21:30 – ASV geht gegen Favorit Gummersbach leer aus

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Handball: Gegen den erwartet starken Gastgeber Gummersbach ist der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in der Schwalbe-Arena leer ausgegangen und konnte nicht an die guten Leistungen gegen Bietigheim und Rimpar anknüpfen. Am Ende hatte die Mannschaft von Michael Lerscht mit 30:21 (17:9) das Nachsehen, der VfL meldete sich nach schwierigen Wochen eindrucksvoll im Aufstiegskampf zurück.

Von Beginn lief es bei den Gästen aus Westfalen an diesem Abend nicht rund. Mit drei individuellen Fehlern starteten sie ins Spiel, der VfL bestrafte jeden konsequent. Bereits nach 43 Sekunden lag Gummersbach mit 2:0 in Führung, nach acht Minuten betrug die Führung des Favoriten sogar schon 7:3. Lerscht hatte genug gesehen, versuchte in einer Auszeit die eigenen Reihen neu zu ordnen. Bis zum 8:5 änderte sich aber am Verlauf wenig, vorne gelang es den Westfalen nicht, Lücken zu reißen. So setzte der ASV-Coach nun auf den siebten Feldspieler, um in Überzahl klare Chancen zu kreieren. Aber die Abwehr der Gastgeber blieb stark, Torwart Matthias Puhle lief dahinter zu Hochform auf.

Während die Bälle der Gäste in der Abwehr oder am Torwart hängenblieben, verwandelte der VfL direkt ins leere ASV-Tor: Aus 8:5 wurde so schnell ein 12:5. Erst in der 18. Minute beendete Kreisläufer Jan Brosch die Torflaute der Westfalen, seinem Tor zum 12:6 ließ Jan Pretzewofsky kurz darauf das 12:7 folgen. Die Westfalen schienen in die Partie finden zu können. VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson reagierte prompt mit einer Auszeit.

Und wieder sollte den Gastgeber in der Folge eine Serie gelingen: Von 14:8 schraubte der Tabellendritte den Zwischenstand auf 17:8 hoch. Derweil hatte Michael Lerscht Nachwuchsmann Florian Schöße auf Rückraum Mitte ins Team beordert. Der bedankte sich für seinen zweiten Bundesligaeinsatz mit seinem ersten Bundesligator – gleichzeitig der 17:9-Halbzeitstand.

Nach diesem Verlauf konnte es für den ASV nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Zu stark war der Gastgeber, zu fehlerbehaftet das eigene Spiel. Die Westfalen bewiesen Moral und hielten im zweiten Abschnitt dagegen. Michael Lerscht gewährte auch den jüngeren Akteuren wie Alex Rubino Fernandez und David Spiekermann sowie Jan Wesemann im Tor viele Spielanteile. Nach einer wesentlich ausgeglicheneren Halbzeit feierte Gummersbach so am Ende einen verdienten 30:21-Sieg.

Trainerstimmen
Michael Lerscht (ASV): „Erste Halbzeit sehr guter Torwart, sehr gute Deckung. Viel zusammengekommen für uns, kommen nicht gut ins Spiel. Schaffen es nicht, uns dann daraus zu ziehen. Dann macht es Gummersbach richtig gut.“
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL): „Bin sehr, sehr glücklich und zufrieden. Was die Jungs in der ersten Halbzeit geleistet haben und Matze gehalten hat. Ich bin einfach froh, dass die Jungs sich für die harte Arbeit der letzten Wochen selbst belohnt hat. In Lübeck waren wir noch ein Stück weit unsicher, davon haben wir uns heute befreien können.“

Bereits am Sonntag geht es für den ASV weiter, dann treten die Westfalen beim Dessau-Roßlauer HV an, Mittwoch empfängt die Mannschaft dann Spitzenreiter Handball Sport Verein Hamburg in der WESTPRESS arena.

VfL Gummersbach – ASV Hamm-Westfalen 30:21 (17:9)
VfL: Valerio, Puhle (1) – Schröter (6/1), Fanger, Köster (1), Kontrec (1), Häseler (2/1), Schneider (4), Herzig (5), Meinhardt (2), Santos, Kiesler, Haller, Stüber (4), Eickhoff (2, Bozovic (2).
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4/1), Huesmann (1/1), Brosch (3), Fuchs, Spiekermann (2, Fernandez (2), Schwabe (2), Krause, Krings (4), Pretzewofsky (1), Orlowski (1), Schöße (1), Franke, Boenigk.
Schiedsrichter: Philipp Dinges und Tobias Schmack.
Siebenmeter: VfL 2/5, ASV 2/4.
Zeitstrafen: VfL 12 min, ASV 2 min

Bildzeile: Florian Schöße schafftein seinem zweiten Bundesligaeinsatz sein erstes Bundesligator /Foto: Gummich/ASV.

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