Auch ohne echte Spitze trifft der HSC einmal in Brünninghausen

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Fußball-Westfalenliga: Die Bilanz des FC Brünninghausen sprach eigentlich klar für den Tabellenzweiten. Immerhin hatte er fast die Hälfte seiner bisher 35 Punkte, nämlich 17, auf dem heimischen Kunstrasenplatz geholt. Doch davon ließ sich der Holzwickeder SC nicht blenden, lieferte gegen den starken Gegner erneut ein knappes Ergebnis ab – wie schon im Hinspiel zählte ein 1:0. Der Kopfball-Treffer von Sascha Grasteit bedeutete das Tor des Tages und bescherte seiner Mannschaft den siebten Dreier der Saison. Damit schob sich der HSC zwar auf Rang neun vor mit nunmehr 25 Pluszählern, aber der Abstand zum ersten Abstiegsplatz, den Wickede mit 22 Zählern einnimmt, beträgt nur drei Punkte. Überhaupt liegt das Mittelfeld noch ganz eng beisammen. Der Tabellenfünfte Olpe (27 Punkte) steht nur mit zwei Punkten besser da als der HSC. Ein weiterer Sieg am kommenden Sonntag im Montanhydraulik-Stadion gegen Wanne-Eickel, mit 24 Punkten ebenfalls noch in Nöten, würde Holzwickede einen weiteren Sprung machen lassen. Aber so weit ist die Peter-Truppe noch nicht.

Unter den rund 200 Zuschauern auf dem Kunstrasen am Hombruchsfeld in Brünninghausen war beim HSC-Anhang vor dem Anpfiff einhelliger Tenor, wonach man mit einem Remis hoch zufrieden gewesen wäre. Es kam anders, besser. In der 70. Minute köpfte Sascha Grasteit das Leder überlegt zum 1:0 für die Gäste ein, nachdem sich zuvor Sitki Üstün am rechten Flügel durchgesetzt und Sebastian Schmerbeck mustergültig zur Mitte geflankt hatte. Die Überraschung war perfekt und tat dem HSC angesichts der Ergebnisse auf dem meisten anderen Plätzen moralisch und tabellenmäßig mehr als gut.

Die Abwehr von Holzwickede, vor Wochenfrist beim 1:2 gegen Wickede noch unsicher, stand vor allem in der zweiten Halbzeit kompakt, als Brünninghausen seine Offensivbemühungen verstärkte. Heraus kam am Ende nur ein Aluminium-Treffer (75.), HSC-Schlussmann Tim Hohmann hielt seinen Kasten sauber. In der Nachspielzeit hatte Dennis Hense sogar die Möglichkeit zum zweiten Tor, aber  freistehend aus acht Metern traf er nicht.

Auffällig in Brünninghausen, dass der HSC ohne echte Spitze spielte, denn Krawietz saß 90 Minuten nur auf der Bank. Neuzugang Majka kam erst nach 78 Minuten, als sich Groenewold verletzt auswechseln lassen musste. Dafür stießen immer wieder Akteure aus dem Mittelfeld nach vorne. Rezgui und Abou-Saleh, vor der Saison für die Offensive geholt, spielten in der Reserve. Neuzugang Simon Naujoks kickte erstmals in der Dritten und war beim 2:4 gegen Königsborn II einmal erfolgreich.

Bild: Vor dem Anpfiff des Spiels in  Brünninghausen schwor sich der HSC noch einmal ein.

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