„Adler“ können 50 Minuten Spiel beim Spitzenreiter RSV offen halten

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Handball-Landesliga: RSV Altenbögge – SuS Oberaden II 29:25 (13:12). „Es war ein verdienter Sieg des Tabellenführers“, gab der Trainer des unterlegenen Teams, Sascha Rau, unumwunden nach dem Spiel vor 300 bis 400 Zuschauern zu. Dabei wurde es für den Spitzenreiter, der auf einige Akteure vor und auch während des Spiels verzichten musste, wahrlich nicht vom Aufsteiger aus Bergkamen kein Spaziergang. Besonders die erste Halbzeit verlief ausgesprochen ausgeglichen. „Bei uns waren die Fehlerzahl und die Anzahl der Fehlwürfe einfach zu hoch“, bemängelte RSV-Trainer Jens Schulte Vögeling. „Da haben wir uns gegen motivierte Oberadener sehr schwer getan.“ So wurden mit nur einem geringen Vorsprung (13:12) für den Favoriten die Seiten gewechselt.

Im zweiten Durchgang sah es dann doch nach einer klaren Angelegenheit für die Hausherren aus, denn nach 38 Minuten führten die „Roten Teufel“ mit 18:15. Als dann auch noch Hendrik (40.) und Paul (44.) Schuchtmann die Rote Karte sahen, schien es nur noch um die Höhe des Sieges zu gehen. „Aber das schien Oberaden erst recht motiviert zu haben“, vermutet Schulte-Vögeling, zumal dann Nico Mork auf der für ihn ungewohnten halbrechten Position für einige Tore sorgte und von seinem Trainer ein Sonderlob erhielt. So kam es, dass die „Adler“ nicht nur durch Lukas Wegelin zum 18:18 ausglichen, sondern zehn Minuten vor dem Ende sogar mit 22:21 (Mork) wieder in Führung gingen. „Da war der RSV ein wenig nervös. Doch dann spielte er doch abgezockter, strukturierter und mit viel Konzentration im Abschluss“, so die Analyse von Rau. Drei Minuten vor dem Ende war wieder alles für den Aufstiegsaspiranten beim 27:23 „im Lack“. „Das war ein ordentliches Spiel, in dem uns der SuS alles abverlangt hat. Leider haben sich Dennis Geckert und Sebastian Fröhling noch während des Spieles verletzt“, fiel doch ein Wermutstropfen in das Glas des RSV, der am nächsten Samstag das schwere Auswärtsspiel beim Tabellendritten in Westerholt zu bestreiten hat.

„Wir haben 50 Minuten das Spiel offen gehalten. Wir hätten gerne noch ein wenig mehr gemacht, aber Altenbögge war ein Fünkchen besser als wir und das hat man gesehen. Wir brauchen uns auf jeden Fall nicht zu verstecken“, so ein ebenfalls zufriedener Sascha Rau, der am kommenden Samstag mit seinem Team den Tabellenvierten TV Brechten empfängt.

RSV: Wollek (1. – 15. Und ab 50.), Joneleit (15. – 50.); Jablonski, Geckert, Florian (7/2), Feldmann (4), Steffek (6/2), Tröster (3), Weigel (3), Fröhling (1), Baeck, Jungemann (7/1), F. Isenbeck.
SuS Oberaden II: Wenzel (1. – 30.), Vetter (ab 31.); Kreutzer, P. Schuchtmann (3), Wegelin (4), Mork (5), H. Schuchtmann (5), T. Weber (2/1), J. Weber (4), Junge, Meier (2), Schott (1).

Bild: Der siebenfache RSV-Torschütze Lukas Florian setzt in dieser Szene zum Sprungwurf gegen die Oberadene Deckung an / Foto Wollek.

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