Abreibung vom Coach: „Das reicht für den SV Schermbeck nicht aus“ – interessante HSC-Personalien und News

546

Fußball-Testspiel: Holzwickeder SC (Oberliga Westfalen) – SpVg Schonnebeck (Oberliga Niederrhein) 1:0 ( 0:0). 1:0 gegen den Dritten der Oberliga Niederrhein, die SpVg Schonnebeck, gewonnen, eigentlich ganz ansehnlich gespielt, weiterhin ungeschlagen in den Vorbereitungsspielen – und doch hatte es HSC-Coach Axel Schmeing am späten Sonntagnachmittag nach dem Match die Laune verhagelt. „Da muss einfach mehr von uns kommen, so reicht das am kommenden Sonntag im Meisterschaftsspiel beim SV Schermbeck sicherlich nicht aus“, brach er eine Lanze über sein Team. Gleich eine ganze Reihe von Punkten hatten Axel Schmeing und die beiden Co-Trainer Marcel Greig und Florian Bartel in ihren Notizbüchern notiert (siehe auch Trainerstimme Axel Schmeing).

War das wirklich „der“ FC Schonnebeck, der in der Meisterschaft so brilliert? Noch am Vorabend hatte die SpVg Schonnebeck in einer wahren Stärke-Demonstration den Liga-Konkurrenten SC Velbert (15. Platz aktuell) im Finale des Freiluftturniers des SV Burgaltendorf vor allerdings nur 56 Zuschauern mit 6 : 0 vom Platz gefegt. Damit verteidigte das Team von Trainer Dirk Tönnies seinen im Vorjahr gewonnenen Titel in eindrucksvoller Manier. In Holzwickede aber war weder von der bisher guten Spielzeit mit 35 Punkten (zehn Siegen, fünf Remis und vier Niederlagen) und 32 : 22 Toren nur in Ansätzen etwas zu sehen.

„Weiß nicht, wie wir Sebastian Hahne rechtzeitig in Oberliga-Form bringen“

Tomislav Ivancic setzte nach 9 Minuten mit einem abgefälschten Schuss, der das Tor verfehlte, das erste Ausrufezeichen. In der 10. Minute schoss Sebastian Hahne um Zentimeter links am Kasten der Essener Vorstädter vorbei. In der 18. Minute war bei seinem Schuss Keeper Philipp Sprenger zur Stelle. Apropos Sebastian Hahne. Die auch gegen den Niederrhein-Oberligisten TSV Meerbusch vor einer Woche beim 1 : 1 überschaubare Leistung des Torjägers macht Schmeing große Sorgen. „Man sieht, dass er aus beruflichen Gründen kaum mit der Mannschaft trainiert. Ich hoffe, wir bekommen ihn bis Schermbeck wieder hin – aber das sind ja nur sieben Tage.“

Beide Teams überzeugen nur „eine Halbzeit“ der ersten 45 Minuten

Aber der 21. Minute beschloss die Spielvereinigung aus Schonnebeck mitzuspielen und auch mal die eigene, defensive Komfortzone zu verlassen. Mohamed Cissé passte in die Mitte – HSC-Torhüter Kevin Beinsen war rechtzeitig zur Stelle (21.). Kai Nakowitsch versuchte es mit einem Freistoß leicht versetzt aus 25 Metern. Erneut parierte Kevin Beinsen. In der 33. Minute war es Denzel Oteng Adjei, der mit einem Volleyschuss Beinsen zum dritten Mal in kürzester Zeit prüfte. Den „vierten Streich“ der Schonnebecker gab es in der 42. Minute, als erneut Mohamed Cissé Beinsen zwang, sein ganzes Können zu zeigen. Wenig bis gar nichts war in der Schlussphase von den Holzwickedern zu sehen. Daher hatte jeder Club eine „Halbzeit“ der ersten Halbzeit, anhand der Chancen, ohne aber getroffen zu haben, gewonnen – und folgerichtig stand es 0 : 0.

Pausentee tut besonders Nico Berghorst gut

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Nico Berghorst setzte sich durch und erzielte das 1 : 0 (47.). Ein Durcheinander in der 55. Minute führte fast zum postwendenden Ausgleich. Drei Abwehrspieler waren da, einer spielte den Ball zurück zu Kevin Beinsen, der ihn mit der Hand aufnahm. Indirekter Freistoß fast vom Elfmeterpunkt. Doch Orhan Dombayci donnerte das Leder in die Regenwolken.

Justin Pfaff als „Brasilianer“

Eine bemerkenswerte Aktion zeigte der eingewechselte Justin Pfaff in der 82. Minute. Er startete von der Mittellinie einen mutigen Alleingang, spielte dabei gleich mal drei Gegenspieler (!) aus und scheiterte dann mit einem Lupfer an Schonnebecks Torhüter Philipp Sprenger.

Warum er dann, als er mit zwei Kollegen, Kevin Beinsen mustergültig ausgespielt hatte (die HSC-Defensive war völlig abwesend) das leere Tor nicht traf, wird ewig ein Geheimnis von Jordi Barrera sein (87.). Als Orhan Dombayci dann in der Nachspielt mit seinem Schuss wieder mal an Kevin Beinsen scheiterte, war der 1 : 0-Erfolg der Holzwickeder perfekt.

