KreisSportBund Unna sieht sich durch die neue Mitarbeiterin Alina Chandihok für das Programm „Integration durch Sport“ noch stärker aufgestellt

KreisSportBund Unna sieht sich durch die neue Mitarbeiterin Alina Chandihok für das Programm „Integration durch Sport“ noch stärker aufgestellt

Allgemein: Alina Chandihok ist in Afghanistan geboren, durch den Bürgerkrieg nach Indien geflüchtet, lebt seit 1994 in Holzwickede, ist studierte Diplom-Kauffrau und betreut seit dem 1. Februar 2017 als neue Mitarbeiterin des KreisSportBundes Unna e.V, neben dem Schulsport das Programm  „Integration durch Sport“. Klaus Stindt, der Vorsitzende des KSB, zeigte sich begeistert, „so einen Menschen in unseren Reihen zu haben.“ Die „Neue“ stellte sich am Dienstag der Öffentlichkeit vor.

Für sie sei es einfacher, verriet Alina Chandihok, die Situation der Migranten und deren Familien zu verstehen und verwies dabei auf ihre Geschichte. „Ich weiß selber, wie schwierig es ist, in eine fremde Kultur integriert zu werden, mit welchen Hindernissen man da kämpfen muss“, tat sie kund. Auf jeden Fall müsse man eine offene Art mitbringen, um in der Gesellschaft integriert zu werden. Der KSB sieht sich mit dem Thema „Integration durch Sport“, das schon seit Jahren auch auf der Agenda steht, durch die neue Mitarbeiterin noch stärker aufgestellt.

Dass sie nicht nur über Sport redet, sondern ihn auch aktiv ausübt, unterstreicht Alina Chandihok als Übungsleiterin unter anderem für Fitness-Gymnastik beim Holzwickeder SC. Und: Wenn sie morgens ihre Arbeit beim KSV beginnt, dann hat sie bereits einige Kilometer joggenderweise hinter sich gebracht und setzt sich fit an den Schreibtisch. „Diese Arbeit erfüllt mich voll und ganz“, ihre bisheringen Eindrücke, „sie lässt mich aufgehen, sei es der Schulsport oder Integrration. Ich sehe mich jetzt so, dass ich persönlich etwas zurück geben kann.“

Nach ihrer Einarbeitung auch mit dem Schulsport geht sie jetzt gezielt die Integration an. Ihre Ziele: Insbesondere die Vereine unterstützen, die sich Integrationsarbeit auf die Fahnen geschrieben haben. „Sport bietet mit seinen weitreichenden individuellen Chancen und sozialen Möglichkeiten ein wichtiges Handlungsfeld für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und der einheimischen Bevölkerung.“ Dabei sollen vor allem behördliche Netzwerke für den Sport weiter auf- und ausgebaut werden. Nachhaltig Integration fördern. Dabei gilt es vor allem Stützpunktvereine zu qualifizieren, ihnen mit finanziellen Anreizen und Unterstützung zur Seite zu stehen. Bis zu fünf Jahre können dabei finanzielle Akzente gesetzt werden. „Summen von 500 bis 5000 Euro stehen dazu zur Verfügung“, erläuterte Alina Chandihok weiter. „Nur allein über die Ehrenamtlichkeit geht es nicht.“  Klaus Stindt ergänzt: „Neben der Sprache werden auch Ausrüstung und Mobiltät benötigt. Koperationspartner werden mit ins Boot genommen, wobei der Verein der Motor bleiben soll.“ Bei ihrer Integrationsarbeit hat Alina Chandhok festgestellt, dass Männer eher positiv reagieren als Frauen. „Sie sind froh, wenn sie beschäftigt werden.“

Für den Sommer plant der KSB mit der neuen Mitarbeiterin ein Sommercamp in der Sportschule Hachen. Dazu werden je zwölf deutsche und je zwölf Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von 10 bis 14 Jahre vom 7. bis 13. August kostenlos eingeladen. Dabei geht es darum, Sprachkompetenzen der Kinder zu erweitern und soziales Lernen zu stärken durch verschiedene Sportangebote, was das Gefühl für Sportvereine entwickeln soll. „Das soll dazu führen“, erklärt Alina Chandihok dazu, „sie langfristig auch in einen Sportverein zu bringen.“

Für 2018 hat Alina Chandihok ein internationales Spielfest in Holzwickede angedacht, wozu sie jetzt auch schon die Weichen stellen will. Zwei Projekte, weitere sollen folgen. Dabei versteht sich „die Neue“ wie der KSB überhaupt als kompetenter Service-und Dienstleister für die Sportvereine.

Bild: Mathias Hartmann (li.) und Klaus Stindt vom KSB-Vorstand begrüßen Alina Chandihok offiziell als neue Mitarbeiterin.

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