Abschied beim HSC – Neuzugänge bei der „Ersten“ und „Zweiten“

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Fußball: Mit Platz 6 die beste Oberliga-Platzierung in seiner Geschichte, die Reserve weiterhin Bezirksligist, die dritte und vierte Mannschaft mit Top-Platzierungen und die neue, ohne Wertung angetretene erste Frauenmannschaft mit einer Punkteausbeute, die zu Platz 3 oder 4 in der Kreisliga gereicht hätte: Beim Holzwickeder Sport Club (HSC) geht die Spielzeit 2019/20 in die Historie ein.

Beim Saisonabschluss am Dienstagabend, 9. Juni, im Montanhydraulik-Stadion aber wurde dann schnell klar, dass die Spielzeit leider nicht ungetrübt über die Runde gebracht werden konnte. COVID-19, so hieß der böse Spielverderber für Verein, Mannschaftsverantwortliche, Sportler und Fans. Und so lagen sich alle bei der offiziellen Beendigung der Spielzeit und der Verabschiedung von Spielern auch nicht alle freudetrunken in den Armen, sondern es wurde schön mit Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen die Spielzeit Revue passieren gelassen. Die scheidenden Spieler der Ersten bekamen im Sportheim im Montanhydraulik-Stadion ihre verdiente Verabschiedung, Urkunden und Präsente. Mit einer anschließenden Ansprache auf der Tribüne des Montanhydraulik-Stadions von Trainerteam und Vorstand endete dann die Spielzeit 2019/20 für die „Erste“. Es war eben nicht die ausgelassene Feier – aber zu Zeiten von Corona angemessen und im verantwortbaren Bereich.

Erste Mannschaft: ganz starker 6. Platz – erfolgreicher Trainer

Er wird ohne Zweifel in die Vereins-Analen als einer, wenn nicht der erfolgreichste Trainer eingehen: Axel Schmeing legte in seiner vierten Spielzeit in der Emscherquellgemeinde nach dem Oberliga-Aufstieg vor zwei Jahren ein weiteres Meisterstück hin. „Co“ Marcel Greig stand ihm zur Seite – er wird nun in der kommenden Saison die „Zweite“ coachen. Apropos Axel Schmeing: Der B-Lizenzinhaber gab seine Zusage für seine fünfte Spielzeit. Der ehemalige Spieler der DJK Körne war zur Saison 2016/17 vom SV Brackel nach Holzwickede gewechselt. Seitdem holte er im Schnitt fast 1,8 Punkte pro Match – statistisch gesehen. Das ist für die Oberliga ein Top-Wert. Trotz einer legendären Verletzungsmisere schaffte Schmeing in der gerade abgeschlossenen Spielzeit viele finanziell und personell hochgerüstete Teams hinter sich zu lassen. Neun Siege, vier Remis, sieben Niederlagen und damit 34 Punkte standen bei positiven 39 : 38 Toren am Ende auf dem Tableau. Der 6. Platz würde übrigens nach den Regularien die Qualifikation für die erste Pokalrunde auf Westfalenebene bedeuten – aber das muss der Verband noch abschließend entscheiden.

Für einige Spieler hieß es allerdings auch Abschied nehmen.

Abgänge: Marcel Reichwein, Aldin Kljajic, Kerim Acil, Muhamed Acil (bereits im Winter gewechselt), alle Türkspor Dortmund, Ersan Özcan und Kaan Akcay (beide BSV Schüren), Jonas Janetzki (Hammer SpVg)-
Zugänge: Ferdinand Franzrahe (Hombrucher SV), Robin Schultze (TuS Haltern), Lavdrim Jusufi (VfB Waltrop U 19) sowie Dario Biancardi und Fiat Cinar (beide U 19 Hombrucher SV).

Team hinter dem Team mit Veränderungen

An Bord bleiben wird das Team- und Betreuungsmanagement mit Stefan Söpper und Uwe Kasten. Neu ist das Physioteam. Das Physioteam Jacobs aus Hohenlimburg mit Maarten Jacobs, Kevin Bickenbach und Robin Benitez wird sich um die Gesundheit der Oberligaspieler kümmern.

