ASV wird Favoritenrolle gerecht

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Handball: Zum Ende einer kräftezehrenden Woche mit drei Partien ist der ASV Hamm-Westfalen beim Schlusslicht TuS Ferndorf mit 24:28 (13:14) in der Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die gesamte Partie gaben die Gäste den Ton an, verpassten es allerdings, gegen die erwartet kampfstarken Gastgeber frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. So blieb es bis zu den Schlussminuten spannend, erst dann erhöhte der ASV den Vorsprung auf sechs Tore, der in der letzten Minute in Unterzahl wieder auf vier Treffer schmolz.

Da Spitzenreiter VfL Gummersbach zeitgleich zuhause gegen Essen gewann, ist das nächste Spiel des ASV nun ein Spitzenspiel. Am Freitag, 12. November, empfangen die Westfalen (Anwurf 19:15 Uhr) den Tabellenersten als Dritter der Liga in der WESTPRESS arena – bei allerdings einem weniger absolvierten Spiel als die noch besser platzierten Essener. Doch mit dieser Folge des sechsten Spiels ohne Niederlage beschäftigte sich Trainer Michael Lerscht direkt nach der Partie noch nicht: „In der Historie war das immer schwierig, hier beim TuS etwas mitzunehmen. Wir freuen uns und sind sehr glücklich, dass das heute geklappt hat.“

Von Beginn an waren die Westfalen, die eine starke Mannschaftsleistung zeigten, hellwach. Schon nach gut fünf Minuten sorgte Gerrit Genz mit seinem Treffer für eine 1:4-Führung. Aber bis zur elften Minuten traf nur der TuS, der auf 4:4 ausglich. Ähnlich lief es nach dem 10:13 in der 23. Minute. Statt bis zur Pause ein dickeres Polster zu erspielen, ließen die Gäste, bei denen wie gegen Dresden am Mittwoch nur Matej Mikita wegen Sprunggelenksproblemen fehlte, den Tabellenletzten wieder ins Spiel kommen. Lukas Siegler glich in der 28. Minute erneut aus. Den letzten Treffer der Halbzeit erzielte Jan Pretzewofsky zum 13:14.

In der zweiten Halbzeit sollte es der insgesamt sehr abgeklärt wirkende ASV besser machen: Wieder gelang schnell eine Drei-Tore-Führung, Dani Baijens traf zum 14:17 in der 35. Minute. Danach gelang es zwar auch nicht, den Vorsprung weiter zu vergrößern – der ASV hielt den Gastgeber aber zumindest bis zu den Schlussminuten auf Abstand. Ab der 56. Minute sorgten die Westfalen dann doch für klare Verhältnisse: Genz, Marian Orlowski und Jan Brosch erhöhten auf 22:28. Somit feierte der ASV am Ende einen verdienten Favoritensieg.

Robert Andersson: „Unsere erste Halbzeit war vor allem in der Abwehr das Beste, was wir bisher gespielt haben. Klar machen wir sechs, sieben technische Fehler im Angriff. Das ist zu viel gegen so eine Mannschaft. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir sind da, wir werden immer besser.“

TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 24:28 (13:14).
TuS:
Hottgenroth, Rottschäfer – Strakeljahn (1), L. Schneider, Persson (1), Michel, Voss-Fels, Siegler (3), J. Schneider (4), Bornemann (3), Rüdiger (4), Koloper, ten Velde (5/4), Diebel (1), Duvancic (2).
ASV: Bozic, Storbeck – Genz (6), Huesmann (3/1), Brosch (2), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier (2), Pretzewofsky (3), Orlowski (6/3), Baijens (4), von Boenigk (2), Wieling
Schiedsrichter: Paulo Ribeiro, Pawel Fratczak
Zuschauer: 817.

Bildzeile: Gerrit Genz war in Ferndorf sechs Mal für den ASV erfolgreich / Foto ASV.

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