“Cobras” müssen in Halbzeit zwei einen Klassenunterschied feststellen

Handball-Oberliga SuS Oberaden – TSG AH Bielefel     d 21:33 (13:16). Am Ende gab es für den Drittletzten Oberaden gegen den Tabellenzweiten aus Bielefeld nichts zu holen. Es war vor allem im zweiten Durchgang doch ein Klassenunterschied festzustellen, der sich den Zuschauern in der Römerbergsporthalle bot.

Dabei begann die Partie für den SuS verheißungsvoll. 2:0 führte die Mannschaft von Spielertrainer Alexandros Katsigiannis, musste zwar schnell den Ausgleich hinnehmen, legte aber bis zum 9:9 (18.) immer einen Treffer vor. Erst nachdem die Gäste Fabian Ullrich ins Tor stellten, wendete sich das Blatt. Er war es dann auch, der ein wenig die Wende einleitete. Bei der ersten Führung seines Teams (11:10) parierte er einen Siebenmeter und den sich daraus ergebenden Nachwurf und gab so seinen Mannschaftskameraden die Gelegenheit auf 12:10 zu erhöhen. Nach einem Team-Timeout stellte „Alex“ zusammen mit Mats-Yannik Roth, der den fehlenden Co-Trainer Stefan Schichler vertrat, die Deckung um und beorderte Fabian Lauber auf die offensive vorgezogene Position. Das fruchtete am Anfang auch und die „Cobras“ konnten bis zum 13:13 ausgleichen. In den letzten zwei Minuten schlichen sich dann aber Unkonzentriertheiten sowohl im Angriff als auch in der Deckung ein, was der TSG einen vorentscheidenden Vorsprung verschaffte.

Nach dem Seitenwechsel war es Altenhagens Maximilian Schüttemeier, der dem SuS innerhalb von wieder zwei Minuten drei Treffer einschenkte, so dass das Schicksal des Aufsteigers nach 32 Minuten beim Stand von 13:19 besiegelt war. Gerade in der zweiten Hälfte traten dann die schon aus mehreren Spielen bekannten Unzulänglichkeiten auf: schlechte Chancenverwertung und eine Reihe von technischen Fehlern. Der Gast, der durch die Niederlage von Nordhemmern wieder Morgenluft in Bezug auf die Meisterschaft wittert, nahm die Geschenke dankend an und konnte durch Julius Hitz viele Tempogegenstöße verwandeln. Dabei war der auch vom Trainer so bezeichnete beste Oberadener, Torhüter Börge Klepping, der nach 22 Minuten den unglücklich agierenden Marvin Makus ablöste, machtlos. Im aufgebauten Bielefelder Angriff schaffte es die Defensive der Grün-Weißen nicht, die beiden Kreisläufer in den Griff zu bekommen, bzw. die Anspiele an den Kreis zu verhindern.

Entsprechend enttäuscht war Oberadens Spielertrainer, der gesundheitlich angeschlagen ins Spiel ging. „Wir spielen die erste Viertelstunde vorne hervorragend, konzeptionell, ganz ruhig und diszipliniert lange Angriffe. Dann aber bekommen wir in den letzten zwei Minuten der ersten und den ersten zwei der zweiten Halbzeit sechs Gegentore. Das tat weh. Es muss mehr kommen, das ist einfach zu wenig gegen solche Gegner. Altenhagen hat in der zweiten Halbzeit aber sehr souverän gespielt.“

Am nächsten Samstag (19.30 Uhr) hat Oberaden dann ein ähnliches Kaliber vor der Brust, denn dann geht es zum aktuellen Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen II, der punktgleich mit Altenhagen nur noch zwei Zähler von der Tabellenspitze entfernt ist.

SuS: Makus (1. – 22.), Klepping (ab 22.); Lauber (2), Hajduk, Noe, Herold (3), Katsigiannis (3), P. Stennei (5), Maschewski, Braach, B. Stennei (2), Holtmann (1), Roßfeldt (1), Wagner (4).

Bild: Nur in den ersten 18 Minuten konnte Oberaden – hier mit Fabian Lauber am Ball – dem Tabellenzweiten Bielefeld Paroli bieten, danach war man mehr und mehr chancenlos.

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