Neureiter erzielt das Oberadener Siegtor

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In der Handball-Kreisliga Hellweg kamen am 20. Spieltag nur sechs Partien zur Durchführung. Der Werler TV bekam keine Mannschaft zusammen und musste das Spiel beim Tabellenführer VfL Brambauer absagen. Im Kellerduell gelingt HSG Unna II ein vielleicht wichtiger Sieg beim Tabellenletzten Rhynern. SG Massens Trainer John Weil wurde am Freitag als Männerwart und sportlicher Leiter in den Vorstand und dann von Trainer Mike Rothenpieler für den Rest der Saison in den Bezirksligakader berufen. Deshalb muss für die Zweite eine andere Lösung gefunden werden, da John Weil aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

RSV Altenbögge – SuS Oberaden II 28:29. Ohne Trainer Uwe Nitsch (Bild), der sich beim Spiel seiner Jugendmannschaft eine Sperre eingehandelt hatte und von Björn Dörnemann vertreten wurde, musste der RSV am Ende der gut besetzten jungen Oberadener Mannschaft einen knappen Sieg überlassen. Altenbögge verschenkte eine 5:2-Führung, bot dann aber eine konzentrierte Leistung und nahm eine 14:11-Führung mit in die zweiten 30 Minuten. Durch das Fehlen von Stracke fehlten Altenbögge die Alternativen. Der SuS glich nach elf Minuten zum 18:18 aus, weil sich für Linksaußen Dominik Kreutzer und Hendrik Schuchmann immer wieder Lücken boten. Nach einem 13:27-Rückstand mobiliserte der RSV noch einmal alle Kräfte und glich zwei Minuten vor dem Abpfiff aus. Die von Neureiter erzielte 29:28-Führung hätte Matthias Michalik noch ausgleichen können, traf aber das Tor nicht.
RSV Altenbögge: Springhoff (41. Joneleit), – Michalik (3), Lubanski (3), Beutner (11/4), Geckert (2), Althaus, Bajramovic (4), Lublow (2), Richter (3), Pieper.
SuS Oberaden: Schaumann, Lipinski – Turic, Kreutzer (4), Rene Neureiter (1), Marcel Junge, Schuchmann (7), Stratmann (5), Guminski (3), Gonschewski (3/1), M. Neureiter (7), Atmaca.

TuRa Bergkamen III – Lüner SV II 27:30. „Das war nicht unser Tag“ beschreibt TuRa-Betreuer Peter Krause das Spiel. Es war eines der schlechteren Spiele der TuRaner, die auf Fabian Grosser und Lars Althusmann verzichten mussten und teilweise unglücklich spielten. Der Lüner SV führte nach einer Viertelstunde 9:7, aber Bergkamen konnte nach 21 Minuten zum 11:11 ausgleichen. 16:16-Unentschieden stand es auch, als beide Teams die Seiten tauschten. Mitte der zweiten Halbzeit übernahm der Gast aus Lünen mit 21:20 die Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab, obwohl die Bergkamener dran blieben, aber in der entscheidenden Phase unglücklich agierten.
TuRa Bergkamen: Walter, Westbomke – Osterwald (2), Hagenkötter (8/4), Müller, Rösener (10), Menschner (2), Grütken (2), Rüd. Kneller, Heinert (3), Steinhof

Soester TV III – TuS Westfalia Kamen 26:27. Mit dem Sieg, dem dritten in Folge, hatten die Kamener nicht unbedingt gerechnet. Trainer Dirk Düllmann musste neben dem länger fehlenden Müller auch noch auf Goeken, Grünewald, Henne, Kliemke, Schnell, Kissing, Kaim (vorerst Pause) und Eckmann verzichten und trat mit dem dünnen Kader von acht Feldspielern an. Zur eigenen Überraschung lieferten die Kamener ein Spiel auf Augenhöhe ab. Beier sorgte auf der Mittelposition für Ruhe,  die Mannschaft spielte diszipliniert und souverän. Trotz eines 6:9-Rückstandes blieb die Partie bis zur Halbzeit mit einem 12:12-Zwischenstand und 14:13-Pausenrückstand dran. Nach dem Wechsel kam der TuS immer besser ins Spiel, verlor auch in Unterzahl den Faden nicht und setzte mit 18:15-Führung die Akzente für den späteren Sieg, der noch höher hätte ausfallen können. Bei den Gästen zeigt sich, dass die Arbeit von Dirk Düllmann allmählich ihre Früchte trägt.
TuS Kamen: Oebbeke – Lukas (2), Bober (6), P. Eckmann, Maaz (6), Ebbing (3), Witt (1), Becker (8/4), Beier (1).