Letzter HSC-Test am Dienstagabend: Erste gegen Westfalia Wickede, Zweite gegen SC Hennen

Axel Schmeing bittet bereits am Dienstag, 4. Februar, seine HSC-Mannen zum letzten Test. Um 19.45 Uhr heißt dann der Gegner Westfalia Wickede, 14. der Westfalenliga 2. Gespielt wird auf dem Sportplatz im Schulzentrum. Auch die HSC-Reserve muss parallel „ran“: Sie spielt, ebenfalls um 19.45 Uhr am Dienstag auf der Haarstrang-Sportanlage Opherdicke gegen den 13. der Bezirksliga 6, den SC 1912 Hennen. Die zahlreichen Fans des FC Schalke und des BVB unter den Spielern und den Fans werden die Ansetzung unter DFB-Pokal-Gesichtspunkten am Dienstag weniger glücklich finden. Der FC Schalke 04 spielt um 20.45 Uhr gegen Hertha BSC und der BVB um 20.45 Uhr beim SV Werder Bremen.

Beim SV Schermbeck wohl auf „Gras“

Das erste Meisterschaftsspiel in diesem Jahr am kommenden Sonntag, 9. Februar, um 15 Uhr beim SV Schermbeck wird wohl auf „Gras“ und nicht auf Kunstrasen ausgetragen. Darüber informierte der Trainer der Schermbecker seinen Kollegen, Axel Schmeing, am Sonntagvormittag. „Wir werden also am Dienstag gegen Wickede im Test noch mal auf Kunstrasen spielen, dann aber ab Mittwoch, wenn alles gut vorbereitet ist, auf dem Rasenplatz oberhalb des Montanhydraulik-Stadions trainieren“, so Schmeing. Der Trainingsplatz im heimischen Stadion sei zwar auch nicht gerade ideal – aber das wird der in der Volksbank-Arena in Schermbeck auch nicht sein. Nach aktuellem Stand wird kein Fan-Bus zu diesem Auswärtsspiel eingesetzt.

Marcel Duve in drei Wochen wieder bei „100 Prozent“

Eine gute Nachricht kommt von Marcel Duve. Er hat die rund vierstündigen Belastungstests nach seinem Kreuzbandriss und der anschließenden monatelangen Reha bestanden. „In zwei Wochen bin ich im Training eventuell schon wieder bei 100 Prozent. In einigen Wochen kann ich der Mannschaft dann hoffentlich in der Meisterschaft weiterhelfen“, so Duve.

Konstruktive Gespräche – aber noch kein Endergebnis in Sachen „Trainer-Vertragsverlängerung“

Eine „sehr konstruktive erste Runde“ habe es bei den Gesprächen zur Vertragsverlängerung von Trainer Axel Schmeing gegeben, verlautete es aus HSC-Vorstandskreisen am Sonntag. Ein Ergebnis indes gibt es noch nicht.

Trainerstimme:

Axel Schmeing (HSC): Das war heute einfach nicht gut. Nach vorne in der Offensive war unser Spiel zu zerfahren. Wir waren nicht zielstrebig, manchmal zu ungeduldig. Gefallen haben mir heute die Einwechselspieler. Obwohl sie vor dem Spiel eine harte, einstündige Extra-Trainingseinheit hatten, waren sie allesamt gut, hellwach und haben mich mit ihren Leistungen überzeugt. Wir tun übrigens alle gut daran die Tatsache, dass wir in der Vorbereitung nach wie vor ungeschlagen sind, nicht überzubewerten. In allen Spielen, auch und gerade heute, wurde viel gewechselt, viel probiert. Ob dann auf dem Platz immer die besten Teams oder Spieler standen, lassen wir mal außen vor. Das ist eben Vorbereitung. Und doch machen mir so einige richtig Sorgen. Sebastian Hahne trainiert aufgrund seiner beruflichen Situation kaum mit uns. Nils Hoppe hat heute gegen Schonnebeck gefehlt – auch hier bin ich mir mit „Konstanz“ noch nicht im Klaren. Also: Es gibt überhaupt noch keinen Trend, wer gegen Schermbeck am kommenden Sonntag spielt. Da kann sich sogar noch in letzter Sekunde gegen Wickede am Dienstag jemand empfehlen. Auch in Sachen Torwart ist alles offen, auch wenn heute Kevin Beinsen im Kasten stand.

HSC: Kevin Beinsen, Marcel Reichwein (64. Mirco Gohr), Robin Rosowski, Tomislav Ivancic, René Richter (70. Steven Kodra), Mischa Mihajlovic (64. Moritz Müller), Sebastian Hahne, Mohamed Yarhdi, Aldin Kljajic, Nico Berghorst (77. Justin Pfaff), Lennart Uedickoven.
SpVg Schonnebeck: Philipp Sprenger, Emre Kilav (46. Arian Reimann), Orhan Dombayci, Denzel Oteng Adjei (46. Markus Hepple), Thomas Denker (46. Lukas Bosnjak), Simon Ogrzall (46. Simon Ogrzall), Ismael Remmo, Mohamed Cissé, Georgios Katsatis, Kai Nakowitsch, Adrian Schneider (46. Dennis Abromisow)
Tor: 1 : 0 Berghorst (47.)
Schiedsrichter: Max Conrad (SC Overberge)
Zuschauer: 42.

Bild: HSC-Torschütze Nico Berghorst(li.)  im Zweikampf mit einem Schonnebecker Gegenspieler.

 

 

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.