Fußball-Kreisliga A: Hemmerder Geschehnisse jetzt ein Fall für das Sportgericht

Fußball-Kreisliga A: Hemmerder Geschehnisse jetzt ein Fall für das Sportgericht

Fußball: Den 9. Spieltag in der Kreisliga überschatteten die Geschehnisse in Hemmerde, wo Schiedsrichter Decker-Töro vier Platzverweise aussprach und dann nach Spielschluss bedrängt worden sei. Den Spielbericht will er erst Zuhause ausgefüllt haben, weil er dazu in Hemmerde unmittelbar nach Spielende nicht in der Lage gewesen sein soll.

Hoch schlugen am Sonntag die Wellen in Hemmerde, als Schiedsrichter Daniel Decker-Töro die Partie beim 3:3 zwischen dem TuS Hemmerde und VfK Weddinghofen abpfiff. Vier Platzverweise hatte er gegen Hemmerde verhängt und eine Flut von Gelben Karten. Sieben an der Zahl allein schon in der 1. Halbzeit, dazu zwei Mal den Gelb/Roten Karton. „Da führten wir 3:0 und dann das“, war TuS-Trainer Georgios Kipreos regelrecht entsetzt. Später ließ der umstrittene Referee noch einmal eine Ampelkarte folgen und wohl noch eine Rote nach Spielschluss gegen die Gastgeber. Decker-Töro soll einen Sonderbericht gefertigt haben, den Staffelleiter Horst Weischenberg auf Nachfrage aber noch nicht erhalten habe. „Ich kann auch den Spielbericht noch nicht freigegeben“, klärte er auf, „ich habe den Spielbericht dem Sportgericht übersandt.“ Eine Verhandlung wird sicherlich noch einmal das Geschehen in Hemmerde beleuchten und beurteilen. Die Gelb- und Rot-Sünder des TuS sind gesperrt für das nächste Match in Frömern. Dirk Berkemeyer, der Hemmerder Vorsitzende will er erst einmal abwarten „was man uns vorwirft und dann reagieren. Es ist ja nicht der erste unrühmliche Vorfall, an dem Herr Decker-Töro beteiligt ist. Dieser Schiedsrichter ist für den Amateurfußball untragbar.“ Ein gewisses Verständnis für die Hemmerder Emotionalität zeigte Weddinghofen-Trainer Daniel Knapp, der allerdings seiner Mannschaft vorwarf, zu wenig aus der fast 50minütigen doppelten Überzahl gemacht zu haben.

Bild: Die Spieler des TuS Hemmerde fühlten sich durch die strittigen Entscheidungen von Schiri Decker-Töro mehr als benachteiligt.

Dramatische Schlussminuten in Wethmar. Schink mit seinem zweiten Treffer brachte die U23 Westfalia Wethmar zunächst 2:1 in Führung (83.). Der SV Langschede ließ nicht locker, kam in der Nachspielzeit zum Ausgleich durch Krupka und sogar per Elfer durch Vilz zum 3:2. „Da lief dann so ziemlich alles schief, was schief laufen kann“, fasste Coach Westfalia-Trainer Philipp Bremer ziemlich verdattert die Geschehnisse der Endphase zusammen. „Über das gesamte Spiel gesehen geht unser Sieg in Ordnung“, urteilte sein SVL-Gegenüber Stefan Kortmann, „ich glaube der zweite Elfer war keiner. Aber so heben sich die Strafstöße auf, denn auch der Elfmeter für Wethmar war keiner. Das Spiel hat Nerven gekostet.“

Der Rasen im Nordbergstadion war schwer bespielbar, wie die Aktionen der Spieler von Gastgeber FC TuRa Bergkamen und TSC Kamen zeigten. TuRa-Trainer Alex Berger sprach von einem „sehr intensivem, aber sehr fairem Spiel auf einem schwierigen Geläuf.“ Es gab Chancen hüben wir drüben, aber so richtig erst nach der Pause. Da war der TSC besser im Spiel. Nach einem Foul an Engin Duman gab es dann Strafstoß, den Fatih Dündar verwandeln konnte. 1:0. Duman entschied das Spiel mit dem 2:0. Sein 20. Saisontreffer. TSC-Trainer Tuncay Sönmez befand den Sieg für seine Mannschaft als verdient. Björn Kempe musste mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Auf dem „tiefen Geläuf“ im Waldstadion war kaum ein Fußballspielen möglich. Mit den widrigen Platzbedingungen fand sich RW Unna II besser zurecht und landete am Ende einen deutlichen 4:0-Sieg bei BR Billmerich. Mit einem Doppelschlag brachten Losaj und Chandikok RWU 2:0 in Führung und stellten die Weichen früh auf Sieg. Unna-Trainer Marc Schmitt sprach sich lobend über sein Team aus, während BRB-Kollege Mario Schwarz die Niederlage als zu hoch beurteilte. „Wir müssen uns einfach mal mit Toren belohnen, dann kann so ein Spiel ganz anders laufen“, merkte er dazu an.

