17.36 Meter und DM-Platz vier – Julia Ritter nennt ihre Stöße “eine Katastrophe”

151

Leichtathletik: “Eine Katastrophe”, so bezeichnete Julia Ritter ihren Wettkampf im Kugelstoßen bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften am Samstag in Dortmund. Die Oberadenerin im Trikot des TV Wattenscheid erreichte eine Weite von 17.36 Meter, was Platz vier bedeutete. 29 Zentimeter fehlten zum Bronzeplatz.

In der Tat blieb Julia Ritter hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Sich der 18-Meter-Marke weiter nähern, mit diesen Ansprüchen war sie in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle angetreten. Das klappte nicht, obwohl sie nach eigenem Bekunden in den letzten 14 Tagen hart trainiert, auch an der Technik gefeilt habe und zuversichtlich war. Mit allen ihren Stößen war sie nicht zufrieden, nannte sie “eine Katastrophe”. “Irgendwie hat es nicht gepasst”, war sie selbstkritisch. “Vielleicht war es die mangelnde Wettkampfpraxis” sinnierte sie, “auch die schwache Stimmung in der Halle trug nicht zu mehr Selbstbewusstsein bei mir bei. Man war nicht so richtig im Flow, weil man immer darauf bedacht war, den nötigen Abstand zu den anderen Kugelstoßerinnen zu halten.” Zuschauer waren nicht zugelassen. So kamen nur 17.36 Meter als Ergebnis heraus.

Julia Ritter indes wusste genau, woran es gelegen hatte, dass sie nicht ihr wahres Können zeigen konnte. Bei den letzten beiden “Deutschen” hatte sie immerhin eine Medaille geholt.

Ziel bleibt Olympiade in Tokio

Die DM in Dortmund war ihr letzter Wettkampf in der Halle. Ein Trost für sie: Auch im letzten Jahr waren ihre Leistungen in der Halle verbesserungswürdig – und dann folgte eine gute Freiluft-Saison. Wenn es wieder so kommt, wäre sie natürlich damit einverstanden. Ihr Ziel bleibt unverändert: Teilnahme an Olympia in Tokio in diesem Jahr im Juli/August. Die kommende Freiluft-Saison läutet Julia Ritter im März mit einem Trainingslager im türkischen Belek ein. Dann folgen Wettkämpfe im Mai.

Bei der Hallen-DM in Dortmunf siegte erwartungsgemäß Christina Schwanitz. Die ehemalige Weltmeisterin beförderte ihr vier Kilogramm schweres Arbeitsgerät in der ersten Entscheidung der 68. Hallen-DM in Dortmund auf 18,87 Meter. Der sechste DM-Titel unterm Hallendach war ihr nicht zu nehmen. Auf den weiteren Pätzen folgten Sara Gambetta mit 18,18 Meter, Katharina Maisch mit 18,06 Meter und dann Julia Ritter. Titelverteidigerin Alina Kenzel konnte bei der Medaillenvergabe nicht mitreden. Nach dem Umstieg auf die Drehstoßtechnik belegte sie mit 16,09 Meter Rang sieben.

Foto: Julia Ritter.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.