Am Ende fehlt dem ASV die Kraft

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Handball Bundesliga ASV Hamm Bergischer HC Michael Lerscht
Handball: Im zweiten Testspiel innerhalb von 24 Stunden unterlag der ASV Hamm-Westfalen beim Ligakonkurrenten TuS Ferndorf mit 39:23 (13:14). Mit zunehmender Spieldauer fehlten den Gästen, die erwartet ohne den an der Schulter lädierten Sören Südmeier anreisten und auch auf Fabian Huesmann und Alex Rubio verzichten mussten, in der Kreuztaler Zweifachsporthalle die Reserven, um erfolgreich dagegenhalten zu können.
Zwar begannen die Westfalen wie am Abend zuvor gegen den Bergischen HC gut und lagen lange Zeit in Führung, aber schon in der Schlussphase des ersten Abschnitts zeichnete sich eine Wende ab. So gab der ASV, bei dem diesmal Jan Wesemann im Gehäuse anfing, eine 10:15-Führung in der Schlussphase der ersten Halbzeit fast komplett ab. Schon jetzt waren die Belastungen bei den Gästen, die am Samstagmorgen auch noch eine Trainingseinheit eingelegt hatten, zu spüren.
Zu Beginn der zweiten halben Stunde glich der TuS, der sich in der Folge vor allem in der Abwehr deutlich steigerte, auf 15:15 aus. Bis zum 18:18 blieb es ausgeglichen. Danach nutzten die Gastgeber einige Überzahlsituationen durch mehrere Zeitstrafen gegen den ASV, um sich ein erstes Polster zu erspielen. Die erste Vier-Tore-Führung in der 46. Minute (22:18) sollte dann auch Bestand haben, das zwischenzeitliche 27:23 bauten die Hausherren dann zum Ende sogar noch auf ein etwas schmeichelhaftes 30:23 aus.
„Die Belastung hat man der Mannschaft natürlich angemerkt, der schmale Kader hat am Ende den Ausschlag gegeben. Aber uns hilft jeder Test weiter – auch heute hat man gesehen, dass wir offensiv noch einiges vor uns haben“, so Michael Lerscht nach der Partie an alter Wirkungsstätte, die wie beim ASV am Vorabend ohne Zuschauer ausgetragen wurde. Sehr zufrieden zeigte sich erwartungsgemäß Robert Andersson, der im Sommer Lerscht als Trainer beim TuS beerbte, nach dem fünften Testspiel seiner Mannschaft in der Vorbereitung: „Es waren auch in der ersten Halbzeit nur Kleinigkeiten in der Abwehr, die noch nicht passte. Die haben wir dann abgestellt, dann war das Zusammenspiel und die Absprachen sehr gut. Das war heute ein deutlich höheres Tempo als in den anderen Tests gegen einen guten Gegner. Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht.“
Für den ASV steht nun eine normale Trainingswoche an. Am Freitag empfangen die Westfalen dann um 19:30 Uhr Eintracht Hildesheim zum Testspiel vor leeren Tribünen in der Westpress-Arena. Samstag geht es dann zum neuen Erstligisten TuSEM Essen.
TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 30:23 (13:14)
TuS: Durica (1. – 30.) Puhl (31. – 60.), Sario (3), Faulenbach (6), L. Schneider (2), M. Michel (3), Pechy (1), L. Michel, J. Schneider (2), Bornemann (2), Rüdiger (2), Koloper, Eres (8), Rink (1).
ASV: Wesemann (1. – 30.), Storbeck (31. ) – Genz (1), Orlowski, Brosch (2), von Boenigk (2), Schwabe, Franke (4), Pretzewofsky (2), Krings (8), Spiekermann (1), Fuchs (3)
Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah und Suresh Thiyagarajah (Gummersbach)
Zeitstrafen: Tus 0 min, ASV 8 min (2 x Fuchs, 2 x Orlowski)
Spielfilm: 3:7, 7:9, 7:11, 10:15, 14:15 (Halbzeit), 18:18, 22:18, 24:19, 25:22, 27:23, 30:23 (Endstand).
Bildzeile: ASV-Trainer Michael Lerscht an alter Wirkungsstätte: „Die Belastung hat man der Mannschaft natürlich angemerkt, der schmale Kader hat am Ende den Ausschlag gegeben. Aber uns hilft jeder Test weiter – auch heute hat man gesehen, dass wir offensiv noch einiges vor uns haben.“

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