ASV feiert 34:31-Derbysieg gegen TV Emsdetten

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Handball: Mit einem verdienten 34:31-Derbysieg ist der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend vor 1.239 Zuschauern gegen den TV Emsdetten in die Highlightwoche gestartet. Am Dienstag steht nun bereits die nächste Aufgabe in der WESTPRESS arena an: dann ist um 19:15 Uhr der SC Magdeburg im DHB-Pokal-Achtelfinale zu Gast.

Von Beginn erlebten die Zuschauer ein hochintensives, von beiden Mannschaften sehr temporeich geführtes Spiel. Auch die 27. Auflage des Aufeinandertreffens wurde einem Derby gerecht. Bereits nach 29 Sekunden traf Jan von Boenigk für den ASV, auch in der Folge sollte die TVE-Abwehr den Rückraum der Westfalen nicht in den Griff bekommen. Bis zur Pause traf er sechsmal. Doch auch die Gäste spielten in der Offensive stark, fanden immer wieder den Weg zum Kreisläufer, zudem waren Marcel Schliedermann und Robin Jansen, die zusammen 13 Tore erzielten, sehr umtriebig im Rückraum des TVE.

So glichen die Gäste auch einen 14:10-Rückstand, den Tim Wieling in der 19. Minute durch seinen Treffer hergestellt hatte, innerhalb von weniger als fünf Minuten aus. Der ASV hatte in dieser Phase Probleme beim Torabschluss, erst nach über sieben Minuten erlöste der eingewechselte Linksaußen Alexander Reimann nach sehenswertem Anspiel von Dani Baijens durch die Beine des Abwehrspielers die ASV-Fans. In die Pause ging es dann mit einem knappen 19:17-Vorsprung für die Gastgeber, bei denen der verletzte Torwart Vladimir Bozic durch Jan Wesemann ersetzt wurde.

Im zweiten Abschnitt fanden die Westfalen nun bessere Lösungen in der Abwehr. In der 36. Minute stellte Wieling erstmalig eine Fünf-Tore-Führung her. Und diese Führung sollte in der Folge nun Bestand haben, der TV kam nicht näher als auf zwei Treffer heran. „Im Endeffekt hat Hamm verdient gewonnen. Wir haben vieles richtig gemacht, von dem was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten aber in der ersten Halbzeit keinen Zugriff in der Abwehr. Wir kommen nicht ins Blockspiel, nicht in den Kontakt. Heute war irgendwie der Wurm drin, deswegen auch die 34 Gegentore“, gratulierte TV-Trainer Sascha Bertow, der einen kurzfristigen Ausfall von Darko Dimitrievski wegen einer Blockade zu verkraften hatte, den Hausherren zum Sieg. „Wir haben heute ein sehr gute Teamleistung von uns gesehen. Jeder Spieler, der reinkam, hat seine Sache sehr gut gemacht. Wir führen über das ganze Spiel, deswegen glaube ich auch, dass der Sieg verdient ist. Aber es hat auch sehr viel Kraft gekostet“, meinte ASV-Coach Michael Lerscht direkt nach der Partie. „Defensiv hat es etwas gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind, 17 Gegentore sind zu viel für eine Halbzeit. Gerade im Gegenstoß und erweiterten Gegenstoß hatten wir unsere Probleme. Aber am Ende haben wir auch in schwierigen Phasen kühlen Kopf bewahrt. Und die Mannschaft hat heute einen Riesenjob gemacht.“

So waren die Akzente in der Schlussphase zwei Spielern vorbehalten, die aktuell in der 3. Liga für den ASV spielen: Lars Kooij, der wegen der eingeschränkten Einsetzbarkeit der angeschlagenen Kreisläufer Jan Brosch und Alexander Engelhardt viel Spielzeit erhielt, markierte zwei Sekunden vor dem Ende das 34:31. Und Jan Wesemann steuerte gerade in den Schlussminuten wichtige Paraden bei, so dass der TVE nicht weiter als auf zwei Tore herankam.

Am Dienstag geht es nun für den ASV weiter. „Das ist ein Bonus, den sich die Mannschaft durch die Siege im Pokal verdient hat. Darauf freuen wir uns alle“, stellte Lerscht klar. Anwurf gegen den SC Magdeburg ist um 19:15 Uhr. Die Partie ist ausverkauft, übertragen wird aber live von Radio Lippe Welle Hamm und kostenfrei über den ASV-YouTube-Kanal.

ASV Hamm-Westfalen – TV Emsdetten 34:31 (19:17).
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (2), Huesmann (3), Brosch (2), Fuchs, Reimann (2), Engelhardt, Kooij (1), Südmeier, Pretzewofsky (1), Orlowski (2), Baijens (6), Mikita, von Boenigk (7), Wieling (8/1)
TVE: Krechel, Paske – Terhaer (4), Dimitrievski, Schwabe (2), Kolk, Schliedermann (6), Thomas (1), Holzner (6), Jansen (7), Stüber (3), Mihaljevic, Runarsson, Nowatzki (2)
Zuschauer: 1.239
Schiedsrichter: Thomas Hörath, Timo Hofmann
Zeitstrafen: ASV 12 min, TVE 12 min.

Bildzeile: Alexander Reimann hier bei seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Treffer zum 19:16 in der 1. Halbzeit / Foto Wegener/ASV.

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