„Aus Liebe zum Fußball“ von Gerd Kolbe jetzt auch online – Text für neue HSC-Hymne in Arbeit

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Fußball: Der Vortrag „Aus Liebe zum Fußball – Benno Elkan, Julius Hirsch, Wolfgang Polak,“ den der Fußballarchivar und Holzwickeder Gerd Kolbe anlässlich des Jahresthemas „1.700 Jahre jüdisches Lebe in Deutschland“ verfasst hat,  ist jetzt auf vielfachen Wunsch auch im Internet auf youtube präsent. Kolbe hat diesen vor kurzem gehaltenen Vortrag leicht gekürzt und mit zahlreichen Dokumenten und Fotos angereichert, sodass er nunmehr illustriert vorliegt und damit ergänzend einen interessanten Bilderbogen aus dem Leben der drei dargestellten Protagonisten beinhaltet. Zu sehen ist der Vortrag hier:

https://www.youtube.com/watch?v=Ai8S44LdvK8

Kolbe macht in einem Vortrag deutlich, wie jüdische Bürger die Kultur und das Leben in Deutschland uns insbesondere in der Stadt Dortmund mitgeprägt haben. Dazu gehört auch der Fußball. Im Mittelpunkt von Kolbes Ausführungen stehen drei jüdische Persönlichkeiten, deren Biografien sowohl mit dem Thema „Fußball“ als auch mit Dortmund verknüpft sind: Benno Elkan, Julius Hirsch und Wolfgang Polak.

Benno Elkan, Jahrgang 1877, geboren in der Brückstraße in einem ehemaligen Gebäude, wo heute das Konzerthaus steht, prägte den Dortmunder und auch Münchener Fußball auf besondere Art und Weise. Mit einigen Gleichgesinnten gründete er 1895 den Dortmunder FC 95, der später im TSC Eintracht Dortmund aufging, der damit Dortmunds ältester Fußballclub ist. Zudem ist er Gründungsmitglied des FC Bayern München.

Julius Hirsch, nach dem der DFB einen gleichnamigen Preis für Personen und Organisationen benannt hat, die in besonderer Weise ihre gesellschaftliche Position nutzen, um sich für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit einzusetzen, war der zweite jüdische Nationalspieler des Deutschen Fußball-Bundes. Sein tragischer Berührungspunkt zu Dortmund besteht darin, dass er 1943 von Karlsruhe über Stuttgart und Dortmund nach Auschwitz deportiert und dort von den Nazis ermordet wurde.

Wolfgang Polak, der langjährige Geschäftsführer und Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund, gehörte zu dem fünfköpfigen BVB-Vorstand, der 1974 den sportlich und finanziell extrem gefährdeten Verein vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahrte und den Club 1976 wieder in 1. Bundesliga führte.

Neues Projekt von Gerd Kolbe: Die neue HSC-Hymne

„HSV, Holzwickede, Du bist mein Verein“, so lautete die alte Vereinshymne der damaligen Spielvereinigung Holzwickede. Eingesungen wurde sie von engagierten Mitgliedern und Spielern – und mit Hilfe von Matthias „Katsche“ Kartner. Der echte Ohrwurm liegt allerdings jetzt im Archivar, nachdem der damalige HSV und die SG sich zum Holzwickeder SC (HSC) zusammengeschlossen haben. Und da ein gestandener Oberligist nun einmal eine Hymne braucht, hat Gerd Kolbe bereits gründlich nachgedacht und zum Stift gegriffen. Eine Textfassung liegt bereits vor. Die muss allerdings im Jahr 2022 noch vom Vorstand abgesegnet werden.

Bildzeile: Der Fußball- und BVB-Archivar Gerd Kolbe lebt in Holzwickede. Bei Vorträgen ist er, wie hier beim HSC-Adventsfenster, ein gern gesehener Gast. Aktuell arbeitet er mit an einer neuen Hymne für den Holzwickeder Sport Club. (Foto: Lasse Golek)

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