Zweite Mannschaft: Es hätte auch ohne Abbruch für den Klassenerhalt gereicht

Platz 14 (von 16) hieß es am Ende für die Reserve des HSC in der ganz stark besetzten Bezirksliga 8. Trotz Platzierungen unter den Top 10 in den beiden letzten Spielzeiten war dieses Jahr besonders herausfordernd. Die Trainer Olaf Pannewig und Ralf Driemel aber schafften es immer wieder, die „Zweite“, zu pushen. Fünf Siege, drei Remis und ein Dutzend Niederlagen waren es am Ende bei 34 : 50 Toren. Es hätte wohl dennoch zum Klassenerhalt gereicht, zu stark war die individuelle Klasse der Spieler und vor allem der Kampfgeist mit einem Olaf Pannewig an der Linie, der bei jedem Match auf fast so viele Laufkilometer kam, wie seine Jungs auf dem Rasen. Für Olaf Pannewig und Ralf Driemel ist nun Schluss. Olaf Pannewig wird sich demnächst nur noch als Zuschauer Spiele anschauen – hat aber beschlossen, sich in einem Fitness-Studio anzumelden und bei „seinen“ Alten Herren des HSC sein noch immer fraglos vorhandenes fußballerisches Können unter Beweis zu stellen. Ralf Driemel wird sich ebenfalls zunächst einmal vom Fußball zurückziehen – und seine Heimat Fröndenberg-Ardey genießen.

Auch beim HSC II stehen Veränderungen ins Haus. Viele zieht es zum Liga-Konkurrenten VfR Sölde, der mehr und mehr zur „Holzwickeder Filiale“ in dem Dortmunder Vorort wird. Der ehemalige HSCer Stephen Hutmacher und seit der Winterpause Fabien Joel Garando tragen bereits länger das grüne Dress des Ortsnachbarn vom „Rosengarten“ aus der Bezirksliga 8. Jetzt konnten der Sportliche Leiter der Dortmunder, Patrick Kunze und Trainer Marco Nagel gleich ein Trio vom HSC für die neue Spielzeit 20/21 verpflichten: Lamar Lambertz, Andreas Heiß und Dominik Loos.

Als Zugänge stehen bislang für die HSC-Reserve fest: Jan Emmerich (Torhüter, TuS Hordel U 19), Justin Hübner (U 19 Brünnninghausen), Tugkan Demirtas (Hagen 11 U 19), Damjan Illic (eigene Erste HSC), Haris Rovcanin (FC Bosna Sarajevo Dortmund), Marius Körner (U 19 HSC), Lennart Voigt (eigene HSC U 19), Tim Finkhaus (eigene HSC U 19), Brock Duffy (eigene HSC U 19) und Sven Möllmann (TSC Eintracht Dortmund U 19), Selim Mehken (Hammer SpVg U 23) und Sibar Ibrahim (VfR Sölde).,

Frauen des HSC: das Comeback des Jahres

Viele Jahre spielten die Frauen des HSC Landes- oder Bezirksliga, bis dann die Mannschaft aus beruflichen und familiären Gründen auseinanderfiel und einige Kickerinnen auch zu anderen Vereinen gewechselt waren. Erst einmal offiziell ohne Wertung ging nun wieder ein Frauenteam auf den Platz – und das überraschte mehr als positiv. Von 17 Spielen in der Kreisliga wurden zwölf siegreich gestaltet und zwei Unentschieden gestaltet. Dreimal zahlte man Lehrgeld – zumeist bei den ersten Spielen der Saison. Die 38 Punkte hätten am Ende Platz 3 oder 4 bedeutet – ein tolles Ergebnis.

Bildzeile: Verlassen den HSC und wurden am Dienstagabend verabschiedet: (v.li.) Ersan Öczan, Lamar Lambertz, Kerim Acil, Jannika Zarth (Physiotherapeutin), Marcel Reichwein, Aldin Kljajic und Jonas Janetzki.

 

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