28:26-Heimsieg gegen abwehrstarke Wölfe

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Handball: Zum Auftakt sechs intensiver Wochen mit insgesamt elf Ligaspielen hat der ASV Hamm-Westfalen einen 28:26-Sieg gegen die erwartet abwehrstarken Gäste der DJK Rimpar gefeiert, die während der von beiden Seiten äußerst engagiert aber nie unfair geführten Partie nicht einmal in Führung lagen. In einer wie eine Woche zuvor sehr gut eingestellten ASV-Mannschaft ragte ein Akteur besonders heraus: Rechtsaußen Jan Pretzewofsky behielt auch in spielentscheidender Phase die Nerven und verwandelte acht seiner zehn Torwürfe. Insgesamt setzten die Westfalen sehr erfolgreich ihre Außenspieler in Szene, auch Linksaußen Fabian Huesmann steuerte wieder vier Feldtore zum Heimsieg bei.

„Wir wussten: Wenn wir das Ergebnis hochtreiben, ist es für uns besser als für Rimpar. Wir freuen uns sehr über den Sieg“, erklärte ein zufriedener ASV-Trainer Michael Lerscht nach der Partie, der auch ein Sonderlob an Pretzewofsky verteilte: „Auch in der entscheidenden Phase hat er sehr kalt die Tore gemacht. Wir freuen uns extrem darüber, da hängt auch einiges daran. Auch Fabian Huesmann hat wieder vier Tore aus der Ecke gemacht.“ So habe die Mannschaft da gut vorgearbeitet, etwa Kreisläufer Jan Brosch die Bälle „zu den Außen transportiert“, so Lerscht weiter.

Aber der Weg zum knappen Heimsieg war äußerst arbeitsreich. Zwar starteten die Gastgeber besser, blieben fast sechs Minuten ohne Gegentor und gingen durch Brosch und Jan von Boenigk mit 2:0 in Führung, danach glich die DJK aber auf 2:2 aus. Auffällig war in diesen ersten siebeneinhalb Minuten, wie lange die Gäste ihre Angriffe ausspielten. Immer wieder zwangen die Westfalen sie ins Zeitspiel, doch oft genug wusste das Team von Ceven Klatt dennoch eine Lösung. Nach zwischenzeitlicher 7:3-Führung glich Rimpar in der 17. Minute auf 7:7 aus. Erst die erneuten vier Tore in Folge und die daraus folgende 11:7-Führung sollte zur Pause aus Sicht des ASV Bestand haben, in die die Teams mit 13:9 gingen.

„Es war ein sehr knappes Spiel, das in den letzten fünf Minuten entschieden wurde“, fasste Klatt die folgende zweite Halbzeit zusammen. „Wir spielen für unsere Verhältnisse eine sehr gute zweite Hälfte im Angriff, bekommen aber zu viele Gegentore“, so der DJK-Coach weiter. „Ich muss meiner Mannschaft dennoch einen couragierten Auftritt attestieren. 28 Gegentore waren für uns zu viel, wenn wir hier 26 Tore werfen, muss das eigentlich ausreichen.“ Und die Chance zu Zählbarem bot sich den Gästen tatsächlich.

Sonderlob an Jan Pretzewofsky – Acht Tore

Ähnlich wie im ersten Abschnitt ließen sich die Gäste nicht abschütteln. Tor um Tor kämpften sie sich zurück – in der 46. Minute glich Steffen Kaufmann zum 19:19 aus. Aber der erneut sehr umtriebige ASV-Mittelmann Merten Krings antwortete prompt, Fabian Huesmann erhöhte nur 22 Sekunden später in der 47. Minute zum 21:19. Vorangegangen waren zwei Paraden des gerade erst eingewechselten Jan Wesemann, mit dem Michael Lerscht die Gäste erfolgreich vor neue Aufgaben stellte. Allerdings hatte zuvor auch Felix Storbeck gute Leistungen gezeigt, der es am Ende auf acht Paraden brachte.

Doch wie zuvor blieben die Wölfe unbeeindruckt. Das sechs Minuten vor dem Ende durch Pretzewofsky hergestellte 24:22 glichen sie wieder aus. Der Ausgang der Partie war gut drei Minuten vor Schluss beim Stand von 25:25 völlig offen. Per Doppelschlag durch Brosch und Huesmann bogen die Gastgeber aber endgültig auf die Siegerstraße ein. Nach dem Treffer von Steffen Kaufmann zum 27:26 sorgte Marian Orlowski für den Schlusspunkt mit seinem Tor zum 28:26-Endstand zwei Sekunden vor dem Ende.

ASV Hamm-Westfalen – DJK Rimpar 28:26 (13:9)
ASV:
Storbeck (8 Paraden), Wesemann (3) – Genz (1), Huesmann (7/3), Brosch (4), Fuchs, Spiekermann, Fernandez, Schwabe, Krause, Krings (5), Pretzewofsky (8), Orlowski (2), Schöße, Franke, von Boenigk (1).
DJK: Mallwitz (7), Wieser – Schömig (3), Böhm, Karle, Neagu, Schmidt (3), Kaufmann (4), Siegler (2), Wirtz (1), Meyer (3), Dayan (3), Kovacic (5), Brielmeier (1), Sauer, Bialowas (1/1).
Schiedsrichter: Marvin Cesnik, Jonas Konrad.
Siebenmeter: ASV 3/3 (Huesmann), DJK 1/3 (Schömig 0/1, Bialowas 1/2).
Zeitstrafen: ASV 6 min, DJK 10 Minuten.

Bildzeile: Marlon Olowski traf zwei Mal für den ASV gegen Rimpar und sorgte für den Schlusspunkt / Foto Wegener.

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