ASV mit verdientem 32:26-Auswärtssieg in Coburg

228

Handball: Eine Leistung „nahe am Maximum“ hatte ASV-Trainer Michael Lerscht von seiner Mannschaft in Coburg im Vorfeld gefordert und sein Team sollte ihn nicht enttäuschen. Denn wie schon zuletzt in eigener Halle dominierten die Westfalen auch beim Erstligaabsteiger große Teile der Partie und setzte sich am Ende verdient mit 26:32 (12:15) gegen den HSC Coburg durch.

Offensiv waren die Gäste vor 1.311 Zuschauern von Anfang an im Spiel, in der Verteidigung tat sich der ASV gegen die neuformierte HSC, bei der zu Wochenmitte Brian Ankersen das Traineramt neu übernommen hatte, zunächst schwer. „Wir hatten da Probleme, ins Spiel zu kommen. Coburg hat das richtig gut gemacht. Aber ab der 15. Minute haben wir die schnellen Kreuzungen dann besser verteidigt und die Torhüterleistung kam dazu“, analysierte ASV-Kreisläufer Jan Brosch nach dem Spiel die Anfangsphase. So sollte das 10:9 durch Karl Toom in der 19. Minute die letzte Führung der Gastgeber sein. Gerrit Genz glich aus, ehe Markus Fuchs und Dani Baijens bis zur 25. Minute eine 10:12-Führung für die Westfalen herstellten. Vorne lief es weiterhin gut, hinten ließ die Abwehr weniger zu – was dennoch auf das Tor des ASV ging, wurde in Serie vom eingewechselten Vladimir Bozic entschärft.

„Die erste Halbzeit läuft so, wie wir es wollen. Wir führen 9:7 und hatten sogar noch Chancen, es weiter auszubauen. Aber als Hamm dann zurückkommt, haben wir den Einbruch“, meinte HSC-Coach Ankersen. Zu hoch war in der Folge das Tempo, in dem die Gäste ihre Angriffe aufbauten und dann sehr variabel vollendeten. Nach dem 12:15-Pausenstand drehte der ASV im zweiten Abschnitt sogar noch weiter auf, erarbeitete sich mehrfach Ballgewinne in der Abwehr. So stellte Sören Südmeier in der 37. Minute die 15:20-Führung her. Ankersen hatte genug gesehen – durch eine Auszeit und eine taktisch neue Variante des HSC in Form des konsequenten zusätzlichen Feldspielers im Angriff für seinen Torwart versuchte er den Lauf der Westfalen zu brechen. Diese Maßnahme sollte Wirkung zeigen – zumindest vorübergehend. Durch drei Treffer in Folge spielte sich Coburg auf 20:22 heran. Die HSC-Fans witterten eine Chance, das Spiel doch noch zu drehen.

Doch der ASV stellte sich auf die neue Situation ein, Jan von Boenigk und Marian Orlowski sorgten wieder für eine Vier-Tore-Führung die von Boenigk in der 47. Minute auf 21:26 erhöhte. Als dann noch der für einen Siebenmeter zurückgewechselte Felix Storbeck erfolgreich abwehrte und trafen Jan Pretzewofsky und Fabian Huesmann durch ihre Tore zum 21:28 bei noch gut zehn Spielminuten auf der Uhr vorentscheidend. Noch einmal versuchte Ankersen durch eine Auszeit Einfluss zu nehmen, mehr als eine zwischenzeitliche Verkürzung als auf vier Tore gelang der HSC aber nicht mehr.

„Wir sind megaglücklich und stolz, hier gewonnen zu haben. Wir haben heute eine sehr geschlossene Leistung gehabt, egal wie wir gewechselt haben, es hat funktioniert. Was wir beeinflussen können, hat gut funktioniert. Das Auswärtsspiel in Coburg ist eine hohe Hürde und wir freuen uns, dass wir sie genommen haben“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht, der in Coburg nur auf Matej Mikita aus privaten Gründen verzichten musste, nach der Partie, der von Ankersen die Glückwünsche entgegennahm: „Hamm hat heute hervorragend gespielt und verdient gewonnen. Wir haben uns das Ergebnis natürlich anders vorgestellt. Aber die Mannschaft hat nie aufgegeben, haben uns auch später fast zurückgekämpft. Wir haben noch viel vor. Wir werden mein Konzept weiterentwickeln, und es dann in einer Woche besser machen“, so Ankersen weiter.

HSC Coburg – ASV Hamm-Westfalen 26:32 (12:15)
HSC:
  Kulhanek, Jochens, Apfel – Preller (3), Fuß (4), Toom (3), Billek (4/1), Mubenzem (2), Juskenas (2), Schikora, Kurch (2), Grozdanic (4/1), Schröder (2), Bauer
ASV: Storbeck, Bozic – Genz (3), Huesmann (5/4), Brosch (5), Fuchs (2), Reimann, Engelhardt (1), Südmeier (3), Pretzewofsky (4), Orlowski (1), Baijens (5), von Boenigk (3), Wieling.
Zuschauer: 1.311
Schiedsrichter: Maria Ludwig, Jennifer Eckert.

Bildzeile: Starke Abwehrarbeit – der ASV verrichtete nicht nur im Innenblock – hier mit Jan Brosch (l.) und Markus Fuchs – wieder einmal bärenstarke Defensivarbeit / Foto Wegener/ASV.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.