Box-Westfalenmeisterschaften 2020: Zwei Vizemeister und Aussicht auf mehr für den PSV Unna

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Boxen: Spitzensport mit spannenden Kämpfen und einer tollen Atmosphäre in der Hellwegsporthalle. An zwei Tagen besuchten rund 400 Fans die Westfalenmeisterschaften der Männer und Frauen im Boxen und sorgten für gute Stimmung. Insgesamt wurden 36 Kämpfe vom Federgewicht bis zum Superschwergewicht ausgetragen. Boxer und Boxerinnen von 22 Vereinen aus ganz Westfalen kamen zum Einsatz. Damit stand das vergangene Wochenende ganz im Zeichen des Boxens.

Bei dieser großen Boxveranstaltung handelte es sich jedoch nicht nur um ein sportliches Highlight im Kreis Unna, sondern bot auch den passenden Rahmen für die Boxabteilung des PSV Unna, das 25-jährige Bestehen zu feiern. Klaus Krajewski, Trainer und Abteilungsleiter beim PSV Unna, begrüßte zu Beginn die angereisten Teams sowie alle Boxinteressierten und äußerte seine besondere Freude darüber, die diesjährige Westfalenmeisterschaft im Jubiläumsjahr ausrichten zu dürfen. Er dankte auch den Unterstützern, die die Ausrichtung ermöglichten. Auch der Bürgermeister der Kreisstadt Unna, Werner Kolter, nutzte diesen Anlass, um seine Begeisterung für das sportliche Engagement kund zu tun. „Ich freue mich sehr, dass der PSV Unna die Westfalenmeisterschaft 2020 ausrichtet und wünsche den Kämpfen einen spannenden Verlauf. Es ist ein gutes Zeichen für den Sport in Unna und insbesondere auch dem Boxsport“, so Werner Kolter.

Bei den insgesamt 36 Kämpfen in allen Gewichtsklassen traten auch die Unnaer Boxer Eugen Voytsekh (Superschwergewicht-C), Christian Krieger (Schwergewicht-B), Felix Düsenberg (Schwergewicht-A), Artur Ossowski (Halbschwergewicht B), Alexander Mierau (Mittelgewicht-C), Tommy Schafran (Mittelgewicht-B), Khalilullah Mohammadi (Mittelgewicht-C) und Komron Halimzoda (Mittelgewicht-C) an. Alle PSV Boxer zeigten sich durch die Trainer Anatoli Heckmann und Klaus Krajewski gut vorbereitet und boten spannende und technisch anspruchsvolle Kämpfe.

Bild: Alle PSV Boxer zeigten sich durch die Trainer Anatoli Heckmann (re.) und Klaus Krajewski gut vorbereitet und boten spannende und technisch anspruchsvolle Kämpfe.

Einige der PSV-Boxer mussten sogar zwei Kämpfe am Wochenende bestreiten. So beispielsweise der Mittelgewichtler bis 75 kg Alexander Mierau, der sich in seinen zwei Kämpfen gegen Abdelmadjid Zoulati vom SC Minden sowie Haco Göctas vom BC V. Bielefeld behauptete. Insbesondere mit seinem eindrucksvollen Halbfinalkampf, wo er die Ecke von Bielefelder zur Aufgabe zwang, macht ihn zum Favoriten für das Finale gegen Salah Zaza vom PSV Bochum nächste Woche in Münster.

Dramatische Kämpfe lieferte PSV Boxer Artur Ossowski. Im Männer Halbschwergewicht B bis 81 kg traf der Unnaer im Halbfinale zunächst auf Alex Decker vom BC V. Bielefeld. Beide Kämpfer begeisterten die Zuschauer mit einem bedingungslosen Gefecht aus der Halbdistanz. Dieses Duell konnte der Unnaer noch knapp für sich entscheiden. Sonntag ging es dann in einem vorgezogenen Finale gegen den ehemaligen 2-fachen Deutschen Jugendmeister David Bejenaru vom BZ Münster. Es wurde ein harter Kampf um den Titel mit wirkungsvollen Schlagwechseln, bei dem die Spannung bei den zuschauenden Boxfreunden bis ins Unermessliche stieg. Am Ende siegte Bejanaru nach Punkten und Artur Ossowski holte den 1. Vizetitel nach Unna.

