Das Transferfenster bei Spielerwechseln soll dem neuen Zeitplan angepasst und verlängert werden

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Fußball: Wie berichtet soll die Fußball-Saison im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen beendet werden, worüber letztendlich der Verbandstag im Juni zu entscheiden hat. Folglich wird es auch einige Änderungen zum bisherigen Saisonablauf geben. So auch das Transfenster für Spielerwechsel.

Es heißt da im Paragraf 22, Absatz 9  der Spielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), dass im Amateurbereich alle Fußballerinnen und Fußballer, die sechs Monate lang kein Spiel absolviert haben, jederzeit die Möglichkeit zu einem Vereinswechsel haben. Sie sind also sofort spielberechtigt, ohne dass eine Ablöse fällig würde. Nur ist diese Regel für ein normales Fußballjahr konzipiert. Wenn man also über einen Abbruch der Saison redet, dann muss auch über die Sechs-Monate-Regel gesprochen werden. Die könnte nämlich für viele Vereine zu einem Problem werden.

Diese Sorge ist berechtigt. Denn: Der letzte Spieltag in Westfalen fand am 8. März statt, einige Mannschaften, im Fußballkreis wie in Westfalen, waren aufgrund von Absagen eine Woche zuvor oder gar im Februar zuletzt am Ball. Würde die Saison nun abgebrochen, wären Spieler schon im September für neue Klubs spielberechtigt – ohne Ablöse. Andere, die aufgrund von Verletzungen in diesem Jahr noch gar nicht am Ball waren, noch früher. Die Befürchtung dabei, dass Spieler oder Vereine das ausnutzen könnten, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Das Transferfenster soll dem neuen Zeitplan angepasst werden und eventuell bis September oder Oktober verlängert werden. Die Coronazeit wird aus der Wartezeit rausgerechnet. Das heißt, die Zeit seit Anfang März wird aus der Sechs-Monatsfrist herausgehalten oder hinten drangehängt. „Aber da müssen wir erst einmal die aktuelle Entwicklung abwarten“, betonte FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. „Wir werden das abhängig machen, wann wir wirklich konkret sagen können, jetzt spielen wir wieder.“ Die Entscheidung darüber trifft der Fußballausschuss des Westdeutschen Fußball-Verbandes, damit dies einheitlich für die Verbände gilt. „Daher ist es so wichtig, dass der Mittelrhein da mit reinrutscht. Sonst haben wir da ein Problem“, so Schnieders.

 

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