ASV siegt in Bietigheim mit 25:20 – Fabian Huesmann mit dreizehn Toren überragend

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Handball Bundesliga ASV Hamm Fuerstenfeldbruck Fabian Huesmann letzter 7m

Handball: Dank einer der bisher stärksten Saisonleistungen hat der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend einen auch in der Höhe verdienten 20:25-Erfolg bei der SG BBM Bietigheim gefeiert. Mit 13 Toren war Fabian Huesmann überragender Offensivakteur der Gäste. Der Linksaußen profitierte dabei von einer insgesamt bärenstarken Abwehrleistung und einem in den entscheidenden Spielsituationen hellwachen Torwart Felix Storbeck.

Der ASV startete gut in die Partie, ließ aber zunächst noch einige Torchancen ungenutzt. So war es vor allem Storbeck, der einen Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße entschärfte und so für einen ausgeglichenen Start in der Sporthalle am Viadukt sorgte. Doch nach dem 3:3 in der 9. Minute gerieten die Gäste doch mit 6:3 bis zur 13. Minute ins Hintertreffen. SG-Kapitän Jan Asmuth brachte den Verlauf später auf den Punkt: „Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut in Angriff und Abwehr gespielt, haben aber zur Halbzeit nicht geführt.“ Denn in der Folge kämpfte sich der ASV zurück in die Partie. Jan Pretzewofsky, der für den verletzten Rechtsaußen Marten Franke in die Startformation gerückt war, beendete die Durststrecke der Westfalen und traf zum 6:4. Lerscht reagierte außerdem im linken Rückraum, brachte zunächst David Spiekermann für Marian Orlowski und wenig später auf der anderen Seite Jan von Boenigk für Gerrit Genz.

In der Folge war es aber dann Huesmann, der mit zwei Toren in Folge aus dem 7:5 ein Unentschieden machte. Die Gäste, bei denen neben Franke erwartungsgemäß auch Sören Südmeier fehlte, waren wieder in der Partie. Zwar legte Bietigheim wieder auf 10:7 vor, die Westfalen blieben aber unbeeindruckt. Entweder per Tempogegenstoß oder nach erfolgreichem Kreisspiel, das nur per Foul gestoppt werden konnte, und anschließend verwandeltem Siebenmeter traf Huesmann drei weitere Male in Folge – knapp fünf Minuten vor der Pause stand es so 10:10.

In der 29. Minute übernahm der ASV dann – Huesmann traf nun bereits zum siebten Mal an diesem Abend – mit 12:13 die Führung. Vier Sekunden vor der Pause gelang ihm dann sogar per Siebenmeter Tor Nummer acht – ohne einen Fehlwurf: Der ASV ging mit einem 13:14-Vorsprung in die Pause. Mit weniger Strafzeiten und einer insgesamt besseren Chancenausbeute hätte diese aus Sicht der Gäste sogar höher ausfallen können.

Im zweiten Abschnitt verlief die Partie dann ähnlich weiter: Storbeck hielt einen Siebenmeter, Huesmann verwandelte einen Tempogegenstoß. Der ASV baute dann durch Kreisläufer Jan Brosch die Führung sogar auf 13:16 aus und hätte erneut durch Brosch sogar auf vier Tore davonziehen können. Aber SG-Torwart Edvardsson, der insgesamt 16 Paraden und eine tolle Quote von 40 Prozent gehaltenen Bällen erreichte, verhinderte Schlimmeres aus Sicht der Hausherren. Die Gastgeber blieben bis zum 18:20 in der 49. Minute im Spiel.

Tolle Körpersprache und sehr starke Abwehrarbeit

Aber die Gäste wurden von Minute zu Minute stärker. Mit einer tollen Körpersprache und sehr starker Abwehrarbeit stellten sie die Gastgeber vor immer größere Probleme. Im Angriff bestraften die Westfalen zudem sehr konsequent die häufiger werdenden Fehler der SG-Spieler. Huesmann und Pretzewofsky erhöhten bis acht Minuten vor dem Ende auf 18:22 – die Partie war praktisch entschieden. Bietigheim versuchte zwar noch alles und agierte auch mit dem siebten Feldspieler, eine Wende gelang der SG aber nicht mehr. Nachdem Orlowski noch von 19:23 auf 19:25 erhöhte, sorgte der achtfache SG-Torschütze Christian Schäfer für den 20:25-Endstand. Überragender Offensivakteur war allerdings ein anderer: Fabian Huesmann brachte es am Ende auf 13 Treffer, fünf davon per Siebenmeter – und blieb dabei bis zum Ende ohne Fehlwurf.

Der am Ende klare Verlauf gab Michael Lerscht sogar noch die Möglichkeit, Nachwuchsmann Florian Schöße seine ersten Einsatzminuten in der 2. Handball-Bundesliga zu gewähren. Kurz vor dem Ende bot sich dem Rückraum sogar die Gelegenheit zum Torwurf, das erste Bundesligator sollte dem 24-Jährigen gegen den starken Edvardsson aber noch nicht gelingen.

Michael Lerscht: „Wir sind absolut glücklich hier am Viadukt gewinnen zu können, das zählt zu den schwierigsten Auswärtsaufgaben in dieser Liga. Nachdem uns zu Anfang vor allem Felix Storbeck noch im Spiel gehalten hat, haben wir hinten heraus toll gefightet.“

Weiter geht es für den ASV nun in gut einer Woche, dann empfangen die Westfalen am Samstag die Wölfe der DJK Rimpar in der WESTPRESS arena in Hamm.

SG BBM Bietigheim – ASV Hamm-Westfalen 20:25 (13:14)

SG: Edvardsson (16 Paraden), Lehmann – Vlahovic (2), Rentschler (1), Claus (2), Ohler, Schäfer (8, 1/3 7m), de la Pena, Urban, Dahlhaus (1), Link (3), Asmuth (1), Barthe (2), Boschen, Marcec, Fischer.
ASV: Storbeck (8), Wesemann – Genz (2), Huesmann (13), Beck Jorgensen, Brosch (1), Fuchs, Spiekermann, Rubino Fernandez, Schwabe (1), Krings (2), Pretzewofsky (3), Orlowski (2), Schöße, von Boenigk (1).
Schiedsrichter: Darnel Jansen, Lucas Hellbusch.
Zeitstrafen: SG 10 Min, ASV 10 Minuten.

Bildzeile: Überragwender dreizehnfacher Torschütze gegen Bietingheim – Fabian Huesmann / Foto Wegener/ASV.

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