Auch Christian Krieger Schwergewicht B bis 91 stieg für den PSV Unna zweimal in den Ring. Seinen Halbfinalkampf bestritt der Unnaer gegen Georgi Glunchadze vom Wittener BS. Der Wittener erwies sich als harter Gegner, der selbst nach mehreren Treffern mit Schlagwirkung und zweimaligen Anzählen nicht aufgab. Am Ende qualifizierte der Unnaer mit einem deutlichen Punktsieg für das vorgezogene Finale am zweiten Veranstaltungstag. Hier traf er auf Mike Maniera vom MBR Hamm. Anfangs überzeugte der Unnaer noch durch gezielte Wirkungstreffer, verlor jedoch im weiteren Kampfverlauf die gerade Linie. In der 2. Runde erwischte der Hammer den Unnaer nach einem Schlagwechsel am Kinn. Von diesem Treffer konnte sich der Unnaer nicht schnell genug erholen, woraufhin der Ringrichter den Kampf beendete. Sieger und Westfalenmeister im Schwergewicht B Mike Maniera vom MBR Hamm. Christian Krieger holte damit den 2. Vizetitel am letzten Veranstaltungstag.

Khalilullah Mohammadi gegen Abdullah Kacar vom BC Heros Lengerich sowie auch Komron Halimzoda gegen Salah Zazar vom PSV Bochum mussten sich im Viertelfinale im Männer Mittelgewicht C nach überzeugender Leistung höchst umstritten nach Punkten geschlagen geben. Hier konnte man von einem Fehlurteil gegen die Unnaer Boxer sprechen.

Knappe Niederlage auch für den Unnaer Tommy Schafran im Mittelgewicht B.-Nach einem guten Kampf auf Augenhöhe gegen Dario Gebauer vom Dortmunder BS konnte der Dortmunder das Punktgericht mit seinem offensiveren Boxstil überzeugen.

Pech hatte Felix Düsenberg im Männer Schwergewicht A gegen Tim Vogt vom BC 23 Münster. Der Unnaer führte in den ersten beiden Runden souverän und befand sich schon auf der Siegerstraße bis er zu Anfang der dritten Runde nach einem Infight einen schweren Treffer am Auge erlitt. In der Sicht eingeschränkt musste er die dritte Runde deutlich an den Münsteraner abgeben. Das Punktgericht erklärte mit 3:2 Richterstimmen dann Tim Vogt zum Sieger.

Im letzten Kampf der Veranstaltung gewann Eugen Voytsekh Superschwergewicht-C eindrucksvoll und vorzeitig in der ersten Runde gegen Bastian Wewers TV Vreden. Damit sorgte er für einen gelungen Abschluss für den PSV Unna und trifft im Finale in Münster auf Samuel Abdelfolabi vom Dortmunder Boxsport.

Insgesamt konnten 2 Vizetitel nach Unna geholt werden sowie zwei Qualifikationen für die Finalkämpfe am kommenden Wochenende in Münster. Die Trainer Anatoli Heckmann und Klaus Krajewski zogen insgesamt ein positives Fazit vom Abschneiden der Unnaer Boxer. Alle haben sich gut eingestellt präsentiert und guten Sport geboten. Ein Wochenende, wo in Unna hochklassiger Sport geboten wurde. Der WABB Verband lobte die hervorragende Organisation und die Veranstaltungsstätte.

Bild: Eugen Voytsekh (li.) gewann im Superschwergewicht-C eindrucksvoll, sorgte er für einen gelungen Abschluss für den PSV Unna und steht im Finale der Westfalenmeisterschaften in Münster.

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