ASV feiert 35:28-Heimsieg

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Handball: Am Ende einer kräftezehrenden Englischen Woche in der 2. Bundesliga hat sich der ASV Hamm-Westfalen vor allem dank einer starken Defensivleistung im zweiten Abschnitt am Samstagabend verdient mit 35:28 (16:16) gegen die DJK Rimpar Wölfe durchgesetzt. 1.093 Zuschauer waren in der WESTPRESS arena Augenzeugen davon.

Den Gästen war dabei beim dritten Auswärtsspiel in Folge im Spielverlauf immer mehr der Kräfteverschleiss anzumerken. Dies und eine starke Abwehr mit einem erneut glänzend aufgelegten Vladimir Bozic im ASV-Tor führten dazu, dass der Sieg am trotz ausgeglichener erster Halbzeit noch recht deutlich ausfiel. „Ich bin dennoch nicht unzufrieden. Wir haben lange ein gutes Spiel gemacht, am Ende fehlten uns die personellen Alternativen“, brachte es DJK-Trainer Julian Thomann auf den Punkt. Erwartungsgemäß stark spielte zunächst der Rückraum der Gäste auf, Patrick Schmidt traf im Spielverlauf zehnmal, Yonatan Dayan steuerte vier Treffer bei. Bis zur 22. Minute ärgerten die Gäste die favorisierten Westfalen erheblich, lagen bis dahin nach dem Treffer von Simon Baumgarten sogar mit zwei Toren in Führung. Michael Lerscht hatte genug gesehen und rief seine Spieler zur Auszeit zusammen. Hierbei monierte er vor allem das Defensivspiel – normalerweise eine Stärke des ASV. „Wir bekommen in 21 Minuten 15 Tore. Das ist einfach viel zu viel“, so Lerscht, der sich mehr Aggressivität wünschte. Und das sollte fortan deutlich besser funktionieren, in den verbleibenden neun Minuten bis zur Pause kassierte der ASV, bei dem nun Bozic für Storbeck im Gehäuse stand, nur noch einen Treffer.

Im zweiten Abschnitt sollte sich der Trend fortsetzen. Die Abwehr agierte viel beweglicher und erschwerte den Wölfen immer mehr den Torabschluss. So konnte auch Bozic deutlich mehr Würfe abwehren, als zuvor Storbeck, der es immer wieder mit komplett freien Würfen zu tun bekam. „Michael Lerscht hat das in der Pause schon sehr klar gemacht, worauf es im zweiten Abschnitt ankommt“, deutete Rückraum Marian Orlowski nach der Partie eine klare Kabinenansprache des Trainers an. Der ASV erspielte sich nach 17:17-Zwischenstand bis zur 36. Minute durch Jan von Boenigk und Dani Baijens eine 19:17-Führung, die sie anschließend nicht mehr abgaben. Im Gegenteil: Während Michael Lerscht personell bis auf den verletzten Matej Mikita alle Optionen zur Verfügung standen, musste Thomann sein Personal überwiegend durchspielen lassen. Die Folgen waren unverkennbar: Während die Westfalen aufs Tempo drücken könnten, kamen die Gäste in der Abwehr immer häufiger einen Schritt zu spät. So setzte Gerrit Genz am Ende in der 56. Minute mit seinem Tor zum 35:28 den Schlusspunkt unter die Partie und eine für alle Beteiligten anstrengende Woche.

Weniger die Niederlage, als vielmehr die erneute Verletzung von Abwehrchef Philipp Meyer, der sich im zweiten Abschnitt offenbar bei einem Zusammenprall am Knie verletzte, verursachte Julian Thomann nach der Partie Sorgenfalten: „Diese Aktion war sehr ernüchternd für uns alle, am meisten wohl für Philipp selbst, auch weil es wieder das gleiche Knie wie beim letzten Mal war. Wir hoffen das Beste“, so der Trainer nach der Partie.

Nach einem Tag Pause steigen die Westfalen nun in die Vorbereitung auf das Topspiel am kommenden Freitag ein. Dann ist Aufsteiger VfL Eintracht Hagen in der WESTPRESS arena zu Gast. Karten für die Partie sind derzeit noch erhältlich. Der Zutritt erfolgt wie gegen Rimpar unter Berücksichtigung der 2G-Regel.

ASV Hamm-Westfalen – DJK Rimpar Wölfe 35:28 (16:16).
ASV: Bozic, Storbeck – Genz (5), Huesmann (11/5), Brosch (3), Fuchs, Reimann, Engelhardt (1), Südmeier (1), Pretzewofsky (3), Orlowski (3), Baijens (4), von Boenigk (3), Wieling (1).
DJK: Mallwitz, Wieser (1) –  Jaeger (1), Schömig (3), Karle (1), Baumgarten (2), Schmidt (10, 4/5), Kaufmann (3), Dürr, Meyer (1), Dayan (4), Kovacic (2), Merk
Schiedsrichter: Leonard Bona, Malte Frank.

Bildzeile: Eine starke Abwehr mit einem erneut glänzend aufgelegten Vladimir Bozic im ASV-Tor führten dazu, dass der 35:28-Sieg am Ende trotz ausgeglichener erster Halbzeit noch recht deutlich ausfiel.

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