Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen hat deutlich zugenommen – Medienkonsum gestiegen

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Allgemein: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verharrt der organisierte Freizeit- und der Vereinssport seit November – wie im Frühjahr – bewegungslos im Lockdown. Diese Situation wird sich bis Ende Januar und möglicherweise darüber hinaus nicht ändern. Der Deutsche Olympische Sportbund sieht „die Gefahr von massiven und teilweise irreparablen Schäden an unserem Sportsystem“.

Der Sport-Lockdown hat aber auch Konsequenzen für die Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche. Eine Studie am Universitätsklinikum Münster hat ergeben, dass Sport und Bewegung bei Heranwachsenden im Regierungsbezirk Münster dramatisch eingebrochen sind. „Wir haben festgestellt, dass die körperliche Aktivität bei den befragten Jugendlichen in der Zeit der Kontaktbeschränkungen im April dieses Jahres signifikant abgenommen hat. Die Gruppe derjenigen Kinder, die sich in dieser Zeit fast gar nicht mehr bewegt haben, hat sich auf zirka 25 Prozent verfünffacht. Parallel hat der Medienkonsum signifikant zugenommen. Etwa 45 Prozent der Jugendlichen hatten im Untersuchungszeitraum eine tägliche Bildschirmzeit von mehr als acht Stunden. Vor der Pandemie galt dies für etwa 20 Prozent der Jugendlichen“, so heißt es in der Studie.

Bildzeile: Der Bewegungsdrang der Kinder ist im Lockdown vorerst gestoppt worden / Foto FLVW

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