Nach zweimaliger Verlängerung RSV Altenbögge Sieger im Kreispokal-Finale gegen Oberaden

Nach zweimaliger Verlängerung RSV Altenbögge Sieger im Kreispokal-Finale gegen Oberaden

Handball, Endspiel Kreispokal Männer SuS Oberaden – RSV Altenbögge 26:28 (20:20; 24:24). Nach einem hochdramatischen und nervenaufreibenden Spiel gewann der Außenseiter aus Altenbögge den diesjährigen Kreispokal. Erst nach einer zweimaligen Verlängerung stand der Sieger fest. Teilweise tumultartige Szenen gab es während und nach dem Spiel. Stein des Anstoßes waren die beiden Schiedsrichter, denen von vielen Seiten eine schlechte Leistung attestiert wurde. Besonders der SuS fühlte sich mehrfach berechtigt benachteiligt. Zudem hatte das Kampfgericht auch nicht seinen besten Tag, gab es doch für Oberaden eine in keinem Regelwerk stehende Drei-Minuten-Strafe. Auch das Verhältnis von Zeitstrafen und Siebenmetern fiel sehr zu Ungunsten der Gastgeber aus. So wurden elf Mal Spieler in Grün auf die Bank für zwei Minuten verbannt, sechsmal traf es Akteure des RSV. Noch deutlicher die Bilanz bei den Strafwürfen. 15 Mal traten Spieler des Gastes an die Linie und dagegen nur siebenmal ein SuSler.

Handball wurde auch gespielt. Dabei erwies sich die Mannschaft von Trainer Mike Rothenpieler, der nach dem Spiel sofort die Halle verließ und keinen Kommentar abgab, mehr als gleichwertig. So führte der Landesligist nach einer knappen Viertelstunde mit 8:3. Immer wieder blieben die „Cobras“ an der guten Deckung der Gäste oder Torhüter Kai Kleeschulte hängen. Das lag möglicherweise am Fehlen von vier Stammspielern (Tim Fehring, Bastian Herold, Mats-Yannick Roth und „Alex“ Katsigiannis). Dafür konnte nach langer Verletzung Bastian Stennei wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Nach 24 Minuten kam Oberaden auf 8:10 heran, ließ aber wieder einige 100prozentige liegen. So ging es mit 9:13 in die Halbzeitpause.

Bild: Bastian Stennei (re) wirkt erstmals nach seiner Verletzungspause wieder mit. Bruder Pascal war zehnfacher Torschütze.

Nach dem ersten Seitenwechsel ließ der bis dahin sichere Siebenmeterschütze Timo Weber zwei Strafwürfe für den RSV aus. Die Folge: Pascal Stennei glich in Unterzahl nach 38 Minuten zum 14:14 aus und der gleiche Spieler brachte seine Farben danach zum ersten Mal in Führung. Als es nach 54 Minuten 19:16 für den SuS stand, schien das Spiel für den Favoriten gelaufen zu sein. Besonders Torhüter Börge Klepping entschärfte reihenweise die besten Möglichkeiten des Gegners. Altenbögge fightete und glich seinerseits nach Toren von zweimal Tino Stracke und einem Strafwurf von Dennis Geckert aus.

In der ersten Verlängerung über zweimal fünf Minuten führte der Landesligist schon 23:21, bevor es nach zehn Minuten 24:24 stand.

In der zweiten Nachspielzeit führten die Hausherren nach sechs Minuten mit 26:25, ehe der RSV in den letzten Minuten gegen eine erneut dezimierte Oberadener Mannschaft – Lars Köhler und Lukas Noe hatten nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte bekommen – die Überraschung komplett machte. Großen Anteil daran hatte Torwart-Oldie Thomas „Wolle“ Wollek.

Bild: Altenbögges Dominik Warias stemmt sich hier gegen die gut gestaffelte Oberadener Abwehr.

Nach dem Spiel gab es natürlich großen Jubel beim Überraschungssieger, während auf der Seite der Oberadener nur Wut und Frust herrschte.

Ein originelles Schlussstatemant gab es von Trainer Alexandros Katsigiannis: „Morgen wird mein zweiter Sohn getauft. Ich hoffe die Emotionen übertragen sich nicht bis morgen in die Kirche“

Und Alex weiter: „In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan. Altenbögge hat es clever gemacht und verdient geführt. Wir haben in der Abwehr nicht den nötigen Biss gefunden. Da fehlte die Einstellung. Dann gingen wir durch einen überragenden Pascal Stennei in Führung. Danach haben wir es versäumt uns deutlicher abzusetzen. Es wurden wieder leichtfertige Fehler gemacht und davon hat Altenbögge gelebt. Was dann am Ende der regulären Spielzeit passierte, darf uns einfach nicht passieren. In die erste Verlängerung starten wir mit Zeitstrafen. In der zweiten Verlängerung kriegen wir wieder zweifelhafte Siebenmeter gegen uns und waren zu arg dezimiert. Dann hatte es Altenbögge auch wirklich verdient.“

Am 29. April empfängt der SuS in der Meisterschaft um 19.45 Uhr den Tabellenzweiten aus Schalke. Der Sechste der Landesliga, der RSV Altenbögge, ist Gastgeber am gleichen Tag (18 Uhr) gegen Eintracht Dolberg.

SuS Oberaden: Klepping, Makus; Laube 3, Hajduk 1, Noe 7, H. Schuchtmann 2, Brenne, P. Sennei 10, Roth, Braach, Mork 1, B. Stennei 1, Schichler 1, Köhler.
RSV Altenbögge: Wollek, Joneleit, K. Kleeschulte; J. eber, Altne 2, Geckert 5, F. Warias 3, D. Warias 1, Brandt 3, Kleff 3, Sürig, T. Weber 6, Strakce 3.

Bild: Überschwänglich bejubelte der RSV Altenbögge seinen Sieg im Kreispokal-Finale gegen Oberaden.

Related posts

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*