„Cobras“ landen wichtigen Sieg in Schwelm

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Handball Verbandsliga: TG RE Schwelm – SuS Oberaden I 29:33 (12:17). Einen ganz wichtigen und nach den letzten beiden klaren Niederlagen nicht unbedingt erwarteten Auswärtssieg landete der SuS Oberaden am Sonntagabend in Schwelm. Nur mit einem kleinen Kader angereist und einer Schwächeperiode in der zweiten Hälfte, schafften es die „Cobras“ doch, sich bei der „Roten Erde“ durchzusetzen. „Es muss nicht immer ein Nachteil sein, mit einem kleinen Kader zu spielen. Das habe ich schon öfter erlebt“, so der glückliche Spielertrainer Mats-Yannick Roth nach dem Spiel und dem siebten Saisonsieg. So musste der Rückraum mit dem überragenden Halblinken und sonstigem Abwehrspezialisten Lukas Noe, Mittelmann Till Stock und dem Halbrechten Fabian Lauber fast 60 Minuten durchspielen. Zu dieser Achse kam als weiterer Pluspunkt Kreisläufer Bastian Herold.

Die Partie blieb bis zum 4:4 ausgeglichen, dann aber setzten sich die Gäste bis zur 21. Minute auf 14:7 ab. Das lag unter anderem daran, dass der SuS dieses Mal wenig Ballverluste zu verzeichnen hatte und Schwelm so kaum zu Gegenstoßtoren kam. Aus der stabilen 6:0-Deckung heraus konnten besonders Fabian Lauber und Nico Wagner selber Kontertore erzielen. Allerdings beschlich den Trainer bei dem Spielstand ein mulmiges Gefühl, denn auch im Hinspiel hatte seine Mannschaft gegen diesen Gegner damals mit 7:1 geführt.

In der zweiten Hälfte sah es dann danach aus, als sollten sich seine Befürchtungen bewahrheiten, denn Schwelm verkürzte Tor um Tor. „Da haben wir einfach zu viele doofe Fehler gemacht und da schließe ich mich auch nicht aus“, so der selbstkritische Coach. Nach 52 Minuten war der Ausgleich zum 26:26 hergestellt. „In den vergangenen Wochen wären wir danach auseinandergefallen.“ Diesmal war es anders. Der neue Tabellenneunte raffte sich wieder auf und erspielte sich innerhalb von sieben Minuten erneut einen Fünftorevorsprung (32:27).

Jetzt kommen für den SuS Oberaden in den nächsten drei Spielen die Wochen der Wahrheit, denn es geht gegen drei Mitkonkurrenten aus dem Keller: Recklinghausen (H), OSC Dortmund (A) und Riemke (H). „Ich gehe davon aus, dass jetzt jede Woche eine Mannschaft von unten gegen eine aus der Spitze gewinnt, weil Bommern einfach zu weit weg ist und der zweite, dritte, vierte Platz keine große Bedeutung mehr hat“, vermutet Roth.

SuS Oberaden I: Makus, Schäfer (bei einem 7m); Lauber (7/2), Noe (6), Herold (8), Roth (1), Schichler, Holtmann, Wagner (5), Müller (1), Stock (5).

Bildzeile: Die SuS-Trainer Mats-Yannick Roth und Stephan Schichler geben ihren Mitspielern noch letzte Anweisungen vor dem Anpfiff in Schwelm. Sie haben offensichtlich gefruchtet.

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