Abstiegskracher zum Jahresabschluss: HSC will mit Sieg über Herne auf Nicht-Abstiegsplatz überwintern

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Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC – Westfalia Herne (Sonntag, 12. Dezember, 14.30 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede). Selbst die vielbenutzte Worthülse „6-Punkte-Spiel“ spiegelt nicht die Dramatik wider, mit der der Abstiegskracher am Sonntag zwischen dem Tabellen-17. Holzwickeder SC und dem 21. und Tabellenletzten Westfalia Herne überschrieben ist. Für den Verlierer gehen zwar noch nicht endgültig die (Weihnachtsbaum-)Lichter aus, aber für den Geschlagenen wird es eines mächtigen sportlichen Feuerwerks im Neuen Jahr bedürfen, um sich nicht ganz ernsthaft mit dem Thema Westfalenliga beschäftigen zu müssen.

Herne kommt zu Unzeiten für den HSC in Form – Trainer Zajas fordert sechs Punkte

Mitte Oktober gab es einen bemerkenswerten Wechsel auf der Westfalia-Trainerbank. David Zajas  (35) löste ist seit Oktober Kultcoach Christian Knappmann ab – „Knappi“ ist nun Scout für den Drittligisten Türkgücu München. Zajas feierte ausgerechnet am letzten Sonntag nach sechs Spielen seinen ersten Dreier für die Herner beim verdienten 2:0-Erfolg gegen Westfalia Rhynern. „Rhynern schlägt man nicht mal so eben im Vorbeigehen“, hat HSC-Trainer Marc Woller Respekt vor diesem Achtungserfolg. Zustande kam der Sieg durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und gute Chancenverwertung. „Der Druck, der auf uns gelastet hat, ist erst mal weg. Wir haben den Kopf wieder frei. Der Sieg gegen Rhynern war für die Psyche enorm wichtig“, so David Zajas. Bereits vor dem Match in Rhynern hatte er sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen gefordert. Die Mission ist nun zur Hälfte erfüllt, was aber auch bedeutet, dass Zajas auch nachdrücklich einen Sieg gegen den HSC von seiner Elf einfordert.

Gute Trainingsbeteiligung in dieser Woche beim HSC

Beim HSC füllte sich spätestens am Donnerstagabend mal wieder der Trainingsplatz. 18 Spieler konnte Marc Woller begrüßen. Dabei waren auch die zuletzt verletzten Marcel Duwe und Philipp Gödde. Ob es zu einem längeren Einsatz reicht, bleibt allerdings abzuwarten. „Normalerweise bräuchten die beiden noch mal eine Trainingswoche, doch leider gibt es für uns diese Zeit nicht mehr“, so Woller. Wieder im Aufgebot stehen wird Jonathan Kyeremateng, dessen Rotsperre abgelaufen ist.

Gute Heimstatistik gegen Herne – aber katastrophale Heimbilanz in dieser Spielzeit

Siebenmal standen sich Westfalia Herne und der HSC seit 2016 in der Oberliga und Westfalenliga gegenüber. Zweimal siegte Holzwickede, dreimal Herne und zweimal gab es keinen Sieger. Die letzten beiden Spiele in Holzwickede endeten 1:1 (14. Oktober 2018) und 3:1 (30. April 2017) für den Gastgeber.

In der aktuellen Saison konnte der HSC in sieben Heimspielen nicht einen Punkt (!) auf dem Habenkonto verbuchen. Ein Torfestival wird es auch wohl nicht geben. Beide Kontrahenten vom Sonntag haben erst 15 Treffer auf ihrem Konto. Kassiert haben sie 41 (HSC) und 36 (Herne) – und damit die schlechtesten Defensivreihen der Oberliga-Westfalen.

Marc Woller: Wir brauchen die Punkte. Aber zaubern kann auch ich nicht“

Das klare Bekenntnis von der Sportlichen Leitung zu seiner Position hat Marc Woller. Aber wie sieht es in seinem „Innern“ aus? „Wir benötigen die Punkte gegen Herne dringend“, sagt Woller. Als Trainer mache er sich auch selber gehörig Druck. „Wir versuchen als Trainerteam alles. Uns waren und sind aber auch durch diese schlimme Personalnot die Hände gebunden. Ein Beispiel: Wenn Du keine Spieler mehr hast, dann lässt Du auch Rückkehrer früher spielen, als Du es sonst tun würdest“, so der HSC-Coach.

Personalie Tim Kortenbusch – erst im Sommer 2022 ein Thema

Einen guten Eindruck im Probetraining beim HSC hinterließ Stürmer Tim Kortenbusch vom abgeschlagenen Bezirksliga 9-Schlusslicht SuS Olfen. Der 19-jährige hat von den 17 Treffern seines SuS allein sieben erzielt. „Wir werden seinen Weg sehr genau verfolgen, wollen aber auch Olfen aktuell nicht ihren Besten wegnehmen. Im Sommer 2022 könnte diese Personalie ein echtes Thema bei uns werden. Bis dahin schauen wir uns die Entwicklung dieses sehr talentierten Spielers genau an“, so Marc Woller. Damit ist wohl auch eine frühere Verpflichtung des Offensiven bereits in dieser Winterpause vom Tisch.

Schiedsrichter coacht Video-Referees im „Kölner Keller“

Mit 68-Regional- und 38 Oberligaspieler sowie vielen Spielen der A- und B-Junioren-Bundesliga gehört Alexander Ernst zu den sehr erfahrenen Unparteiischen. Der Schwerter pfeift für den TuS Holzen-Sommerberg und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Sehr interessant: Er coacht in der  Video-Assistenten-Projektleitung des DFB die Unparteiischen, die bei den Bundesligaspielen im sogenannten „Kölner Keller“ sitzen und sich bei strittigen, spielentscheidenden Szenen über das Headset bei den Hauptschiedsrichtern melden.

2G für Zuschauer 

Wie in den vergangenen zwei Wochen, haben Spieler und Offizielle nach 3G plus Schnelltest (Trainer) oder PCR Test (Spieler) Zugang. Für Zuschauer gilt 2G. Damit dürfen nur Geimpfte oder Genesene zu diesem wichtigen Abstiegs-Duell.

Marcel Piaszyk hört als Sportlicher Leiter des Lüner SV auf

Der ehemalige Torwarttrainer des HSC, Marcel Piaszyk, wird seine Aufgabe als Sportlicher Leiter beim Lüner SV niederlegen. Als Gründe nennt der in Holzwickede unweit des Stadions wohnende Piaszyk familiäre und berufliche Gründe. Nachfolger beim Lüner SV mit Trainer Axel Schmeing als Sportlicher Leiter wird Sascha Ambacher. Die Einarbeitung des 35-jährigen erfolgt ab sofort nach und nach.

Bildzeile: Am 25. August 2019 standen sich Westfalia Herne und der HSC im Stadion am Schloss Strünkede zuletzt gegenüber. Die Begegnung endete damals 2:2.

 

 

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