ASV fährt als Favorit zum TSV

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Handball Bundesliga Hamm Dresden;Jo Gerrit Genz

Handball: Nach 20 Tagen ohne Pflichtspieleinsatz greifen die Profis des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend um 19:30 Uhr wieder in das Geschehen der 2. Handball-Bundesliga ein. Beim Tabellenelften TSV Dormagen gilt es für die Mannschaft von Michael Lerscht, die vorherigen Misserfolge in Ferndorf und zuhause gegen Dresden vergessen zu machen und den Anschluss zur Spitzengruppe zu halten.

Denn während die Westfalen wegen des Spielausfalls in Bietigheim erneut nur zuschauen konnten, haben sich einige Teams wie Hamburg, Lübeck und Nettelstedt-Lübbecke in der Tabelle am ASV vorbeigeschoben. Allerdings ist das Bild allein schon in der Spitzengruppe – Dessau hat bereits elf Spiele absolviert, die Westfalen erst deren acht – schief, die hoch gehandelten Bietigheimer rangieren sogar mit nur fünf gespielten Partien auf dem letzten Platz der Liga.

„Das sind alles nur Momentaufnahmen. Wir müssen uns auf uns und auf unsere Leistung konzentrieren“, blendet ASV-Trainer Michael Lerscht die wenig aussagekräftige Tabelle lieber aus. Und die Vorgabe für das Gastspiel beim TSV Bayer Dormagen ist klar: Der ASV will die Rückreise mit zwei Zählen antreten. Lerscht warnt: „Voraussetzung ist, dass wir unsere Stärken abrufen und voll fokussiert sind. Der TSV hat diese Saison schon bewiesen, dass er auch mit Topteams wie Bietigheim oder Nettelstedt-Lübbecke mithalten kann.“ In Bietigheim gelang der Mannschaft von Dusko Bilanovic ein 25:26-Sieg, zuhause gegen den TuS ein 25:25. Zuletzt allerdings unterlag der TSV Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck mit 30:28. „Wir haben das Spiel analysiert und blicken jetzt nach vorne“, stellte Bilanovic allerdings klar, ebenso wie die Rollenverteilung in dieser Partie: „Hamm kommt als Favorit nach Dormagen.“

Für ASV-Neuzugang Jo Gerrit Genz bedeutet die Partie in Dormagen eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, wo der Rückraum vor seinem Wechsel zum TuS Nettelstedt-Lübbecke von 2012 bis 2016 im Einsatz war. „Riesig“ sei seine Vorfreude, äußerte sich Genz im Vorfeld der Partie, auch wenn er natürlich viel lieber vor Zuschauern im Sportcenter spielen würde. Personell hat sich die Situation bei den Westfalen während der Pause unwesentlich verändert. Mittelmann Merten Krings steht nach seiner Fingerverletzung vor seinem Comeback beim TSV. Einige Akteure plagen sich mit Blessuren, über deren Einsatz werde aber erst kurzfristig entschieden, stellte Lerscht vor dem Abschlusstraining am Donnerstagmittag fest.

Übertragen wird die Partie vom TSV über SportDeutschland.TV und durch Radiosender Lippe Welle Hamm, Anwurf ist um 19:30 Uhr.

Bildzeile: Jo Gerrit Genz spielte von 2012 bis 2016 beim TSV / Foto Wegener/ASV).

 

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