„Cobras“ blamieren sich nach der Pause gewaltig

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Handball, Verbandsliga Männer: SuS Oberaden – Ahlener SG 26:37 (15:13). Die „Cobras“ haben das richtungsweisende Spiel am Samstagabend in der Römerberg-Sporthalle verloren – und müssen sich nach den Niederlagen in Herne und Zuhause gegen die Ahlener SG II wohl eher nach unten orientieren. Die katastrophase zweite Halbzeit gibt dazu berechtigten Anlass.

Zwei Gesichter zeigte der Oberadener Verbandsligist gegen Ahlen. Die erste Halbzeit war die klar bessere und die Pausenführung von 15:13 ließ eigentlich ein positives Ergebnis am Ende auch erwarten. Doch es kam anders, ja schlimm. Alle Handball-Tugenden hatten die SuS-Spieler offenbar in der Kabine gelassen. Unverständlich dieser Leistungsabfall. Nichts klappte mehr und Trainer Mats-Yannick fand angesichts der katastrophalen Vorstellung seiner Mannen keine Erklärung nach Spielschluss. Er musste von der Bank aus mit versteinerter Miene verfolgen, wie seine Mannschaft Fehler über Fehler vorne wie hinten machte, sich Gegentor um Gegentor einfing. Die Pausenführung war schnell dahin und nach 48 Minuten stand es gar 18:28 und dann 22:30 (56.). SuS-Keeper Marvin Makus musste einen Ball nach dem anderen passieren lassen, ließ sich entnervt auswechseln. Zwar versuchten die rund 200 Zuschauer klatschenderweise die SuS-Spieler immer wieder zu pushen, doch die haben diese Anfeuerungen augenscheinlich gar nicht registriert. Am Ende eine Blamage. Enttäuschend!

SuS-Trainer Mats Yannick Roth: Wenn man die Spiele gegen Herne und Ahlen als Gratmesser nimmt. Das eine Spiel verlieren wir in Herne deutlich. Heute  verlieren wir die 2. Halbzeit mit 13 Toren. Dann ist klar, wo wir uns nun einzufinden haben. Natürlich liegt der Fokus jetzt darauf, dass wir drei Mannschaften hinter uns lassen müssen am Ende der Saison. Für uns gibt es heute keine schlechten Schiedsrichter,  keine schlechte Halle als Ausrede, das haben wir uns alle selber zuzuschreiben. Nichts hat in der  2. Halbzeit gezündet. Wir haben überhaupt keine Sicherheit reinbekommen. Die Fehlerquote war vorne zu hoch und dann fehlt ein Spieler, der für eine Trendwende im Spiel sorgen kann. Das fehlt momentan. Eine Erklärung, warum das kollektiv so schlecht war, alle da so untergehen,  habe ich nach dem Spiel (noch) nicht.

SuS: Makus, Vetter; Lauber, Hajduk, Herold, Rodefeld, Dittrich, Mosch, Stock, Holtmann, Kurr, Leniger, Vehring, H. Schuchtmann.

Bildzeile: Die SuS-Abwehr glich in der 2. Halbzeit einem „offenes Scheunentor“. Kaum etwas klappte und sie wurde immer öfter von Ahlen ausgespielt.

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