Mit Training auf den Bergehalden den Jungfrau-Marathon gemeistert

Mit Training auf den Bergehalden den Jungfrau-Marathon gemeistert

Leichtathletik: Vier Läufer des TLV Rünthe meisterten am Samstag den Jungfrau-Marathon in der Schweiz. Den Erfolg ermöglichte intensives Lauftraining in den letzten Monaten auf den Bergehalden Großes Holz in Bergkamen und Hoheward in Herten. „Wir sind die Halden bis zu zehn Mal in Folge hoch gelaufen. Besonders forderte uns das Training in Herten. An einer Seite führt eine Treppe mit über 300 Stufen auf das Haldenplateau“, beschreibt Thomas Eder vom TLV Rünthe die Vorbereitung.

In der Schweiz galt es auf der klassischen Marathondistanz von 42,195 Kilometer insgesamt 1.829 Höhenmeter zu überwinden. Die ersten 25 Kilometer führten mit nur 300 Höhenmetern vergleichsweise flach durch hübsche Bergdörfer und ein Stück entlang des malerischen Brinzersees. In Lauterbrunnen bog die Strecke nach einer längeren leichten Gefällstrecke, auf der die Läufer sich ein wenig erholen konnten, abrupt nach rechts ab und mündete in einen Bergwanderweg, dessen Steigung nur noch Gehen ermöglichte. Oben angekommen bei Streckenkilometer 30 in Wengen führte die Strecke bis zur Zwischenzeitmessung in Wixi acht Kilometer mit moderaten Steigungen wellig weiter. „Auf diesem Stück muss man den inneren Schweinhund im Griff haben. Das Anlaufen nach dem Anstieg fällt unglaublich schwer“, erklärt Thomas Eder die besondere Herausforderung bei der „Jungfrau“.

Es folgten hochalpine Wanderwege, auf denen sich die Läufer in einer Menschenkette nur noch wandernd fortbewegten. Auf dem höchsten Punkt, einem Felsgrad mit grandioser Sicht auf die Bergkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau, begrüßte traditionell ein Dudelsackspieler die Athleten. In diesem Jahr blieb der Blick leider verwehrt. Kurz nach dem Start hatte es begonnen zu regnen und mit steigender Höhe regnete es stärker und Nebel mit Sichtweiten deutlich unter hundert Metern kam auf. Die Außentemperatur im Ziel betrug auch nur noch 4°C. Die durch die Anstrengung und das Wetter ausgezehrten 3.798 Läufer und 1.289 Läuferinnen, die das Ziel auf dem letzten Kilometer auf einem Weg mit leichtem Gefälle erreichten, freuten sich umso mehr, dass im Ziel heiße Duschen die Lebensgeister wieder weckten.

Thomas Eder erreichte als 1.433. (231. M50) Läufer als Erster des TLV Rünthe das Ziel nach 5:02:54 Stunden. Es folgten 3.224. (569. M50) Oliver Dröge in 6:12:16 Std., 3.496. (519. M40) Tom Merchel in 6:30:17 Std. und 1.147. (245. W45) Claudia Dröge in 6:33:50 Stunden.

Bild: Die vier Teilnehmer des TLV Rünthe beim den Jungfrau-Marathon in der Schweiz – (v.l.) Tom Merchel, Thomas Eder, Claudia und Oliver Dröge.

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