Vorentscheidendes Kellerduell steht Kaiserau II und Weddinghofen bevor

722

Fußball: Zum zweiten Mal in dieser Saison musste der VfL Kamen eine Niederlage auskosten. Die zweite in Folge, die zweite im Jahnstadion. Nach Frömern machte es jetzt Königsborn. „Ein Tief“, so bezeichnete VfL-Coach Marko Barwig die aktuelle Lage, „wir müssen uns da wieder rausziehen.“ Er sieht sich in dieser Woche bei der Trainingsarbeit gefordert. Am kommenden Spieltag wartet nämlich eine weitere schwere Aufgabe in Massen auf den Tabellenführer, danach geht es gegen Wethmar II. Zwar ist der Vorsprung von elf Zählern immer noch komfortabel, aber weiteren Boden will man nicht mehr verlieren. Allerdings fehlt in den kommenden Begegnungen Potthoff, der in der 70. Minute mit Rot vom Platz flog. Barwig: „Wir müssen uns jetzt wieder strecken.“

Als Außenseiter fuhr der Königsborner SV zum Spitzenreiter Kamen. So jedenfalls sah Spielertrainer Tobias Retzlaff die Rolle seiner Mannschaft vor dem Anpfiff. Dass es anders, ja, besser kam, machte ihn sehr happy und er gab das auch zum Ausdruck. „Kompliment an die Mannschaft, wir sind für unseren tollen Kampf belohnt worden.“ Zum Mann des KSV-Spiels avancierte Torjäger Phillip Staklies, der mit den Saisontoren 15 und 16 hauptsächlich zum Königsborner Sieg beitrug. Bemerkenswert schon deshalb die KSV-Leistung, weil man nach dem Platzverweis von Kisa (44.) lange in Unterzahl agieren musste.

Ralf Dreier, Trainer der SG Massen, war nach dem Donnerstag-Spiel in Frömern sauer. Sauer darüber, dass seine Mannschaft alles, was sie noch in Durchgang eins ausgezeichnet hatte, über den Haufen warf und desolat auftrat. „Da haben meine Spieler alles vergessen, was wir vorher noch gut gemacht haben. Wir verlieren die Kontrolle über das Spiel und  werden auswärts ausgekontert.“ So musste sich die SGM noch den 1:1-Ausgleich gefallen lassen. Am Ende zwar ein gerechtes Resultat, aber „wir müssen in den ersten 45 Minuten höher als 1:0 führten“, kartete Dreier weiter nach. Bis auf Martello – wechselt nach Mühlhausen – werden wohl alle anderen Spieler SG Massen die Treue halten.

Waldemar Musiol, Trainer des SV Frömern, war gar nicht gut zu sprechen auf Schiedsrichter Ölmez, der mit seinen Entscheidungen beide Mannschaften Frömern wie Massen, benachteiligte. Sein größter Aufreger war der Platzverweis für Heppe in der Schlussphase. „Jeder hat gesehen, dass sein Foul nicht rotwürdig war.“ SVF-Torjäger Bremkes schaffte den 1:1-Ausgleich, was gleichzeitig sein 30. Treffer war in dieser Saison.

Nach Ahmed Aktas (FC Overberge) verstärkt in der kommenden Saison auch Coskun Bayir, zuletzt FC TuRa Bergkamen, den TSC Kamen. Verhandlungen mit weiteren möglichen Neuzugängen laufen. Im letzten Heimspiel zeigte sich deutlich, dass der TSC die Saison so gut wie abgehakt hat. „Kein Spieler zeigte Normalform“, kritisierte Spielertrainer Tuncay Sönmez, „wir sind uns nach einer Führung oftmals schon zu sicher. Das rächt sich.“

Der SV Bausenhagen setzte seine Erfolgsserie beim TSC Kamen fort, gewann 2:1 und hat sich mittlerweile um 13 Punkte vom vorletzten Tabellenplatz, dem Abstiegsrang, abgesetzt. Zwar lag man nach 39 Minuten 0:1 zurück, doch nach der Pause drehte der SVB auf und kippte innerhalb von 13 Minuten durch Tore von M. Wegener und Sonnenberg die Partie zum 2:1-Sieg.

