Da geht ein ganz Großer – Rot-Weiß Unna verabschiedet sich von Andreas Weiß

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Fußball: 01. August 1999 – Andreas Weiß setzt seine Unterschrift unter den Aufnahmeantrag des SV 07/08 Rot-Weiß Unna. Der Rest ist rot-weiße Fussballgeschichte. 22 Jahre danach blickt der Verein gemeinsam mit ihm auf vier Meisterschaften, zehn Kreispokalsiege, elf Stadtmeistertitel, neun Hallenkreismeisterschaften, eine Vizemeisterschaft, sechs Vizehallenkreismeisterschaften und 4 Vizekreispokalsiege und eine beeindruckend starke Mädchen- und Damenabteilung.
1999 als Jugendtrainer gestartet, übernimmt Andreas ab 2004 erst als Jugend-,  2009 dann als Seniorengeschäftsführer mehr Verantwortung und ist maßgeblich an der Organisation des überkreislich bekannten „GoldenGoal Cups“ beteilgt. Sein Meisterstück sollte aber noch folgen. Ab 2010 widmet sich Andreas dem Aufbau einer Mädchen- und Damenabteilung für den Kreisstadtclub und veranstaltet erste Schnuppertrainingseinheiten. Noch im selben Jahr werden E-Juniorinnen und D-Juniorinnen für den Spielbetrieb gemeldet und auf Titeljagd geschickt. Und davon sollten über die Jahre einige zusammenkommen.
Ob Meisterschaften oder Stadtmeistertitel, Kreispokalsiege oder Hallenkreismeisterschaften, es gibt kaum einen Titel, den die Rot-Weißen nicht nach Hause holen konnten. Dabei standen die Persönlichkeitsentwicklung der Spielerinnen, das Zusammenwachsen der Teams, das Gemeinschaftsgefühl im Verein stets im Zentrum von Andreas’ Bemühungen.  Die positive Entwicklung der Jugendarbeit mündete in der Saison 2019/2020 schließlich im bisher wohl größten Erfolg der Abteilung. Der Aufstieg des Damenteams in die Bezirksliga, durch ein Team gefüllt mit Spielerinnen aus dem eigenen Jugendbereich ist eindrucksvolles Zeugnis der Arbeit eines ganzen Jahrzehnts.
Mittlerweile stehen andere Charaktere im Rampenlicht des Kreisstadtclubs. Doch das war Andreas sowieso nie wichtig. Nach 22 Jahren, geprägt von Kontinuität und Leidenschaft für Fussball und Vereinsleben, schließt sich das Kapitel SV 07/08 Rot-Weiß Unna für ihn vorerst. Dass er seine Nachfolgerin selbst ausgebildet hat, dürfte niemanden überraschen.
Rot-Weiß Unna wünscht Andreas für die nächsten Stationen in seinem Leben alles erdenklich Gute, viel Gesundheit und Ruhe, und sonntags stets ein paar freie Stunden, um den Teams der Kreisstädter im ETS-Stadion Süd die Daumen zu drücken. Der Ball, den er angestoßen hat wird, weiterrollen.
Bildzeile: Besonders die RWU-Fußballdamen danken Andreas Weiß, denn der Aufstieg in die Bezirksliga mit Spielerinnen aus dem eigenen Jugendbereich ist eindrucksvolles Zeugnis der Arbeit eines ganzen Jahrzehnts / Foto RWU.

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