2 : 4: HSC mit erster Heimniederlage nach fast zwei Jahren

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Fußball-Oberliga Westfalen: Holzwickeder SC – TuS Ennepetal 2:4 (0:1).
Die Serie von 3:1 und 3:2-Siegen gegen den TuS Ennepetal in den letzten Spielzeiten ist gerissen. Am Sonntag setzte es vor 350 Zuschauern für den HSC ein 2.4 im ersten Heimspiel der Oberliga-Spielzeit 21/22 gegen den TuS Ennepetal. Der HSC steht nun auf dem 13. Platz gegen jenen Verein, zu dem Trainer Alexander Thamm nach dem Spiel bei der Pressekonferenz aus dem Nähkästchen plauderte: „Beim Abschlusstraining am Freitagabend waren gerade 13 Spieler dabei. Wir sind halt ein besonderer Verein mit besonderen Strukturen.“ Wenn es denn zum Erfolg und Platz 2 führt…

Kein Vergleich zum Clarholz-Match

Der Holzwickeder SC konnte an diesem spätsommerlichen Sonntag wahrlich nicht an die Leistungen des ersten Auswärtssiegs mit 2:1 in Clarholz anknüpfen. Im Gegenteil: Der neue VIP-Raum im Stadion und die große Zuschauerkulisse waren eher Hemmschwelle statt Motivation.

Bereits vor dem Spiel ging es um das Thema „Farben“. Der HSC wollte in Blau antreten – der TuS psychologisch in exakt Rot-Schwarz des SV Lippstadt mit der Aufschrift „Pro Zukunft“ , also der alten Spielkleidung von Marc Wollers altem Verein SV Lippstadt. Also trat der HSC in Grün an – die Unparteiischen mussten auf „Schwarz“ wechseln.

„Farbenspiel“ führte nicht zum Erfolg

Doch was auch immer sich Marc Woller & Co ausgedacht hatten – es ging überhaupt nicht auf. Marcel Duwe scheiterte in der 10. Minute an Ennepetals Keeper Marvin Weusthoff. Das war es für lange Zeit für den HSC. Ganz anders der TuS Ennepetal und der Pechvogel des Spieltags, Nicolas Külpmann, ein Hüne seiner Zunft; aber in Holzwickede das personifizierte Pech. In der 12. Minute schoss er komplett freistehend am Zentimeter am HSC-Kasten vorbei. Das war mehr als eine hundertprozentige Möglichkeit.

HSC ab Mitte Halbzeit eins in Tiefschlaf

Die Quittung für schlechte 45 Minuten erhielt der HSC in der 36. Minute. Nils Nettersheim erzielt komplett freistehend die Gäste-Führung (36.). Vereinskollege Robin Gallus hätte das 2:0 erzielen können, ja müssen, doch scheiterte er an HSC-Torhüter Kevin Beinen.

HSC nach Halbzeitansprache hellwach – doch dann schlug es unerbittlich ein

In der 49. Minute hätte dann HSC-Goalgetter Philipp Gödde dann die Wende bringen können. Doch komplett freistehend, schaffte es der Ex-Oberhausener seinen Kopfball über den Kasten zu setzen. Das war schon mehr als Pech, denn diese Chance hätte Gödde verwerten können, ja aufgrund seiner Chancen im höherklassigen Fußball müssen.

Wenn’s der eine nicht kann…

Ja, wenn’s es der eine nicht kann, dann schlägt halt der andere zu. Der HSC hatte all sein Pulver scheinbar verschossen und musste das 0:2 durch Cedrick Hupka (50.) und 0:3 und Kevin Meckel (56.) per Doppelschlag hinnehmen. Das war mehr als eine Vorentscheidung. Das 1:3 durch Moritz Müller (68.) war nett – aber wurde durch das 1:4 durch Florian Gerding in der 83. Minute als Ergebniskosmetik degradiert. Sehenswert war der Freistoß zum 2:4 durch Leon Gensicke aus 20 Metern zum 2:4 und Endstand (86.).

Trainerstimmen
Marc Woller (HSC): Am Ende ist der Sieg der Gäste verdient. Wir hätten in der ersten Halbzeit schon drei Gegentreffer bekommen können. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt. Wir wollten enger an den Gegenspielern stehen, haben aber am Ende keine Absicherung nach hinten gehabt.
Alexander Thamm (Ennepetal): Wie mein Kollege Marc Woller hasse ich es zu verlieren. Das ist hier ein ganz tolles Stadion, tolle Zuschauer und ein Gegner, der echtes Oberliga-Format repräsentiert.

HSC: Kevin Beinsen, Moritz Müller (89. Damian Lillic), André Schneider, Enis Delija, Philipp Gödde, Tomislav Ivancic, Leon Gensicke, Nils Hoppe. Robin Schultze, Marcel Duwe (68. Jonathan Kyerematang), Lucas Arenz.
TuS Ennepetal: Marvin Weusthoff, Florian Gerding, Stefan Siepmann, Kevin Meckel, Cedrick Hupka (86. Armel-Aurel Nkam), Nils Nettersheim (68. Ibrahim Lahchaychi), Marvin Mattern, Ceniz Yasar, Robin Gallus (90+1 Ivan Paradzik), Maik Bollmann, Nicolas Külpmann (75. Leon Enzmann).
Tore: 0:1 Nettersheim (36.). 0:2 Hupka (50.), 0:3 Meckel (56.), 1:3 Müller (68.), 1:4 Gerding (83.), 2:4 Gensicke (86.).
Schiedsrichter: Thomas Visse (SC Hörstel)
Zuschauer: 350.

Bildzeile: Trotz allem Einsatzes von Robin Schultze (re.) in dieser Spielszene musste sich der HSC erstmals wieder im Montanhydraulikstadion geschlagen geben.

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