Der „Brachiator“ lässt die „Cobras“ jubeln

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Handball-Verbandsliga SuS Oberaden – RSVE Siegen 38:37 (16:18). Ein Spiel auf Biegen und Brechen boten die beiden Teams den Zuschauern in der Römerbergsporthalle. In letzter Sekunde schlug dann die große Stunde von Tim Braach. „Der Braachiator“, wie ihn seine Mitspieler nach dem Sieg nannten, erzielte den entscheidenden Treffer im Spiel gegen einen der Ligafavoriten.

Vorher wogte das Spiel gegen die Südwestfalen, die mit nur neun Feldspielern angereist waren, hin und her. Beide Teams hatten sich vorwiegend auf die Offensive fokussiert, so dass es mehr oder weniger ein „Tag der Offenen Tür“ wurde, zu dem die vier Torhüter auch eifrig ihr Scherflein beitrugen. Davon profitierte auf Siegener Seite vor allem Frieder Krause, der zum Glück für die „Cobras“ kurz vor Schluss die dritte Zeitstrafe kassierte. Vorher hatte er schon ein Dutzend Mal die Oberadener Abwehr überwunden. Auf Seiten des SuS war es Spielertrainer „Alex“ Katsigiannis, der elf Mal erfolgreich war.

In den ersten 30 Minuten hätten die Hausherren schon mehr oder weniger klar führen müssen, aber wieder wurden einige Großchancen, darunter zwei Strafwürfe, zum Teil leichtfertig vergeben. Zwar führten die Bergkamener nach zehn Minuten mit 7:4, aber Siegen bekam immer wieder die Möglichkeit, zu verkürzen und in der 22. Minute zum 12:12 auszugleichen. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel gingen die Gäste dann erstmals mit 15:14 in Führung.

In Halbzeit zwei häuften sich die Zeitstrafen durch die zwei nicht immer unumstrittenen Referees, so dass der SuS häufig mit nur vier Spielern auf der Platte stand. Siegen hielt einen Zwei-Tore-Vorsprung und legte immer, wenn die „Cobras“ herankamen, postwendend nach. Neun Minuten vor dem Schlusspfiff ging der SuS erstmals beim 31:30 wieder in Front. 35:33 hieß es dann, aber auch das reichte nicht, denn Siegen glich wieder aus. Als es dann 37:37 stand und die „Katzen“-Truppe in Ballbesitz war, schien zumindest der eine Punkt sicher zu sein – bis Neuzugang Tim Braach auf Linksaußen den Siegtreffer erzielte.

„Das war das, was wir uns vorgenommen hatten: Ein Sieg des Kampfes und der Leidenschaft“, so der überglückliche Trainer nach dem Spiel und setzte dann fair dazu: „Ich meine, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber den Zusatzpunkt nehme ich natürlich gerne mit. Tim Braach kommt zweimal aufs Feld und macht zwei Tore. Beim letzten behält er einfach die Nerven. Ob es Kreis war ist egal – Tor ist Tor.“ Lob für seine Leistung lehnt er ab: „Das will ich gar nicht haben. Wichtig war, dass das heute funktioniert hat. Das was heute vom Einsatz und vom Kampf her genau das, was wir brauchten. Bei der dünnen Personaldecke hat jeder seinen Anteil daran, auch Hendrik Schuchtmann aus der Zweiten.“

So konnte die Mannschaft im Anschluss an das Spiel zufrieden ihre Weihnachtsfeier genießen. „Donnerstag gibt es das Abschlusstraining und dann fangen wir am 3. Januar wieder mit dem Training an“, so der Fahrplan für die kurze Winterpause.

SuS: Makus (1. – 22. und ab 39.), Massat (22. – 39.); Hajduk (3), Noe (2), Herold (6), Fehring (5/2), Katsigiannis (11/1), Roth (1), Schuchtmann (2), Notthof (n.e.), B. Stennei (6), Braach (2), Köhler.

Bild: Die Abwehr der „Cobras“ hatte großen Anteil an dem Heimerfolg gegen Siegen. Ganz rechts SuS-Spielertrainer Alex Katsigiannis auch als erfolgreichster Torschütze.

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