Fußball-Kreisliga: Der zweite Absteiger in der A2 wird noch gesucht

Fußball-Kreisliga: Der zweite Absteiger in der A2 wird noch gesucht

Fußball: Während „oben“ alles geklärt ist mit der Meisterschaft des TSC Kamen, spitzt sich im Tabellenkeller die Lage weiter dramatisch zu. Durch die 0:4-Niederlage in Mühlhausen ist VfK Weddinghofen jetzt auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. TuS Niederaden gewann wichtige Punkte im Abstiegskampf im Billmericher Waldstadion. Wie auch der TuS Hemmerde gegen SV Langschede. PSV Bork sicherte sich einen Zähler beim Königsborner SV und Westfalia Wethmar U23 überraschte mit einem 5:1 in Bergkamen. Dennoch: Über diesen fünf Clubs schwebt noch das Damoklesschwert des Abstiegs.

Die U23 des TuS Westfalia Wethmar hat nach dem Punktabzug der letzten Woche gegen Königsborn ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und beim Tabellenvierten FC TuRa Bergkamen mit 5:1 gewonnen. „Wir haben uns das verdient“, freute sich Trainer Philipp Bremer nach dem Schlusspfiff einer eindrucksvollen Partie. „Letztlich war unser Wille stärker als die individuelle Klasse des Gegners. Wir haben die erhoffte Trotzreaktion gezeigt. Nach diesem Auftritt bin ich sehr zuversichtlich, dass wir vor den beiden letzten Auftritten auf Rasen in Bilmerich und Niederaden die Klasse halten.“

Von zwei verschenkten Punkten sprach Tobias Retzlaff, Trainer des Königsborner SV, nach dem 2:2 gegen PSV Bork. „Zunächst ist die Mannschaft nach dem 0:2 super zurückgekommen und später noch in Führung gegangen. Danach haben wir es verpasst, das 4:2 nachzulegen. So kommt es, dass wir in der Nachspielzeit noch ein Eiertor reinkriegen“, ärgerte er sich über das Ergebnis zum einen und zum anderen auch über die schwache Schiedsrichterleistung. „So ein Schiedsrichter nimmt einem die Freude am Fußball.“

Zehn Tore sahen die Zuschauer und Gastgeber TuS Hemmerde behielt mit 6:4 die Oberhand über den SV Langschede. TuS-Trainer Georgios Kipreos jubelte. „Das war ein ganz wichtiges Ding, zumal wir jetzt fünf Punkte Vorsprung auf Weddinghofen haben. Wir haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Es stehen jetzt noch zwei Heimspiele gegen RW Unna II und TSC Kamen an, gegen die wir was holen wollen, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen.“
Vor der Spruchkammer wird die Partie aber noch ein Nachspiel haben, denn TuS-Spieler Denninghoff soll den Langscheder Kapitän Essmann nach dem 6:4 des SVL hinter dem Rücken des Schiedsrichters gefoult haben. Dazu SVL-Trainer Stefan Kortmann: „Essmann wollte sich den Ball schnappen und zum Anstoßpunkt bringen – wie man das eben macht, wenn es eilt und wurde dann umgegrätscht. Wir hoffen jetzt, dass unser Kapitän nicht schlimmer verletzt ist. “ Der Schiri hatte den Vorfall nicht gesehen.“ Doch Staffelleiter Horst Weischenberg reagierte und schaltete die Spruchkammer ein.

„Enttäuschend“, auf diesen Nenner brachte Olaf Barnfeld, Trainer des VfK Weddinghofen, die Leistung seiner Mannschaft nach der 0:4-Niederlage in Mühlhausen. „Wir rutschen jetzt noch tiefer in den Schlamassel rein.“ Barnfeld musste auf wichtige Spieler verzichten, hatte nur die Oldies Glanc und Schmitz auf der Bank. „Ich hoffe, dass wir Pfingstmontag im Heimspiel gegen Langschede mehr Personal zur Verfügung haben.“

Sieben Ausfälle hatte BR Billmerich bei der 0:5-Heimniederlage gegen TuS Niederaden zu verzeichnen. „So ist der Sieg auch in der Höhe verdient für Niederaden“, resümierte BRB-Coach Flurim Ramaj. Sein Niederadener Kollege Stefan Urban war vom Kampf und der Einstellung seiner Mannschaft angetan und hofft in den letzten beiden Spielen in Cappenbeg und daheim gegen Wethmar II die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zu holen.
In der Kreisliga A1 steht die IG Bönen-Fußball nach dem 3:0-Erfolg im Gemeindederby bei der SpVg Bönen als Meister fest.  Zehn Tage zuvor hatte der TSC Kamen bereits das Meisterstück in der Kreisliga A2 gemacht. Jetzt ist klar, wann und wo gespielt wird: Am 31. Mai (Fronleichnam) steigt das Aufstiegs-Endspiel auf der Anlage des BSV Heeren. Der Anstoß soll um 16 Uhr erfolgen. Der Sieger steigt in die Bezirksliga auf, der Verlierer bekommt direkt im Anschluss eine zweite Chance gegen den Gewinner der Relegation der Zweiten der Kreisligen Dortmund. Am Sonntag, 3. Juni, wird in Bönen oder Kamen gespielt, am Donnerstag darauf in Dortmund. Ein wahrscheinlicher Gegner ist Rot-Weiß Germania 11/67 (A1), in der A2 liegt die SG Alemannia Scharnhorst einen Punkt vor den Sportfreunde Brackel.
Die Verantwortlichen des TSC und IG haben sich bereits beim BSV Heeren getroffen, um organisatorische Dinge zu besprechen. Schließlich ist mit großem Zuschauerandrang zu rechnen.
Bild: Am ärgsten gefährdet im Abstiegskampf in der Kreisliga A2 ist derzeit der VfK Weddinghofen.

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