Coachingzone, Folge 1: Das 4-4-2

Coachingzone, Folge 1: Das 4-4-2

Coachingzone, Folge 1: Die „Coachingzone“ (im Regelwerk auch Technische Zone genannt) ist ein abgegrenzter Raum außerhalb des Spielfelds bei Fußballspielen in dem sich Trainer, Betreuer und Ersatzspieler aufhalten dürfen. Bei Sportkreisunna ist die Coachingzone ab sofort das Terrain von Trainer und SKU-Fachmann Marc Woller, seines Zeichens Trainer-Assistent beim heimischen Westfalenligisten SV Holzwickede. In seiner Coachingzone wird der renommierte Fachmann euch ab sofort regelmäßig über taktische Variationen und Finessen sowie verschiedenste Übungs- und Trainingsformen auf dem Laufenden halten. Von einfachen Aufwärm- oder Passübungen bis hin zu komplexen Abläufen und Spielformen: Marc Woller nimmt sich für euch Zeit und gibt einen kleinen Einblick wie beim klassenhöchsten heimischen Fußballteam gearbeitet wird.

Marc Woller nimmt sich heute für euch das 4-4-2-System mit seinen Variationsmöglichkeiten in Defensive und Offensive vor. Dazu gibt es eine einfache Passübung, die sich zur Ballgewöhnung als auch zum Warmmachen eignet und im Prinzip in keiner Trainingseinheit fehlen sollte.

Systemcheck: Das 4-4-2 (flach)

Das  4-4-2  in seiner Grundform ist ein sehr  kompaktes System. Spielt man es „flach“, also in zwei Linien, kann man den Spielaufbau des Gegners durch zwei hintereinander stehende„Mauern“ zermürben. Durch dynamisches Anlaufen des ballnahen Spielers und wieder zurückweichen in die Position, entstehen dem Gegner kaum Räume oder Gassen zum Spielaufbau. Man sollte seine Aufstellung so wählen, dass Spieler in der zweiten Reihe agieren, die gut antizipieren können und die einen gewaltigen Schuss, Dynamik und Aggressivität  besitzen, um durch ständiges Anlaufen der ballführenden Spielers Unruhe bei dem Gegner hervorzurufen.

Möchte man aber nach erfolgreicher Balleroberung selbst erfolgreiche Kombinationen nach vorne generieren, hat man das Problem der fehlenden Anspielpunkte im Offensivbereich. Es fehlen gestaffelte Stationen im Bereich des Mittelfeldes, die die Stürmer in erfolgsversprechende Situationen freispielen könnten. In dieser Ausrichtung sollte man seine Mannschaft so einstellen, dass die äußeren Mittelfeldspieler in die Offensivaktionen miteingebunden werden. Das 4-4-2 ist aber nicht nur flach zu sehen, es kann auch variabel offensiv angeordnet sein. Dadurch steht man gestaffelter im Mittelfeld und kann effektiver Angriffe starten, je nach eigenen taktischen Ideen und der jeweiligen Ausrichtung des Gegners.

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Den vom Gegner entfernten Fuß anspielen 

Bekannt ist diese Übung zum Aufwärmen bzw. zur Ballgewöhnung. Passen, klatschen lassen und diagonal spielen im Rechteck. Habt ihr diese Übung schon einmal erweitert mit einem passiven Gegenspieler? Dadurch schult ihr das genaue Anspielen auf den starken Fuß des Mitspielers.

 

Woller Skizze

Ablauf :

1. Passrundlauf

A passt zu B, B macht eine Auftaktbewegung und lässt den Ball wieder auf A klatschen. A passt nun diagonal auf C. C lässt jetzt auf B klatschen, B passt diagonal auf D usw. fortlaufend. Jeder Spieler wechselt nach jeder Aktion eine Position weiter (hinter dem Hütchen laufen).

2. Mit passiven Gegenspielern

Nun wird an den Positionen B, C, D jeweils ein passiver Gegenspieler postiert. Er positioniert sich so, dass er in Richtung Passgeber schaut. Bevor A den Pass spielt, macht B eine kurze Auftaktbewegung und läuft vor/um den Gegenspieler. Jetzt passt A in den  Fuß von B der am weitesten vom Gegenspieler entfernt ist (Gegenspieler an der rechten Schulter: linken Fuß anspielen). B lässt klatschen und A spielt wieder Diagonal auf C, gleiche Abläufe wie bei der Vorübung.

Ziel

Hier schult man seinen Mitspieler so anzuspielen, dass er bei Gegnerkontakt im Rücken den Ball besser Abschirmen kann.

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