300 Kilometer Busfahrt und gegen Top-Gegner: HSC will Sieg im Westfalenpokal gegen Espelkamp als Ausgleich

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Fußball: Krombacher-Westfalenpokal, 1. Runde: SC Preußen Espelkamp (Westfalenliga 1) – Holzwickeder SC (Oberliga), Sonntag, 22. August, 15 Uhr, Sportpark Mittwald, Koloniestraße 32, 32339 Espelkamp. Eine Sonntagstour der besonderen Art steht Oberligist Holzwickeder SC am Sonntag, 22. August, bevor. Insgesamt 300 Kilometer mit Hin- und Rückreise muss der HSC zum Sportpark Mittwald bewältigen. Dort, in der beschaulichen 24.600-Einwohnerstadt Espelkamp im Regierungsbezirk Detmold im Kreis Minden-Lübbecke geht es um 15 Uhr gegen den FC Preußen Espelkamp.

Die „Adlerträger“ des FCP sind ein äußerst unangenehmer Gegner und in diesem Match keinesfalls ein typischer Außenseiter. Die Preußen führten bis zum coronabedingten Abbruch in der Spielzeit 20/21 die Westfalenliga 1 souverän an und gelten auch 21/22 als Top-Favorit. Mit vielen gestandenen Bundesliga- Regional- und Oberligaspielern sowie sehr guten Neuzugängen, einer Kooperation mit Arminia Bielefeld und finanziell gut ausgestattet mit Sponsorenmitteln eines bekannten Automatenherstellers, erwartet die Fans am Sonntag ein komplett ausgeglichenes Spiel – und sogar leichten Vorteilen auf dem Papier für den Gastgeber an der Grenze zu Niedersachsen. Der Sieger der Begegnung wird doppelt belohnt. Neben dem Einzug in die zweite Runde und einer höheren Geldprämie lockt dort ein zuschauerträchtiges Heimspiel gegen den Sieger der Partie SG Wattenscheid (Oberliga) und SC Verl (Dritte Liga).

Espelkamp deklassiert Top-Meisterschaftsfavorit der Oberliga auswärts mit 5:1

Preußen Espelkamp und Trainer Oliver Daseking haben sich gegen Holzwickede so einiges vorgenommen. Allein die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele lassen aufhorchen. Den Top-Favoriten der Oberliga Westfalen, den FC Gütersloh, schoss die Elf mit 5:1 von deren eigenen Platz im Heidewaldstadion. Gegen den Regionalligisten SV Lippstadt holte man ein sehr achtbares 0:0, gegen SC RW Maaslingen (7:2) und VfL Osnabrück U19 (4:1) warf man die Tormaschine an. Niederlagen gab es gegen den Regionalligisten und geografischen Nachbarn BSV Rehden mit 0:7 zu Beginn der Testspielserie und gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück auswärts mit 1:5. Zuletzt setzte es eine 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den Oberligisten SC Paderborn U21, gegen den allerdings auch der HSC in den letzten drei Jahren nie gewinnen konnte.

Mit „zwei Krachern“ noch mal nachgelegt

Um den Traum vom Einzug in den DFB-Pokal und die Meisterschaft und Aufstieg in die Oberliga zu realisieren, legte Espelkamp zuletzt noch mal kräftig personell nach. Sturm-As Alban Shabani, 29 Jahre, kam vom Landesligisten SC Peckeloh und traf dort fast nach Belieben. Mit dem 32-jährigen Julian Stöckner, Abwehrchef und Kapitän des Drittligisten SC Verl und vorher beim SV Lippstadt aktiv, wurde ein weiterer sehr erfahrener Top-Spieler verpflichtet.

„Wir brennen und wollen weiter“

Für den HSC hängen die Trauben am Sonntag also denkbar hoch. Vom Papier her hat sogar Espelkamp aufgrund des großen und qualitativ bestens aufgestellten Kaders mit vielen Möglichkeiten die Nase etwas vorn. „Das ist ein Spiel zumindest auf Augenhöhe. Das wird sehr, sehr schwer“, weiß HSC-Coach Marc Woller. Dem kommen nun die Trainerzeit in Lippstadt und viele gute Tipps von Kennern der Fußballszene in Ostwestfalen zugute. „Wir haben einen Plan, wir brennen, denn wir wollen die 2. Runde erreichen und uns und die Fans mit einem attraktiven Gegner wie der SG Wattenscheid oder dem SC Verl belohnen“, so der Cheftrainer.

Kunstrasen in Espelkamp

Gespielt wird im Sportpark Mittwald auf Kunstrasen. Das wird dem Gastgeber mit seinen schnellen Spielern entgegenkommen. Ein Training auf diesem Geläuf hat der HSC in dieser Woche allerdings nicht bestritten. „Wir sind vorbereitet und Wissen um die ungemeine Schwere der Aufgabe“, so Woller.
Personell gibt es noch viele Fragezeichen. Ob Stürmer Philipp Gödde auf dem ungeliebten Kunstrasenplatz aufläuft, wird kurzfristig entschieden.

Maximilian Dolch Leiter der Pokal-Begegnung

Als Schiedsrichter setzte der Verband den erfahrenen Unparteiischen Maximilian Dolch ein. Der berufliche Senior Project Manager in einem global tätigen Detmolder Verbindungs- und Elektrotechnik-Unternehmen ist auch Lehrwart in seinem Bezirk und pfeift für Schloss Holte Stuckenbrock.

Fanbus fährt um 11.00 Uhr ab Montanhydraulik-Stadion

Der HSC hat für seine Anhänger einen Fanbus organisiert. Der fährt um 11.00 Uhr ab Holzwickeder Montanhydraulik-Stadion.

Bildzeile: Immer einen Kopf höher springen als sein Gegenspieler, das wünschen alle HSC-Freunde dem Defensivspezialisten Lennart Uedickoven im schweren Westfalenpokalspiel am Sonntag in Espelkamp.

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