Sebastian Eckei neuer Trainer beim BSV Heeren

BSV Heeren nähert sich dem von Trainer Ingo Tiede angegeben Saisonziel von 40-Punkten immer mehr. Im Heimspiel gegen Weddinghofen gab es einen deutlichen 4:0-Erfolg, sodass jetzt 37 Zähler zu Buche stehen. Nach der 0:10-Klatsche in Massen, wo anschließend Tiede seine Konsequenzen zog und sein Traineramt zum Saisonende niederlegte, hat die Mannschaft anschließend gute Ergebnisse abgeliefert und sich ordentlich präsentiert. Die Nachfolge von Ingo Tiede ist jetzt auch geklärt: Zur neuen Saison wird der bisherige „Co“, Sebastian Eckei, die Traineraufgaben hauptverantwortlich übernehmen. Zur Jahreshauptversammlung hat der BSV für den Freitag, 8, Mai, 20 Uhr, in das Vereinsheim eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen des Vorstandes.

Am Sonntag kommt es am Häupenweg zum vorentscheidenden Abstiegsduell zwischen Gastgeber VfK Weddinghofen und SuS Kaiserau II. Der VfK hat noch ein Vier-Punkte-Polster. In Heeren am Sonntag hatte man optisch gesehen zwar mehr Ballbesitz, blieb aber vorne im Angriff harmlos. Da müssen die Lewandowski-Mannen vor dem Anpfiff gegen Schwarz-Gelb aber ordentlich Zielwasser trinken.

Den Pflichtsieg fuhr der SuS Kaiserau II gegen Schlusslicht Billmerich ein, den ersten übrigens in diesem Jahr. Maßgeblichen Anteil an dem 5:0 hatten die Leihgaben aus der Ersten, Möller und Gollan, die beide je zwei Mal trafen. Gemessen an den Chancen hätte der Dreier sogar noch höher ausfallen können.  Das jedoch wollte SuS-Spielertrainer Fabian Blum nicht überbewerten. „Das war ein ganz wichtiger Sieg, auch für das Selbstvertrauen. Jetzt muss es gegen Weddinghofen so weiter gehen.“

Das Verletztenpech reißt beim TuS Hemmerde einfach nicht ab. Neben den Langzeitverletzten fielen beim Gastspiel in Niederaden auch noch Brunsmann, Peters, Möller und Rithar aus, sodass die Tadday-Truppe quasi „aus dem letzten Loch“ pfiff. Sogar Keeper Liebner musste im Feld ran. Früh verletzten sich im Spiel in Niederaden auch noch Mujkic sowie Kimpel und später auch Hoffmann aus. Dennoch brachte man einen Dreier mit nach Hause. Julian Blume gelang in der 88. Minute der siegbringende dritte Treffer (3:2).  Ausdruck guter Moral in der TuS-Mannschaft. Beyer und Kuhlmann hatten vor der Pause getroffen, Niederaden glich zum 2:2 aus.

Thomas Kramer, der Coach des SSV Mühlhausen-Uelzen II, haderte nach dem späten 1:2 mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen und der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Kruck, Ellerkmann und Stiepermann versagten, ehe Stiepermann dann doch der 1:0-Führungstreffer fast mit dem Pausenpfiff gelang. Kramer: „Wenn der Unparteiische das Foul an Kruck geahndet und den eigentlich fälligen Elfmeter gegeben hätte, hätte es wahrscheinlich 2:0 geheißen“ – und der Dreier wäre wohl im Mühlbachstadion geblieben. So gingen aber noch alle drei Zähler flöten.

Als Westfalia Wethmar U23 in der 75. Minute Cillien mit der Ampelkarte verlor, schien im Mühlbachstadion die Niederlage perfekt, zumal man 0:1 zurück lag. Doch weit gefehlt: Nach einem langen Freistoß in den Strafraum wusste sich ein SSV-Akteur nur mit einem Handspiel zu helfen, sodass Stork per Strafstoß ausgleichen konnte, ehe wenig später Hellmich sogar den Dreier perfekt machte.Westfalia-Trainer Simon  Erling war am Ende heilfroh: „Das war eine echte Willensleistung.“

Bild: Niklas Arnold – am Ball – verstärkt mit einigen Spielern aus der Ersten die abstiegsbedrohte Kaiserauer Reserve.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.