2:2 in einem knüppelharten Spiel

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Fußball-Westfalenliga: SV Hohenlimburg – SV Holzwickede 2:2 (1:1). Zwei Holzwickeder Holzwickeder Spieler (Than Tan Tran und Marco Hesse) zu Untersuchungen  im Krankenhaus, mit Fabian Lenz ein weiterer, der am Freitag zum Röntgen muss. Einen knüppelharten Abstiegskampf an der Grenze zum Unfairen, insbesondere bedingt durch die überaus harte Gangart der Gastgeber, erlebten die rund 150 Zuschauer beim Duell der beiden HSV-Teams, also SV Hohenlimburg und Spielvereinigung Holzwickede.

Idyllisch war einig die schöne Anlage im Kirchenberg-Stadion – auf dem Spielfeld ging es äußerst hart zu. Das 2:2 am Ende nutzt beiden wenig, es bleibt spannend. Die Spielvereinigung Holzwickede hätte in der Schlussphase bei numerischer Überzahl nach einer gelb-roten Karte gegen Benyounes Ballout (74.) mit fünf hundertprozentigen Chancen für Fabian Lenz, Sitki Üstün und gleich dreimal Peter Suchy alles klar machen müssen, musste aber in der 85. Minute noch den Ausgleich durch den eingewechselten Dennis Zuhmann hinnehmen.

Die Holzwickeder hatten einen Auftakt nach Maß. In der 8. Minute köpfte Norbert Kaczmarek nach Ecke von Sitki Üstün zum 1:0 ein. In der 20 Minute dann der erste Schock für die Holzwickeder: Marco Hesse kam zu Fall und knickte dabei um. Chris Haumer musste ihn ersetzen. In der 23. Minute scheiterte Christopher Franz an Keeper Manuel Wolff, der mit Fußabwehr parierte. Das erste Lebenszeichen der Hohenlimburger sendete Dogan Okumak, der in der 31. Minute aus 20 Metern knapp den Kasten verfehlte. Nach Traumpass von Tan Tran Thran auf Fabian Lenz versuchte dieser es mit einem Heber – Zentimeter fehlten zum 2:0 für Holzwickede. Der durchgebrochene Tan Tran Thran wurde in der 37. Minute förmlich umgetreten – die gelbe Karte durch Schiedsrichter Jens Jermonin aus Bochum war da fast schon ein Gnadenakt für die Hohenlimburger. Fast wie aus dem Nichts dann der Ausgleich. Serdar Demirel traf nach einem Abwehrfehler aus kurzer Distanz zum 1:1 (40.)

Schlimmes war für die zweite Hälfte für die Holzwickeder zu befürchten: das Auswechselkontingent erschöpft und Fabian Lenz schwer angeschlagen, dazu  der Schock des späten Ausgleichs. Doch die Spielvereinigung zeigte unglaubliche Moral. Sitki Üstün schoss erst bei einem Konter neben das Tor (48.) und machte es dann in der 55. Minuten nach einem tollen Solo besser  –  2:1 für Holzwickede (Bild: Torjubel nach dem 2:1). Hohenlimburg war sichtlich geschockt,  einzig Dogan Okumak hielt richtig dagegen und brachte die Holzwickeder in manche Verlegenheiten. Die gelb-rote Karte für Benyounes Ballout (74.) war folgerichtig und sprichwörtlich „erarbeitet“. Und doch mussten die Gäste durch ihre fünf Hundertprozentigen alles klar machen müssen – doch dann kam jene 85 Minute und der vermeidbare Ausgleich durch Dennis Zuhmann mit seinem ersten Saisontreffer für die Hohenlimburger.

Trainerstimmen:

Marc Woller (Holzwickede): „Wir müssen jetzt mal schauen, wen wir gegen Erndtebrück noch aufbieten können. Der Schiedsrichter, und für diese Aussage stehe ich, hat unsere Spieler nicht gut geschützt. Es ist sehr schade für uns, dass wir den Ausgleich noch hinnehmen mussten. Was nützen uns alle Komplimente, wir müssen jetzt mal wieder dreifach punkten und uns für unsere engagierte Leistung und Moral belohnen.“

Sezgin Aydin (Hohenlimburg): „Diese Punkteteilung hilft niemanden. Holzwickede hatte, gerade zum Schluss und bei unserer Unterzahl, viele Chancen, den Sack zuzumachen. Wir wollten von Beginn an kämpferisch und aggressiv  dagegen halten. Das ist Abstiegskampf. Dass wir noch in Unterzahl den Ausgleich erzielt haben, war gar nicht mal so unverdient, vor allem, da wir am Ende noch bei zwei Chancen hätten gewinnen können. Jetzt geht es nach Mengede – und da werden wir wieder alles herausholen.“

HSV: Halilovic, Kaczmarek, Lenz, Aktas, Senga, Üstün, Hense, Hesse (20. Haumer), Franz (37. Thran, 46. Köhn), Suchy, Kaiser.
Tore: 0:1 (8.) Kaczmarek, 1:1 (40.) Demirel, 1: 2 (55.) Üstün, 2:2 (85.) Zuhmann.

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