Bulldogs schaffen Klassenerhalt – Letztes Spiel in Neuss

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Eishockey: Dem Königsborner JEC gehen so langsam die Spieler aus. Mit André Kuchnia und Michal Borovansky hat man so schon zwei Dauerverletzte, nun gesellte sich Tim Schneider mit einem Jochbeinbruch am Freitag dazu. Gegen Netphen folgte dann Patric Schnieder, der sich bei einem Kniecheck wohl das Innenband im Knie gerissen hat.

Zuvor sorgte Schnieder jedoch noch für die 1:0-Führung der Bulldogs. Kurz darauf dann die besagte Szene, nach der er vom Eis getragen werden musste. Die daraus resultierende fünfminütige Überzahl konnte jedoch nicht genutzt werden. Erst kurz vor der Pause dann endlich das 2:0, erfolgreich war diesmal Schahab Aminikia. Dann der nächste Schock: Thomas Branz streckte seinen Gegenspieler unfair nieder, dieser blieb liegen. Der Netphener Stürmer zeigte sich jedoch als fairer Sportsmann und verzichtete auf eine große Schauspieleinlage, so dass Branz „nur“ eine 2+10 Strafe bekam.

Direkt zu Beginn des zweiten Drittels nutzten die Gäste diese Überzahl jedoch und verkürzten auf 2:1. Zwar konnte kurz darauf Lars Gerike mit einem Alleingang das 3:1 erzielen, mit einem Doppelpack meldeten sich die Gäste, die nach der Spieldauerstrafe zu Beginn nur noch mit neun Spielern agieren konnten, zurück und glichen aus. Auch das 4:3 durch Schahab Aminikia in der 34. Minute brachte keine Pausen-Führung, da die Gäste in der 37. Minute erneut ausgleichen konnten. Trainer Galonska musste zwischenzeitlich auf Grund der Verletzung von Schnieder und der 10-Minuten-Strafe von Branz umstellen. Nun agierte der zuletzt lange Zeit verletzte Francesco Lahmer wieder in der Verteidigung, vorne stürmte der kleine Pascal Heitmann, der auf Grund eines Juniorenspiels nun seinen vierten Einsatz in vier Tagen hatte.

Im letzten Drittel lief es immer noch nicht rund. Tore fielen erst wieder in der Schlussphase. Zunächst sorgte Milan Vanek in der 54. Minute für die Führung der Bulldogs, Schahab Aminikia nutzte einen Konter über Daniel Roosen dann drei Minuten später zum 6:4. Doch die Gäste gaben nicht auf und kamen in der 59. Minute erneut ran. Die Befreiung dann nur wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff, als Milan Vanek mit dem 7:5 für die Entscheidung sorgte.

Mit 39 Punkten kann man nun nicht mehr aus den Top 4 verdrängt werden und hat somit den Klassenerhalt sportlich gesichert. So können nun die Planungen für die kommende Saison beginnen.

Am Donnerstag reisen die Bulldogs zum letzten Spiel nach Neuss, wo man um 20 Uhr antritt. Nach den neueren Verletzungen und dem beruflichen Fehlen von Daniel Roosen stehen Trainer Daniel Galonska wohl erneut nur sehr wenige Akteure zur Verfügung. Lediglich der zuletzt gesperrte Jakub Krätzer kommt zurück in den Kader. Im Anschluss an das Spiel verabschieden sich die Spieler in die Sommerpause.

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