Abstiegsgespenst im Montanhydraulik-Stadion – auch über Halloween hinaus

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Fußball: Für dem 3:1-Sieger FC Gütersloh gab’s Süßes in Form von drei Punkten. Für den HSC blieb Saures, die fünfte Heimpleite in Folge, der Sturz auf Platz 18, dem Viertletzten Rang der Oberliga Westfalen bei sieben Punkte Rückstand auf den erhofften zehnten Rang. Das Abstiegsgespenst hat damit endgültig die Dauerkarte im Montanhydraulik-Stadion gelöst. Denn mit der SG Finnentrop/Bamenohl und RSV Meinerzhagen haben zwei Teams hinter dem HSC sechs Zähler auf dem Konto – nur Herne verliert mit einem Pünktchen langsam aber sicher den Anschluss.

Hoffnung auf zurückkehrendes Personal – aber auch das ist kein Allheilmittel

„Es kommen ja einige Jungs zurück“, war bei der Pressekonferenz nach dem Gütersloh-Spiel die Hoffnung von HSC-Trainer Marc Woller. Immerhin kamen André Schneider und Enis Delija gegen Gütersloh wieder zurück. Doch ausgerechnet Enis Delija leitete mit einem individuellen Fehler das 0:1 durch Alexander Bannink nach exakt einer halben Stunde Spielzeit ein. Dafür fehlte der erkältete Robin Schultze, Marcel Duwe nahm leicht angeschlagen zunächst auf der Bank Platz. Von dort sollte später Lennart Uedickoven in der 72. Minute nach sein Comeback nach einem mehrmonatigen Studienaufenthalt in Ungarn feiern. Ganz auf der Bank verblieb dieses Mal Henri Böcker. Dafür gab es in der Offensive eine Überraschung, denn der torgefährliche Michele Teofilo aus den HSC A-Junioren bekam eine Chance in der Startformation. Bis zu seiner Auswechslung gegen Leon Gensicke in der 55. Minute war er in der Offensive viel in Bewegung, ist aber kein Stoßstürmer, sondern holt sich die Bälle selber gerne aus dem Mittelfeld ab. Er, der hochgeschrieben wurde und seit einer Woche für die Erste spielberechtigt ist, hat sicherlich weitere Chancen verdient.

Leon Gensicke kam, sah und schoss das Tor

Und dann wäre da Leon Gensicke. Seine wochenlange Leidenszeit nach seiner Fußverletzung, die er im Spiel gegen seinen alten Verein aus Wattenscheid ohne Fremdeinwirkung erlitten hatte, ist beendet. Und der Student aus Münster erzielte dann auch bezeichnenderweise das zwischenzeitliche 1:2 – gerade 24 Minuten nach seiner Einwechslung für Michele Teofilo (79.). Beinahe hätte er in der 88. Minute sogar den Ausgleich erzielt – doch der Gütersloher Keeper Jamo Peters hielt den Kopfball von Gensicke. Das schlussendliche 3:1 für den Gast durch Pascal Widdecke war wieder mal bezeichnend. Widdecke wurde nicht angegriffen, hatte alle Zeit der Welt und schoss platziert ein (90+2).

Bildzeile: Die „Abstiegsgespenster“ sind nun auch leibhaftig im Montanhydraulik-Stadion angekommen. Am Sonntag holten sie sich im Ballhaus „Süßes“ zu Halloween von Wirt Torsten „Toto“ Potyka (r.) ab.

„Der HSC hat schon eine kämpferische Leistung geboten – da könnte es auch wieder mit Punkten in den nächsten Wochen klappen“

Julian Hesse, Trainer des FCG, fand dann in der Pressekonferenz ein paar Worte des Trosts für den leidgeprüften Kollegen Marc Woller. „Das war schon eine kämpferische Leistung des HSC. Da könnte es schon bald in den nächsten Wochen wieder mit Punkten klappen. Ich wünsche dem HSC alles Gute.“

Wahre Fans

Rund 100 Fans fanden sich unter den insgesamt 300 Zuschauern. Es war ein friedliches Fest der Anhänger. Die hatten ihre „Kurve“ im Stadion schön mit Bannern dekoriert und erwiesen sich als sangesfreudig und lautstark bei Anfeuerungen. Die HSC-Fans ertrugen die Leistung ihres Teams standhaft – zwar mit einiger sachlicher Kritik und auch etwas Murren – aber bei fünf Pleiten in Folge daheim auch eher kein Wunder. Insgesamt: Hut ab vor beiden Fanlagern.

Nächste Aufgabe TuS Haltern: Nur nicht am Stausee baden gehen“

Um nicht noch weiter abzurutschen, muss am kommenden Sonntag, 7. November um 14.30 Uhr  ein Sieg her beim Tabellenzwölften, den TuS Haltern. In der Stausee-Arena hatte der HSC in der vergangenen Saison noch einen klaren Sieg gefeiert. Unbedingt dabei sein will gegen seinen alten Verein Robin Schultze, der seine Erkältung bis dahin auskuriert haben sollte. Haltern hat mit zwölf Punkten bereits fünf Zähler mehr als der HSC bei 13:16 Toren. Der TuS unterlag am Sonntag in Rhynern mit 1:3.

Bildzeile: Kein Durchdringen durch die massive Abwehr gab es für den HSC bei der 1:3-Heimniederlage gegen Gütersloh. Damit bleibt der HSC daheim weiter sieglos

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