Martin Dellbrügge „meistert“ die Strapazen beim Ironman auf Mallorca

Martin Dellbrügge „meistert“ die Strapazen beim Ironman auf Mallorca

Triathlon: Der Ironman auf  Mallorca. Es war der Saisonhöhepunkt für den Kamener Martin Dellbrügge vom Hartmann-Team des TVG Kaiserau. Ein Jahr lang hatte der 44jährige Triathlet auf dieses Ziel, auf diesen Start hingearbeitet. 1,8 Kilometer Schwimmen, 180km Radfahren und dann noch einmal fast 43 Kilometer Laufen. Gewaltige Distanzen. Eine Herausforderung für Dellbrügge, die er nach eigenen Angaben zufriedenstellend meisterte. Elf  Stunden hatte er sich für das Mammutprogramm vorgenommen – am Ende waren es 10:52 Stunden. „Das war okay“, urteilte er selbstkritisch. Insgesamt waren rund 2.500 Teilnehmer am Start. Martin Dellbrügge wurde auf  Rang 537 bei den Männern notiert, in der Altersklasse 40-45 sogar als 103.

Wahrscheinlich wäre noch eine bessere Zeit und demzufolge eine bessere Platzierung möglich gewesen, aber beim Laufen hatte er ein wenig die Orientierung verloren, wusste nicht mehr so genau, ober er sich jetzt in der dritten oder vierten Runde befinden würde. Martins Freundin Heike, die an der Laufstrecke mitfieberte und ihn anfeuerte, klärte ihn auf. Es war noch eine Runde, die vierte, zu laufen. „Das hat mich einige Minuten gekostet“, war dem Kamener das später klar.

Los ging es in Alcudia, Schwimmen im Meer. Mit einem Schwimmanzug bewältigte er die 1,8 Kilometer und benötigte 1:05 Stunden. Martin Dellbrügge war damit zufrieden. Anschließend wechselte er auf das Rad, 180 Kilometer quer über die Insel Mallorca waren zu fahren. 33 bis 34 Stundenkilometer betrug der Schnitt, ein gutes Tempo. Dennoch wollte er nicht übertreiben, schließlich stand ja noch die Laufstrecke als letzte Disziplin an. „Die lange Steigung hoch zum Kloster Luck, acht Prozent steil, war mühsam und hat Körner gekostet“, erinnert sich der Kamener. 5:42 Stunden saß er im Sattel. Die großartige Landschaft auf der Radstrecke nahm er zwar wahr, musste sich aber vielmehr auf die Konkurrenten auf der Straße konzentrieren. „Es gab viele Stürze“, berichtete Dellbrügger, „zum Glück wurde ich in keinen verwickelt.“ Unterwegs wurden die Triathleten von den vielen Urlaubern angefeuert. „Das waren stets neue Motivationsschübe.“

Dann kam das Laufen, 42,2 Kilometer, die Marathon-Distanz. „Mit tat der Rücken zwar ein bisschen weh, aber in den ersten zweieinhalb Runden lief es“, tat Dellbrügger weiter kund, „danach wurde es mühsamer. Eine halbe Runde vor Schluss überholte mich Volker Greis und war auch vor mir im Ziel.  Das Ende der Strapazen war in Sicht. Vor dem Zielleinlauf reichte mir meine Freundin Heike eine Deutschland-Fahne und damit lief ich über den Zielstrich. Überwältigt, glücklich, es geschafft zu haben.“

Volker Greis, Michael Theil und Rolf Lingstaedt ebenfalls auf Mallorca dabei

Mit Martin Dellbrügge waren auch die Unnaer Volker Greis (M40),  Michael Theil (M45) und der Ex-Handballer Rolf Lingstaedt (M55) mit von der Partie beim Ironman auf Mallorca. Sie hatten sich vorher für die Veranstaltung verabredet, angemeldet und unterschiedlich angereist. Martin Dellbrügge verband den Mallorca-Trip mit einem einwöchigen Urlaub. Die Ergebnisse der Unnaer: Volker Greis 10:46 Std. – Platz 100 M40; Michael Theil 11:55 Std. – Platz 141 M45; Rolf Lingstaedt 12:22 Stunden.

Bild: Mit der Deutschlandfahne glücklich im Ziel – Martin Dellbrügge

 

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