TV Werne – HC Heeren II 28:18. „Aufgrund der dünnen Personaldecke waren wir von Anfang an chancenlos“ resümierte Heerens Trainer Bernd Bolle das Spiel. Dabei hielten die Gäste in der ersten Halbzeit noch gut mit, ließen aber zu viele Chancen liegen. Nach der dritten Zeitstrafe von Alex Müller fehlten dem HCH personell die letzten Alternativen. So bestimmte der TV Werne nach einer 11:7-Führung zur Halbzeit im zweiten Spielabschnitt das Spielgeschehen und beendete mit dem klaren Sieg die Negativserie beenden. „Wir haben heute eins der Super-Spiele gemacht. Klar hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, aber ich bin zufrieden erklärte TVW-Trainer Bernd Hüttemann.
TV Werne: Wulfert, Rensmann – Bade (3), Budde, Abdinghoff, Brocke (1), Bolduan (8), Gärtner (3), Wierling (6), Hüttemann (1), Melcher (4), Gröblinghoff (2), Havers (1).
HC Heeren: Geier, Müller, Wetthauer, Denger, Stock, Leniger, Rother, Rintzel, Jansen.

SG Massen II – VfL Kamen II 23:29. 20 Minuten lang war das Nachbarduell ein Scheibenschießen auf beiden Seiten und verlief ausgeglichen. Schließlich gingen beide Teams, Massen musste den frühen Ausfall von Brandt und John Weil (Erste) kompensieren, mit einem 12:12-Remis in die Pause. Die Massener hätten führen können, ließen aber fünf hundertprozentige Chancen aus. Die erste Viertelstunde nach Wiederbeginn veränderte sich das Bild nicht. Dann zog der VfL Kamen, der ohne sechs Spieler, unter anderem Schnabel, Döring, Heinzerling, auskommen musste, das Tempo an, und setzte sich gegen die von Zeitstrafen betroffenen Massener schließlich mit sechs Toren ab. „Wir fühlten uns zum Ende durch die ungleichen Schiedsrichterentscheidungen doppelt bestraft, immer kamen wir einen Schritt zu spät“ blickt John Weil auf das Spiel zurück. Einen verdienten Sieg sah VfL-Trainer Magnus Kuropka.
SG Massen: K. Borowski, S. Borowski – Segiet, Dickmann (8/2), Brandt (2), Grondwald, Crämer (5), Diste (3), Risse, Wladacz, Brockmann (1), Witte (1), Jonas (1), Kusnierz (2).
VfL Kamen: Althoff, Gosewinkel – Hoffmann, Meding, Mundhenke, Krohne, Keck, Schmidt, Brenne, Jagusch

Westfalia Rhynern – HSG Unna II 28:29. Im Abstiegsduell begann Rhynern wie die Feuerwehr und erzielte von den Halbpositionen viele einfache Tore. Dabei ließ die Unnaer Abwehr ihre Torhüter Schemm und Nguyen zu viel im Stich. Im Gegenzug nutzte die Mannschaft aus der Kreisstadt größte Chancen am Kreis und bei Gegenstößen nicht. Deshalb konnte Westfalia Rhynern mit einer 18:15-Führung in die zweite Halbzeit gehen. Erst nach dem 19:15 legten die Unnaer den Schalter um, arbeiteten sich auf 20:21 heran und bogen schließlich das Spiel noch um. Unterstützt von einem starken Sven Keller schirmten Bartz und Münstermann mit ihrer guten Deckungsarbeit den wurfgewaltigen Rhynerner Rückraum ab. Unna ließ sich auch von offenen Manndeckung Rhynerns nicht beeindrucken und behaupte die knappe Führung.
HSG Unna: Schemm (15. Ngyen, 30. Keller) – Wacker (5), T. Moos, Bartz (5), Beule (5), Brüggemann (4/2), Münstermann (5), Rau (3), Schäfer (2), Fietz, Grönboldt, Ermel.

 

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