Auch zehn Zeitstrafen und drei Rote Karten bringen HCT-Damen nicht ganz aus dem Rhythmus

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Handball, Frauen-Oberliga: ASC Dortmund – HC TuRa Bergkamen 27:27 (13:13). Was schon im HVW-Pokalspiel vor wenigen Wochen geschafft wurde, nämlich in Dortmund zu gewinnen, wäre am Sonntag den TuRa-Damen fast wieder gelungen. Mit dem Unentschieden wurde es immerhin ein Teilerfolg. Wenn man die Umstände berücksichtigt, so hätte es eigentlich nur  einen Sieger geben dürfen – nämlich Bergkamen.

Rund 300 Zuschauer verwandelten die Aplerbecker Sporthalle in einen Hesenkessel. Doch davon ließ sich die junge Bergkamener Mannschaft wenig beeindrucken. Sie spielten ihr Spiel, setzte die Vorgaben von Trainer Ingo Wagner gut um. Die Folge: Der Gast lag eigentlich immer in Führung. 7:4 (16.), 10:5 (20.) und 13:13 zur Pause. Erst der zweite Gleichstand nach dem 12:12 in der 28. Minute.

Nach der Pause war die Wagner-Truppe weiter in der Erfolgsspur, führte 21:18 (45.), 25:22 (55.) und zwei Minuten vor Spielende immer noch noch, 26:24. Durch Zeitstrafen und drei Roten Karten – Rohlf 46. Minute, Holtsträter 55. Minute und Jaworski 57. Minute – wurden die TuRa-Damen ständig dezimiert, aus dem Rhythmus gebracht und doch konnte die junge Nina Julius den 27. Treffer 35 Sekunden vor Spielschluss erzielen. 15 Sekunden später Siebenmeter für Dortmund, den TuRa-Torfrau Andrea Waschke nicht parieren konnte. Am Ende ein Remis, dass sich aufgrund der Umstände eher als Sieg anfühlen darf.

HCT-Trainer Ingo Wagner: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Meine Mannschaft hat sich im Hexenkessel von der Atmosphäre nicht anstecken lassen und über 60 Minuten ein super Spiel hingelegt. Wir waren die bessere Mannschaft und sind dafür nicht mit zwei Punkten belohnt worden. Gegen uns sind zehn Zeitstrafen (für ASC vier) und drei Rote Karten verhängt worden, sodass wir in der Schlussphase teilweise nur zu viert auf der Platte gestanden haben. Das haben wir gut weggesteckt. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Zu den Schiedsrichtern sage ich nichts. Jeder, der das Spiel gesehen hat, wird sich seine Meinung gebildet haben.“

HC TuRa: Waschke, Holz 2, Mende-Kamps 4, Jaworski, Seehagen, Jackenkroll 3, Krogull 3, Axtmann, Julius 1, Rohlf 6, Holtsträter, Grünzig, Wagner 8/8.

Bild: Setzte alle acht Siebenmeter erfolgreich – Sandra Wagner

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