Corona beherrscht auch den Kreis-Staffeltag

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Fußball: Fragen über Fragen. Die taten sich beim Staffeltag des Fußballkreises Unna/Hamm auf. Themen zu Corona und zum Spielbetrieb nahmen einen Großteil der mehr als zweistündigen Versammlung ein, zu der mehr als 60 Vereinsvertreter – erlaubt war nur ein Vertreter pro Verein – in der Aula des Bönener Marie-Curie-GymnasiumsSchulzentrum erschienen waren.

Kreisvorsitzender Michael Allery bekannte gleich bei seiner Begrüßung, dass „uns Corona alle kalt erwischt hat.“ Er zeigte die Unsicherheit bei der Pandemie für die Sportvereine auf, wollte alle Kommunen im Kreis  – „von fünf entscheiden vier unterschiedlich“ – an einen Tisch bringen, um einheitliche Regelungen herbeizuführen. Vergebens. „Die Verantwortung wurde hin und her geschoben, Komunen auf Fachverbände und wieder zurück“, blickte er zurück. Jetzt soll einvernehmlich folgende Regelung beachtet werden: Es gilt die allgemein Hygiene-Schutzverordnung des Landes NRW, aber die Vereine sollen jeweils von den gastgebenden Clubs bis Donnerstag vor dem Spieltag nochmals dieses Konzept zugeschickt bekommen.

In die Richtung Corona-Pandemie thematisierte auch Wilfried Busch, Geschäftsführer des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) in seinem Gastvortrag. Sein Standpunkt, „wir können nicht Gesundheit, wir können Fußball“ und appellierte an die Vereine, die Hygiene-Konzepte einzuhalten. Zudem wies er auf die Möglichkeiten hin, Informationen zu Corona auch über die Corona-Hotline, über E-Mail-Verkehr und über die Homepage beim Verband einzuholen. Im übrigen existiere eine neue Schutzverordnung mit einem Strafenkatalog des Landes NRW. Aus den Fragen einzelner Versammlungsteilnehmer wurde deutlich, dass es für einige Corona-Situationen noch nicht verbindliche Antworten gibt. Busch ist Vorsitzender eines kleinen A-Kreisligisten im Solinger Raum und kennt von daher die Probleme der hiesigen Kreisvereine.

Fragen gab es auch zum Spielbetrieb. Ob es um die Einstellung von Fotos über die Spielberechtigungsliste (ein Muss ab 1. Januar 2021), worauf die Passkontrolle entfällt, Ersatzspieler, Spielsperren statt Wochensperren oder die Wechselperiode von Spielern ging, Holger Bellinghoff, FLVW-Vizepräsident, und auch Thorsten Perschke, Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses, gaben entsprechende Antworten. So soll laut Perschke das viel diskutierte Handspiel unterhalb der T-Shirtlinie nur noch geahndet werden.

Bildzeile: Pokalspielleiter Ulrich Ritter (Mitte mit Pokal) nahm die Ehrungen der Halbfinalteilnehmer des jetzt erst abgeschlossenen Krombacher-Kreispokals vor.

Ehrungen gab es für die Krombacher-Kreispokal-Halbfinalisten, deren Wettbewerb erst kürzlich mit den Finals abgeschlossen werden konnte.
Unter dem Punkt Verschiedenes wurde bekannt, dass die Kreis-Geschäftstelle im SportCentrum Kaiserau Ende des Jahres gekündigt wurde und Vorstandssitzungen zukünftig vermehrt bei Vereinen durchgeführt werden sollen.
Angesichts ausbleibender Einnahmen während der Corona-Krise musste auch der Rotstift angesetzt werden. So wurden Schulungsabende, die Halbzeittagung und das Ehrenamtsfest gestrichen.

Ganz besonders am Herzen, und er gab das den Vereinsvertretern mit auf den Nachhauseweg, lag Michael Allery der Umgang miteinander. „Wenn Kritik sachlich rübergebracht wird, ist das okay. Ein gegenseitiger Anstand sollte geboten sein. Nur so können wir vernünftig zusammenarbeiten.“

Bildzeile: FLVW-Geschäftsführer Wilfried Busch (re.) referierte zur Corona-Problematik. Links daneben sitzend der Kreisvorstand.

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