Das Fröndenberger Derby fand auf Kunstrasen in Frömern statt, weil der Platz auf der Bausenhagener Alm gesperrt war. Adrian Ruzok, Trainer des SV Frömern, sah den Unterschied zum Gegner SV Bausenhagen, dass „wir in den entscheidenden Situationen cleverer waren“. Matchwinner war Darius Ruzok mit zwei Treffern. Den Deckel drauf zum alles entscheidenden 3:1 machte der Ex-Bausenhagener Christian Döring.
Während auf Bausenhagener Seite Bitterschulte, Erdmann und Schoof fehlten –  Spielertrainer Lars Raffenberg kam erst nach ein Stunde ins Spiel – waren auf Frömerner Seite Kurt, Heppe und Bartling nicht mit von der Partie. SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus befand, dass man das 1:1 hätte halten müssen. „Da waren wir in einigen Situationen zu blauäugig. Daran müssen wir arbeiten.“

Dritter Sieg in Serie für die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen. Das frühe Tor von Senad Berisa hatte Bestand bis zur 90. Minute. Auf beiden Seiten gab es Möglichkeiten für eine Ergebniskorrektur, aber Zielwasser hatten beide nicht mehr getrunken. Mit ein Garant für den Dreier war „Feldspieler“ Steffen Deutz als Torhüter, der sogar einen Elfer parierte. Sedat Sener bleibt Spieler der 2. Mannschaft. Und Peter Rentsch wird vorerst weiter das Trainerzepter schwingen. Die Verhandlungen mit dem ins Auge gefassten neuen Coach haben sich zerschlagen. Sonntag empfängt der SSV den Tabellenführer SG Massen.

Nach 22 Minuten führte der Königsborner SV in Niederaden bereits 3:0 – und das auf dem ungewohnt kleinen Aschenplatz. Doch die Königsborner fanden gleich das richtige Mittel auf Asche und legten hier den Grundstein zum ersten Auswärtssieg dieser Saison. „Da waren wir richtig stark'“, lobte KSV-Coach Tobias Retzlaff seine Spieler. Beim KSV fehlten Kupiec, Pörschke und Kisa.

Was die Königsborner in der ersten Halbzeit erledigten, machte Tabellenführer SG Massen in den zweiten 45 Minuten. Das Halbzeit-Ergebnis von 1:1 wurde ausgebaut auf ein 6:1 bis zum Ende. Der neunte Sieg in Serie. „Die 2. Halbzeit von uns war überragend, wir haben uns bewegt in den Räumen und sind immer wieder gefährlich vor das Cappenberger Tor gekommen. Die Tore fielen dann zwangsläufig“, zeigte sich Spielertrainer Marco Köhler vor allem mit der 2. Halbzeit sehr zufrieden. Er selbst wird mit einer Fußverletzung noch weitere zwei bis drei Wochen ausfallen.

IG Bönen zieht in den Pelkumer Selbachpark um

Mit dem 1:0-Sieg in Herringen schob sich die IG Bönen-Fußball auf Tabellenplatz zwei vor, punktgleich mit Spitzenreiter VfL Mark. Am Sonntag verlegt die Karka-Truppe das Heimspiel gegen BV Hamm in den Pelkumer Selbachpark. Dorthin zieht der Verein wegen Unstimmigkeiten der IG-Verantwortlichen mit der Gemeinde Bönen hin. Ob nur für dieses Spiel oder auch des öfteren, wird sich zeigen. „Wir wollen auf Rasen spielen“, so der Sportliche Leiter der IGB Ayhan Sezer. Der Verein wartet auf die Aufnahme in den Gemeindesportverband. Dann wären wohl Spiele auf dem Rasen im Schulzentrum möglich.

Statt Aufstiegskampf heißt es nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage Abstiegskampf für die SpVg Bönen. Selbst beim Drittletzten Lohauserholz-Daberg II setzte es eine empfindliche 2:4-Pleite. Trainer Hendrik Dördelmann appellierte nach der Partie an die Einstellung seiner Schützlinge. „Die stimmt nicht“, monierte das der Coach, „auch die nötige Aggressivität fehlt. Die Mannschaft muss jetzt realisieren, dass wir im Abstiegskampf stecken.“ Sonntag geht es am Rehbusch gegen TuS Wiescherhöfen II.

Verlierer des 9. Spieltages ist der TV Germania Flierich-Lenningsen, der in Heessen 0:5 verlor und wieder an das Tabellenende abrutschte. „Die Niederlage sieht und hört sich schlimmer an als sie war. Ein 3:2 hätte eher dem Spielverlauf entsprochen“, kartete TVG-Trainer Thorsten Müller noch einmal nach. Der Kader war bis auf Pauken gut gefüllt, so gut wie noch nie. Dennoch haderte man wiederum mit der mangelnden Chancenverwertung. Nicht das erste Mal.

Arbeitslos blieb am Sonntag der BSV Heeren. Weil bei Eintracht Werne im Sportzentrum Dahl sowohl der Rasen- als auch der Ascheplatz unbespielbar war, fiel die Partie aus.

Bild: SG Massen belagerte das Cappenberger Tor vor allem in der 2.Halbzeit und machte aus dem Halbzeitergebnis von 1:1 am Ende ein 6:1.

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