermittelte diese Einstellung auch an seine „Schüler“. Seine Lehrgänge in Kamen waren stets sportliche Highligts, voll besetzt mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. Er entwickelte eine Kata, die auch von älteren Menschen noch geübt werden kann.

1954 unternahm Fritz Nöpel nach seiner Berufsausbildung zum Bergmann eine Fahrradreise durch Asien. Auf Java kam er das erste Mal mit Karate in Kontakt. Den ersten intensiven Karateunterricht nahm er in Taiwan. In Japan (Osaka) erlernte als einer von wenigen Schülern Goju-Ryu-Karate zu erlernen. Goju-Ryu-Karate ist eine Sportart, die besonders viele Elemente des ursprünglichen chinesischen Boxens des 17. bis 19. Jahrhunderts enthält. In Osaka 1961 heiratete er Eiko Nakabajasi. Mit ihr kehrte er 1967 nach Deutschland zurück, wo er bis zu seiner Pensionierung 1996 bei der Deutschen Bundesbahn als Vermesser beschäftigt war. Ab 1982 wohnte er in Kamen. Mit seiner Frau Eiko hatte er fünf Kinder.

Aufgrund der aktuellen Situation erfolgte die Urnenbeisetuzung auf dem Friedhof Kamen-Mitte im engsten Familienkreis.

Bildzeile: Der Karatesport in Deutschland trauert um den Kamener Fritz Nöpel.

 

 

 

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