„Adler“ erste 20 Minuten stark, dann macht sich Kräfteverschleiß bemerkbar

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Handball Landesliga:  SuS Oberaden II – HC Westfalia Herne 24:29 (16:15). 22 Minuten sah es so aus, als könne der Aufsteiger aus Oberaden dem großen Favoriten ein Bein stellen, denn da führte die Mannschaft von Trainer Sascha Rau mit 14:7. Aus einer überaus starken Deckung, mit den Schuchtmann-Brüdern im Mittelblock, heraus spielte der SuS mit viel Tempo nach vorne, wo Hendrik Schuchtmann und Jan Weber für die nötigen Treffer sorgten.

Doch nach diesen famosen 20 Minuten brachten die Hausherren den Tabellenzweiten durch viele leichte Fehler wieder ins Spiel. Im Übrigen waren die beiden Unparteiischen dann sehr großzügig beim Verteilen von Strafwürfen für die Westfalia. Fünf von insgesamt acht Siebenmetern durften die Spieler des HCH in fünf Minuten vor der Halbzeit verwandeln. Im Vergleich dazu gab es für die „Adler“ gerade einmal deren zwei. So kamen die Gäste Tor um Tor heran und mit einem knappen 16:15-Vorsprung für die Gastgeber ging es in die Kabinen.

Da der Kader des SuS nur sehr knapp besetzt war, machte sich im zweiten Durchgang nach und nach ein Kräfteverschleiß in Angriff und Abwehr bemerkbar. Die Folge war eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Fehlern, von denen Herne profitierte. Eine doppelte Manndeckung gegen den kleinen Felix Eigenbrodt und Osker Kostuj, beantwortete Hernes Trainer Krebitke mit einem siebten Feldspieler. „Das war schon wie Schach“, stellte Rau dazu nach dem Spiel fest.

Trotzdem war er mit dem Spiel im Großen und Ganzen zufrieden: „Unsere ersten 22 Minuten waren heute herausragend. Da haben wir richtig gut in der 6:0 gestanden und Herne überhaupt nicht zum Zug kommen lassen. Dann hat Herne auf eine 5:1-Deckung umgestellt. Herne ist eine gute Mannschaft, aber die hat sich das heute bestimmt einfacher vorgestellt. In den letzten zehn Minuten fehlten uns einfach die Körner. Fünf Tore ist ein wenig hoch, aber der Sieg ist vollkommen verdient. Heute fühlt es sich so an, als hätten wir die ordentlich geärgert.“

Am nächsten Sonntag gastiert der SuS um 17.30 Uhr in Oespel Kley.

SuS Oberaden II: Wenzel (1. – 26. und ab 30.), Vetter (26. – 30.); Stratmann (1), Kreutzer (2), P. Schuchtmann (1), Wegelin (3), H. Schuchtmann (8), T. Weber (2/2), J. Weber (5), Heinz (n.e.), Gonschewski (n.e.).

Bild: In den ersten 20 Minuten hatte die SuS-Reserve den Favoriten „am Boden“, doch zunehmend wurde der Akku leer und das Spiel ging letztlich noch verloren gegen den Favoriten Herne.

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