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BWB Berlin Deutscher Meister der Werkstätten für behinderte Menschen

BWB Berlin Deutscher Meister der Werkstätten für behinderte Menschen

Gelungenes Turnier im SportCentrum Kamen-Kaiserau

 Behindertenfußball: Im achten Anlauf hat es endlich geklappt. Die Berliner Werkstätten für Behinderte sind neuer Deutscher Meister der Werkstätten für behinderte Menschen.  Drei Mal war der Berliner Meister bereits Vize. „Jetzt waren wir einfach dran“, freute sich Trainer Michael Kürten mit seinen Jungs. Im Finale besiegten die Berliner im SportCentrum Kamen-Kaiserau  die ZOAR-Werkstätten Kaiserslautern 3:1. „Wir sind mit fast der gleichen Mannschaft wie im Vorjahr aufgetreten, wo wir Zweiter waren,  haben ein Jahr lang hart gearbeitet und wurden jetzt endlich belohnt.“

Im letzten Jahr waren die Berliner den Werkstätten Oberrad Frankfurt noch unterlegen. Im diesjährigen Finale machten sie alles besser, erzielten drei sehenswerte Tore und waren nach dem Schlusspfiff überglücklich. Die Mannschaft wirkte eingespielt, was nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, dass sie in Berlin im Ligabetrieb steht und dort auch die Meisterschaft gewann. Platz drei sicherten sich  mit 4:2 im „kleinen Finale“ die Kappelner Werkstätten gegen die Elbe-Werkstätten Hamburg.

„Es war ein tolles Turnier“, befand Martin Berg, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), bei der Siegerehrung, der besonders dem ausrichtenden Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) für „vier erlebnisreiche Tage im SportCentrum Kamen-Kaiserau“ dankte. Wolfgang Watzke, Geschäftsführer der Sepp Herberger-Stiftung im DFB, sah „ein gelungenes Turnier mit einem gesteigerten Leistungsniveau.“  Oliver Kaczmarek, SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Unna, fiel im Berliner Reichstag ein Plakat von der Deutschen Meisterschaft in Kamen ins Auge und „da war es für mich sofort klar, dass ich da vor Ort sein wollte. Ich habe guten Fußball gesehen.“  Für Klaus Jahn, FLVW-Vizepräsident, waren die „Deutschen“ in Kaiserau ein Pflichttermin. „Ich habe sehr viel Dankbarkeit vernommen von den teilnehmenden Mannschaften. Sie haben sich im SportCentrum sehr wohl gefühlt.“ Uwe Steinebach, FLVW-Beauftragter für den Behindertenfußball , war angetan „von der Freude der Behindertenfußballer, wie sie sie bei der Sache waren“.

Die prominente Gästeschar schritt gemeinsam zur Siegerehrung, überreichte Pokale und Medaillen. Die große offizielle Meisterplakette, erstmals vom DFB verliehen, erhielt natürlich der Meister, die Berliner Werkstätten, überreicht. „Mit dieser besonderen Plakette will der DFB den besonderen Stellenwert der Deutschen Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen unterstreichen“, betonte Tobias Wrzesinski von der Sepp Herberger Stiftung des DFB. Er hatte die Turnierleitung inne und war mit dem Ablauf der viertägigen Veranstaltung sehr zufrieden.

Für Wolfgang Watzke, seit 13 Jahren Begleiter dieser Deutschen Meisterschaft, haben sich die Titelkämpfe großartig entwickelt: „Von diesem Turnier geht inzwischen ein Impuls an alle Werkstätten aus, Sport und Fußball zu betreiben – auch in Kooperation mit Vereinen.“ Deshalb hat die Sepp Herberger-Stiftung gemeinsam mit der BAG WfbM das Projekt „700 Vereine, 700 Werkstätten“ ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, dass bald alle Werkstätten, die mit einem Verein kooperieren möchten, auch einen solchen Kooperationspartner finden.  Bei der DM 2013 waren unter den rund 200 Behindertenfußballern aus den 16 Mannschaften immerhin schon 31 Kicker, die in Vereinen spielen. „Die Inklusion ist auf einem guten Weg.“ 

Endstand: 1. Berliner Werkstätten für Behinderte/Berlin; 2. Zoar-Werkstätten Kaiserslautern/Rheinland Pfalz; 3. Kappelner Werkstätten Kappeln/Schleswig Holstein; 4. Elbe-Werkstätten/ Hamburg; 5. HPZ Werkstätten Irchenrieth/ Bayern; 6. Peene Werkstätten Demmin /Mecklenburg-Vorpommern; 7. Integrationswerkstätten Niederlausitz Senftenberg/Brandenburg; 8. Haus der Lebenshilfe Dannenberg/Niedersachsen; 9. Westfalenfleiß Münster/Nordrhein-Westfalen; 10. Behinderten-Werk Main-Kinzig Gelnhausen/Hessen; 11. Lebenshilfe Ostfalen Hundisburg/Sachsen-Anhalt; 12. Niederschlesische Werkstätten Weißwasser/Sachsen; 13. St. Gallus-Hilfe Meckenbeuren/Baden-Württemberg; 14. Mühlhausener Werkstätten Mühlhausen/Thüringen; 15. Werkstatt Martinshof Bremen/Bremen; 16. WZB Spiesen-Elversberg/Saarland.

Bild: SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek (li.) und FLVW-Vizepräsident Klaus Jahn ehren den neuen Deutschen Meister, die Berliner Behinderten Werkstätten, im SportCentrum Kamen-Kaiserau.

 

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