„Einfach mal abgezockt spielen“

Handball-Oberliga VfL Mennighüffen – HC TuRa Bergkamen (Sonntag, 17 Uhr; 32584 Löhne, An der Sporthalle). Wieder eine weite Reise hat der HC TuRa Bergkamen am Sonntag vor der Brust. Nach dem Auswärtsspiel in Südwestfalen gegen Ferndorf geht es nun Richtung Ostwestfalen zum einen Punkt (3:3) besser dastehenden Tabellensiebten aus Mennighüffen. Die Mannschaft aus dem Stadtteil von Löhne gehört seit 2016 dem Westfälischen Handball-Oberhaus an und wird seit dieser Saison vom Ex-Bundesligaspieler Markus Hochhaus trainiert.

Bekanntester Spieler dürfte der Linksaußen des VfL sein. Tomasz Tluczynski lief 128 Mal für die Polnische Nationalmannschaft auf, mit der er 2007 Vize-Weltmeister in Deutschland wurde. Dazu kommen mit Till Orgel auf der Rückraumrechtsposition und Arne Halstenberg auf der linken Rückraumposition zwei wurfgewaltige Akteure. Dreh- und Angelpunkt im Spiel, Spielmacher und Torschütze in einer Person, ist Daniel Danowsky. „Der ist nicht nur Spielmacher, sondern auch sehr torgefährlich“, hat TuRa-Coach Thomas Rycharski beobachtet. Aber auch die Abwehr ist nicht leicht auszuhebeln, denn da stellt sich eine großgewachsene 6:0-Defensive den TuRa-Angreifern in den Weg. „Mennighüffen hat gute Qualität und hat als Saisonziel den feinen Platz unter den ersten Fünf ausgegeben.“

Der HC TuRa muss zwar versuchen, die Wechsel zwischen Angriff- und Abwehrspezialisten durch Tempo auszunutzen, aber im entscheidenden Augenblick auch einmal Geschwindigkeit herausnehmen, was teilweise gegen Jöllenbeck verkehrt gemacht wurde. „Einfach mal abgezockt spielen.“ Im aufgebauten Angriff sollen es viele Kreuzbewegungen richten, um die VfL-Abwehr in Bewegung zu bringen. Vielleicht lässt sich in das Spiel der Offensive der Gastgeber durch die offensive Deckung der TuRaner Sand ins Getriebe bringen, wie es in der letzten Partie gegen Soest der Fall war.

„Wir fahren da mit breiter Brust hin, schließlich haben wir nichts zu verlieren. Wenn wir allerdings zugreifen können, nehmen wir es natürlich mit.“ Aber auch dieses Spiel, egal wie es ausgehe, sollte nach Meinung von „Tomek“ für die jungen Spieler besonders dazu beitragen, sich weiterzuentwickeln.

Die Langzeitverletzten Kevin Saarbeck, Kevin Stork und Mirko Kauer werden weiterhin fehlen. Linkshänder Darius Nowaczyk plagt sich zudem mit Kniebeschwerden herum, wird aber vermutlich eingesetzt werden können. Deshalb sind sowohl Trainer, als auch Mannschaft froh, dass es nach dem Spiel eine kleine „Herbstferien-Pause“ gibt.

Bild: Linkshänder Darius Nowaczyk plagt sich mit Kniebeschwerden herum, wird aber vermutlich eingesetzt werden können.

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