19:35 – Desolate „Cobras“ haben vorne keine Ideen

412

Handball Verbandsliga: SuS Oberaden I – HSG Gevelsberg-Silschede 19:35 (10:15). In einem desolaten Zustand präsentierte sich der SuS Oberaden am Samstagabend. Dabei hatte sich das Team von Spielertrainer Mats-Yannick Roth so viel für das Heimspiel gegen die vom im heimischen Handballkreis bekannten Dirk Block trainierte Mannschaft aus dem Sauerland vorgenommen. Die Hinspielniederlage mit 22:36 sollte vergessen gemacht und ein ordentliches Ergebnis gegen den Tabellendritten erzielt werden.

Bild: Der Ex-Kamener Dirk Block saß auf der Trainerbank bei der HSG Gevelsberg-Silschede.

Das Gegenteil trat ein, obwohl die an diesem Tag zahnlosen „Cobras“ einen guten Start erwischten und bis zur 16. Minute mehrmals in Führung lagen. Das 8:8 zu diesem Zeitpunkt lag nicht unwesentlich an Torhüter Marvin Makus und Top-Torjäger Fabian Lauber, der trotz einer offensiven Deckung wieder zweistellig traf. Nach diesem letzten Gleichstand stellten die Hausherren zwölf Minuten lang das Torewerfen ein. Das übernahmen die Gäste und gingen mit 14:8 in Führung. Immer wieder bestrafte die HSG Fehler im Angriff mit Gegenstößen, meist über Josip Lukic. Auch eine Auszeit des SuS brachte keine grundlegende Besserung, so dass mit 10:15 die Seiten gewechselt wurden

Nahtlos knüpften beide Mannschaften in der zweiten Halbzeit an die Leistungen der ersten 30 Minuten an: Gevelsberg hui und der SuS pfui. In den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs erzielten die Gastgeber zwei Treffer und die Mannschaft aus Gevelsberg deren sechs, so dass nach 40 Minuten der Abstand zwischen beiden Teams zu ersten Mal zehn Tore (11:21) betrug. Besonders Gevelsbergs Christopher Schrouven, der erst zu Ende der ersten Halbzeit eingesetzt wurde, spielte die Heimmannschaft teilweise schwindelig. So wurde es am Ende keine Verbesserung zum Hinspiel, sondern im Gegenteil eine Verschlechterung.

Bild: Sinnbildlich für den Spielausgang – förmlich auf dem Hosenboden saßen am Ende die Cobras nach der 19:35-Heimpleite gegen Gevelsberg.

Völlig konsterniert war entsprechend der SuS-Coach nach dem Spiel, der dabei die durch berufliche Belastungen bedingte magere Trainingsbeteiligung beklagte: „Manchmal sind nur vier oder fünf Spieler beim Training. Da kann man dann z.B. keine zweite Welle einüben.“ Zum Spiel selber meinte er: „Im Vorfeld war ja das Ziel ausgegeben, das Spiel offen zu halten und bei schwierigen Phasen wir uns da achtbar rausziehen. Leider war es wieder so, dass wir wieder diese Phase hatten und da hatten wir vorne einfach keine Ideen mehr. Der Gegner hatte sich natürlich auf unser Spiel eingestellt. Da kriegen wir es nicht hin, das zweite, dritte Konzept, das wir haben, umzusetzen.“

SuS Oberaden I: Makus (1. – 45.), Wenzel (ab 45.); Lauber (10/3), Hajduk (2), Noe (1), Herold, Roth (2), Schichler, Wagner (2), Müller, Stock, Jan Weber (2).

Bild: Das Männerforum Kamen war zu Besuch beim Heimspiel der Oberadener gegen Gevelsberg-Silschede und stellte sich nach Spielschluss zu einem Gruppenfoto mit der 1. Mannschaft auf.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.