ASV und Ferndorf teilen sich die Punkte

Handball: Der ASV Hamm-Westfalen hat die Auswärts-Niederlagenserie in der Fremde gestoppt. Das 24:24 (11:11) beim TuS Ferndorf war der erste Punktgewinn nach zuvor drei Pleiten in der Fremde (Eisenach, Essen, Coburg). Der Aufreger des Spiels: Hamms Top-Torschütze Fabian Huesmann sah in der 21. Minute vom Schiedsrichtergespann Michael Kilp und Christoph Maier die Rote Karte. Der Vorwurf: Ein absichtlicher Wurf ins Gesicht des Ferndorfer Schlussmann Lucas Puhl bei einem Siebenmeter. ASV-Kapitän Jakob Schwabe sprang seinem Mitspieler zur Seite. „Ich habe nach dem Spiel mit ihm gesprochen, es war keine Absicht. Der Ferndorfer Torwart springt auch noch zur Seite, deshalb trifft er ihn“, meint Schwabe, der anfügte: „Die gesamte Mannschaft hat sich über die Rote Karte gewundert.“

Die Hausherren erwischten den besseren Start in das Spiel, auch wenn die Hammer durch Marten Franke (3.) zunächst in Führung gegangen waren. Doch anschließend zogen die Siegerländer bis auf 3:1 (Andreas Bornemann/8.) davon. Bis zur nächsten Führung der Gäste verging eine Viertelstunde, Merten Krings traf mit einem scharfen Schuss aus der Mitte zum 7:8.
Bis zum Pausenpfiff gelang es keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. Der treffsichere und gut aufgelegte Vyron Papadopoulos mit einem Doppelpack und erneut Franke markierten noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich, mit dem 11:11 ging es in die Kabine.

Wie bereits zu Beginn der Partie war erneut Ferndorf beim Wiederanpfiff die wachere Mannschaft. Unter anderem Ferndorfs treffsicherster Schütze Bornemann (acht Tore) sorgte für einen 15:12-Zwischenstand. Das schmeckte Rothenpieler offensichtlich gar nicht, es folgte eine Auszeit. Dennoch dauerte es bis zur 50. Minute, ehe dem ASV der Ausgleich (19:19) durch Sören Südmeier gelang. Dann begann das packende Finish. Der bundesligaerfahrene Patrick Weber egalisierte die Hammer Führung durch Papadopoulos zum 24:24. Beide Trainer nahmen noch einmal eine Auszeit, der ASV hatte drei Sekunden vor dem Ende Ballbesitz. Doch der Freiwurf musste tief in der eigenen Hälfte ausgeführt werden, ein Treffer gelang nicht mehr und die Sirene beendete das Hammer Gastspiel in Ferndorf.

„Wenn man den Spielverlauf betrachtet, können wir mit einem Punkt zufrieden sein. Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Wir haben im Angriff nicht zu unseren Bewegungen gefunden, wurde auch sehr aggressiv gedeckt. So bald wir unser Tempospiel aufziehen konnten, wurden wir stark. Daran gilt es anzuknüpfen“, so das Fazit von Schwabe. (mby)

Bild: Die Ferndorfer Abwehr blockte sehr aggressiv die Hammer Angriffsversuche / Foto Lothar Gudat.

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